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Interview „Ein ganzheitliches Energiekonzept und saubere Planung zahlen sich aus“

Veröffentlicht am 9. November 2010,  Kategorie(n): Interviews

Als zwei Gebäude, bestehend aus einem Altbau von 1972 und einem neueren Haus von 1992, des überbetrieblichen Aus- und Weiterbildungszentrums GARP in der Nähe von Stuttgart vor einer großen Erneuerung standen, hat der betreibende Verein auf eine vorbildliche und zukunftsfähige Energieversorgung gesetzt. Da die Heizungsanlage inzwischen veraltet war und die Wärmeverluste am Dach weder ökologisch noch ökonomisch vertretbar waren, wurde ein umfassendes, energetisches Gesamtkonzept entwickelt und umgesetzt. Durch Dämm- und Sanierungsmaßnahmen am Dach konnte der Energieverbrauch von 524.600 kWh auf 420.000 kWh pro Jahr deutlich reduziert werden. Als modernes Heizsystem wurde in ein geothermisches Heizsystem investiert, das aus Erdsonden und elektrisch betriebener Wärmepumpe besteht. Für den klimafreundlichen Strom sorgt eine Photovoltaikanlage mit 15 kWp auf dem Dach.

Dr. Werner Waiblinger, Geschäftsführender Vorstand von GARP Bildungszentrum für die IHK Region Stuttgart e.V. setzt auf erneuerbare Energien zur Versorgung der 35 und 40 Jahre alten Bestandsbauten an den Standorten Plochingen am Neckar und Ostfildern-Ruit bei Stuttgart. „Wir nutzen die Energie aus Erde und Sonne nicht nur, weil wir es für moralisch richtig halten, sondern weil es ökonomisch sinnvoll ist“, sagt Waiblinger, der inzwischen aus Überzeugung für solche neuen, noch ungewöhnlichen Energieversorgungslösungen wirbt. „inside“ sprach mit ihm.

Inside: Herr Dr. Waiblinger, was genau ist GARP und was bietet Ihr Haus an?

Dr. Werner Waiblinger: GARP ist ein renommiertes, ISO 9001:2008-zertifiziertes Bildungsinstitut an den Standorten Plochingen (Sitz), Ostfildern-Ruit, Göppingen und Nürtingen. Zirka 8000 Teilnehmer jährlich nutzen das technische und betriebswirtschaftliche Bildungsangebot der Geschäftsbereiche „Ausbildung und Technologie“ sowie „Akademie“. Aktuell haben wir wegen großer Nachfrage zusätzlich Räume angemietet. Zu GARP kommen 15- bis 65-Jährige, um fürs Berufsleben zu lernen: Berufsfachschule, Berufskolleg Technik, überbetriebliche berufliche Erstausbildung für die Industrie und öffentliche Auftraggeber, Aufstiegsbildung für Professionals, Trainings von Fach- und Führungskräften in Technologie, Vertrieb, Prozessen, Methoden, sowie soft skills. Die Bezeichnung GARP stand übrigens ursprünglich für „Gemeinschaftliche Ausbildungsstätten Ruit – Plochingen“. Inzwischen übersetzen wir es gemäß unserem Leitbild mit „Gemeinsam – Aktiv – Richtungweisend – Professionell“.

Inside: Ihr Hauptsitz in Plochingen wird seit gut einem Jahr geothermisch beheizt und erzeugt – mittels einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach – Strom. Wie kam es dazu?

Dr. Werner Waiblinger: Es gab ganz einfach Handlungsbedarf im Heizkeller. Unser Gebäude A in Plochingen stammt aus dem Jahr 1974. Die Heizungsanlage war veraltet und musste raus. Wir wollten eine gründliche Lösung, die langfristig trägt. Daher beauftragten wir die INNAX ENERGIE & UMWELT damit, uns Vorschläge zu machen, wie wir unsere Gebäude sowohl ökonomisch als auch ökologisch vernünftig mit Energie versorgen können. Bei Bauvorhaben werden die Weichen ganz am Anfang gestellt. Wer sauber und umfassend plant, weiß, wo der Schuh drückt und kauft nicht die Katze im Sack. Das ist uns in Plochingen mit der INNAX ENERGIE & UMWELT in hervorragender Weise gelungen. Die Investition in ein ganzheitliches Energiekonzept, das alle Möglichkeiten auslotet und bewertet, hat sich gelohnt. Heute haben wir hier eine wirklich wegweisende Energieversorgungslösung.

Inside: Was haben Sie denn konkret machen lassen?

Dr. Werner Waiblinger: Zunächst einmal ließen wir ältere Dächer sanieren und begrünen. Das reduzierte den Energiebedarf der Häuser. Außerdem gewinnen wir die in der Kantine entstehende Wärme zurück. Unsere Heizenergie kommt jetzt zu drei Vierteln aus dem Erdreich und wird mittels einer Wärmepumpe auf die für die Heizung benötigte Vorlauftemperatur gebracht. Heizungsleitungen, Verteiler und Ventile waren teilweise marode und mussten erneuert werden. Die Heizkörper blieben aber bestehen. Rechnungen hatten ergaeben, dass es unwirtschaftlich gewesen wäre, sie zu erneuern. Die Wärmepumpe steht jetzt übrigens zusammen mit einem Gaskessel, der aber lediglich Spitzenlasten abdeckt, in einer gemeinsamen Heizzentrale für beide Häuser. Annähernd so viel Strom, wie unsere Wärmepumpe verbraucht, produzieren wir selbst mit der Photovoltaikanlage auf dem Dach. Diese innovative Gebäudetechnik ist vorbildlich. Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner bestätigte uns das bei einer Veranstaltung im vergangenen Jahr. Seither haben wir immer wieder Delegationen hier, die sich unsere Haustechnik ansehen. Jüngst kam Claus Schmiedel, SPD-Fraktionschef im baden-württembergischen Landtag. Er war ganz begeistert und forderte mehr Erdwärme­nutzung für öffentliche Gebäude. Schließlich sind sehr viele Schulen und Verwaltungsbauten wahre Energieschleudern und in einem ähnlichen Zustand wie unsere Häuser vor der Sanierung.

Inside: Aber scheitert das nicht am Geld? Wie haben Sie die Finanzierung hinbekommen?

Dr. Werner Waiblinger: Auch dafür gibt es gute Lösungen. Für die Geothermieanlage machten wir einen Contracting-Vertrag mit der INNAX ENERGIE & UMWELT. Das heißt, die INNAX ENERGIE & UMWELT investierte in die Anlage. Sie verkauft uns die Energie in den nächsten 20 Jahren zu einem weitgehend festliegenden Preis. Diese Investition hat also unser Budget überhaupt nicht belastet. Unsere Energiekosten waren bei Fertigstellung der Anlage genauso hoch wie vorher. Aber bei jeder Energiepreiserhöhung lachen wir uns ins Fäustchen, denn unsere Kosten bleiben konstant. Nach 20 Jahren gehört die Anlage uns.

Dann bleiben nur noch die Betriebskosten übrig und wir sind noch besser dran. Auch die Photovoltaikanlage, für die wir einen Kredit aufnahmen, rechnet sich. Die Einspeisevergütung deckt Zins und Tilgung. Nach zehn Jahren ist die Anlage abbezahlt. Die garantierte Einspeisevergütung läuft aber noch zehn weitere Jahre. Dann haben wir Ertrag. Für die Baumaßnahmen zum Beispiel an den Dächern setzten wir eigene Mittel ein und durften auch öffentliche Fördermittel in Anspruch nehmen.

Inside: Die Rechnung geht in der Tat auf. Ist das der Grund, dass Sie gleich am nächsten Standort weitermachten?

Dr. Werner Waiblinger: Ja, das Konzept passte ganz ähnlich, aber in etwas veränderter Größenordnung auch auf unseren Standort in Ostfildern-Ruit. Dort haben eine Geothermieanlage mit Wärmepumpe und eine Gastherme zur Spitzenlastabdeckung ebenfalls den uralten Ölkessel abgelöst. Auch für diese Heizanlage ist die INNAX ENERGIE & UMWELT unser Contractor. Eine PV-Anlage gibt es in Ruit ebenfalls. Zunächst aber ging es wieder darum, den Verbrauch grundsätzlich zu reduzieren. Wir sanierten und dämmten die Dächer und Teile der Fassade. Die Wärme in der Schweißerei, in der Kantine und den Umkleideräumen gewinnen wir über Wärmetauscher zurück. Allein diese Wärmerückgewinnung bringt Einsparungen von zusammen über 80.000 Kilowattstunden pro Jahr. An beiden Standorten dient die geothermische Anlage übrigens auch zur passiven Kühlung der Räume im Sommer. Das ist ein weiterer Pluspunkt gegenüber einer herkömmlichen Heizung. Für die Nutzer war es zunächst jedoch ungewohnt, die Heizregler im Sommer voll aufzudrehen. Aber nur dann durchströmt kaltes Wasser die Heizkörper und die Raumtemperatur sinkt etwas.

Inside: Gibt es noch weitere Pläne?

Dr. Werner Waiblinger: In der Tat. Es liegt schon ein INNAX-Konzept für die Beleuchtung in unseren Plochinger Häusern in der Schublade, dessen Umsetzung noch aussteht. Und so ganz ins Blaue sage ich mal, dass als nächstes unser Standort in Nürtingen dran ist. Dort würde ich gerne etwas für die Wärmedämmung tun und auch eine Photovoltaik-Anlage installieren lassen. Die Heizungsanlage selbst ist noch relativ neu. Aber das ist alles noch Zukunftsmusik. Ganz konkret dagegen begleitet uns das Thema „Energie & Umwelt“ in Bezug auf unser eigenes Dienstleistungsangebot. Gemeinsam mit einer Expertengruppen, die sich aus Fachleuten des Kompetenznetzwerks Klima und Energie Baden-Württemberg (KKE-BW) zusammensetzt, dem wir inzwischen als Bildungsträger ebenfalls beigetreten sind, planen wir Weiterbildungen zu Energie- und Umweltthemen für Architekten und Planer, Handwerker, Betreiber sowie Privatleute. Außerdem wollen wir künftig die IHK-Abschlüsse Energiefachwirt und Umweltfachwirt anbieten. Ich hoffe, dass wir es hinbekommen, schon Mitte 2010 diese Angebote in unser Programm aufzunehmen. Damit wird GARP dem Anspruch „richtung­weisend“ zu sein, einmal mehr gerecht.

Inside: Herzlichen Dank für das interessante Gespräch, Herr Dr. Waiblinger!

Das Interview mit Herr Dr. Waiblinger erschien im inside Magazin der INNAX ENERGIE & UMWELT AG (Ausgabe 1/2010) und wurde freundlicherweise für die Veröffentlichung auf Klima-Wandel.com zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zur INNAX AG sind unter www.innax.de zu finden.

 
 
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Kategorie(n): Interviews
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