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Sind Mega-Projekte wie Desertec und Seatec die Lösung des Energieproblems?

Veröffentlicht am 16. Dezember 2010,  Kategorie(n): Allgemein

Umweltschützer und viele Menschen, denen das Wohl unserer Erde am Herzen liegt, würden die Energiewende lieber heute als morgen sehen um so den Raubbau an den Ressourcen des Planeten einzudämmen und den Ausstoß der Milliarden Tonnen CO2 durch den Mensch zu reduzieren. Ein Großteil der Menschen will aber vor allem eines: Billigen Strom. Und die großen Stromkonzerne möchten am liebsten so weitermachen wie bisher und mit Atomkraftwerken und Kohlekraftwerken Milliarden verdienen, ohne in unsichere Zukunftsprojekte oder neue Stromnetze investieren zu müssen. Aus diesem Grund sind die Fronten verhärtet und die Berichterstattung konzentriert sich meist auf eine beschränkte Sicht der Dinge: Mal sind Windkraft und Solarenergie die Retter des Planeten, dann wieder sind die erneuerbaren Energien Schuld an steigenden Strompreisen (siehe auch: Die Lüge von teurem Solarstrom und kostspieligen Erneuerbaren Energien).

Wie allerdings im Artikel „Öko um jeden Preis“ in der Spiegel Ausgabe 38/2010 ganz treffend bemerkt wurde, war Energie zwar jeher ein knappes und darum eigentlich kostspieliges Gut, dennoch haben die Verbraucher nie die wahren Kosten für die Nutzung von elektrischer Energie oder Heizenergie bezahlt. Denn schon immer wurde vor allem der ökologische Preis ignoriert, denn das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas sowie die Spaltung von Uran kosten vor allem einen Preis, den die folgenden Generationen zu zahlen haben. Inzwischen hat der Mensch die Erde aber soweit geschädigt und so dramatische Mengen an Emissionen in die Atmosphäre gepustet, dass sich immer mehr die Frage stellen, wie lange unser Planet dieses Verhalten überhaupt noch verträgt. Außerdem wurde der Zenit bei der möglichen Förderung von erdöl bereits überschritten oder wird es spätestens in naher Zukunft sein. Die Frage einer möglichst sauberen und von fossilen und nuklearen Brennstoffen unabhängigen Energieversorgung ist also dringender denn je.

Dabei scheint die Lösung nicht einfach, denn während Windpark um Winpark gebaut und auf immer mehr Häusern Photovoltaikanlagen installiert werden, tragen die erneuerbaren Energien trotz allem nur zu einem sehr kleinen Teil zur Energieversorgung in Deutschland und Europa bei. Da die Sonne aber eigentlich am Tag mehr Energie zur Erde schickt als die Menschheit verbrauchen kann und auch der Wind genug Energie liefern könnte, kamen vor einiger Zeit die zwei Ideen „Desertec“ und „Seatec“ auf. Bei ersterem plant ein Konsortium aus führenden Unternehmen die Gewinnung von sauberem Strom mittels Windparks und gigantischen solarthermischen Kraftwerken in den Wüsten Nordafrikas. Dieser könnte dann über ein neues Netz an Stromleitung der klimafreundlichen Stromversorgung in Europa dienen. Anstelle von Öl und anderen fossilen Energieträgern würde dann eben direkt Strom importiert. Bei Desertec handelt es sich aber bisher nur um eine Vision, da sowohl die politische Lage und Instabilität in einigen der Länder, die als Standorte in Frage kommen würden, ein Risiko wäre, wie auch eine Finanzierung von vermutlich mehr als 100 Milliarden Euro erst einmal auf die Beine gestellt werden müsste.

Ähnliches gilt auch für die weit weniger bekannte Initiative Seatec, in der die neun Länder mit Nordseeküste über die Vernetzung gigantischer Offshore-Windparks mit geeigneten skandinavischen Wasserspeicherkraftwerken nachdenken. Denn ähnlich wie die Sonne nicht immer scheint, weht auch der Wind leider unregelmäßig, was wiederum zum größten Manko der regenerativen Energien zurückführt. Ob die Kapazitäten dieser Wasserspeicherkraftwerke für ganz Europa oder einen zumindest einen großen Teil ausreichen, ist ebenso fraglich wie die Höhe der Finanzierung für tausende Windkraftanlegen und deren Vernetzung. Obwohl viele Stromnetze ohnehin erneuert werden müssten, konnte man sich in Deutschland bisher nicht einmal über den Ausbau der heimischen Netze einigen. Stattdessen werden die Kosten für den Ausbau, zu dem zum Teil auch einfach die notwendige Erneuerung zählt, von den Energiekonzernen gerne als Argument gegen die erneuerbaren Energien genutzt.

Ob die beiden Mega-Projekte Desertec und Seatec in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten umgesetzt werden bleibt daher fraglich. Ob sich die Energiewende mit dem bisherigen Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien aber in der geplanten Zeit erreichen lässt ist ebenso fraglich. Viel zu selten wird in diesem Zusammenhang aber auch über eine deutlich effizientere Nutzung oder Änderung beim Energieverhalten gesprochen: Dabei ist der gedankenlose Umgang und die Verschwendung von Energie einer der Hauptfaktoren, die zu den heutigen Klimaproblemen und rasant schwindenden Ressourcen geführt haben. Bisher war Energie einfach immer so günstig, dass sich viele Menschen keine Gedanken über den eigenen Energieverbrauch gemacht haben und Gleiches gilt natürlich auch für Unternehmen und Betriebe. Solange die Kosten ein eher unbedeutender Faktor waren, haben Überlegungen zur effizienteren Nutzung einfach keine Rolle gespielt.

Dabei gibt es viele Möglichkeiten um bei sich selbst anzufangen, mittels einfachem Energiesparen deutlich weniger Strom und Gas zu verbrauchen und somit der Umwelt, dem Klima und dem eigenen Portemonai einen Gefallen zu tun. Wie Karl Samonig, Vorstand der Samonig AG, darüber hinaus im Interview berichtet, könnten alleine durch eine professionelle energetische Sanierung einer bestehenden Wohnimmobilie in Kombination mit moderner Heizungstechnik ca. 70% der benötigten Energie eingespart werden. Weitere große Einsparpotentiale würde es bei der Mobilität, bei der Wahl von Lebensmitteln oder für Unternehmen im Rahmen der Produktion oder Büroarbeit geben. Was vielen Menschen vor allem fehlt ist der Anreiz zur Veränderung.

Dabei hätte es enorme Vorteile, wenn Deutschland und Europa größtenteils mit erneuerbarer Energie versorgt werden würden, die nicht alle nur ökologischer Natur wären. Neben einer saubereren Umwelt wäre man hierzulande auch nicht mehr von arabischen Ölstaaten oder dem von ein paar Konzernen diktierten Ökl- und Benzinpreis abhängig, die Abhängigkeit von Rußland als Gaslieferant wäre ebenfalls Vergangenheit und es würdeauch niemand mehr in Furcht vor atomaren Störfällen oder Anschlägen auf AKWs leben müssen. Darüber hinaus könnte man ruhig auch das Doppelte für Energie bezahlen wenn man nur noch ein Drittel der bisher benötigten Energie verbrauchen würde. Damit hätte man am Ende des Monats immer noch mehr Geld in der Tasche als bisher.

 
 
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Kategorie(n): Allgemein
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