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Peak Oil 2012: Laut Wikileaks sind Angaben zu Erdölreserven von Saudi Arabien falsch

Veröffentlicht am 11. Februar 2011,  Kategorie(n): Sonstiges

Laut dutzenden von Berichten, wie etwa auf dem Portal Treehugger, aber auch in nahezu allen Tageszeitungen, könnten die Erdölreserven des Königreichs Saudi Arabien deutlich geringer sein als behauptet. Darauf lassen zumindest Informationen schließen, die Wikileaks in der angesehenen Zeitung „Guardian“ in Großbritannien veröffentlicht hat. Demzufolge soll ein Diplomat der USA die eigene Regierung gewarnt haben, dass ihn der frühere Chef des saudiarabischen Ölkonzerns Aramco, Sadad al-Husseini, über deutlich überzogene Zahlen informiert habe. Die Höhe der Erdölreserven in Saudi Arabien soll bewusst um 40 Prozent nach oben korrigiert worden sein, um die Weltwirtschaft nicht zu beunruhigen.

Diese Behauptung enthält vor allem deshalb soviel Brisanz, da Saudi Arabien über die größten Erdölreserven der Welt verfügt und man bisher davon ausging, dass in dem Königreich bei zu stark steigendem Ölpreis einfach noch etwas mehr gefördert werden könnte. Experten sehen die Menge von 12,5 Millionen Barrel pro Tag als notwendig an, um den Ölpreis nicht explodieren zu lassen, Sadad al-Husseini hält diese tägliche Fördermenge aber frühstens in 10 Jahren für realistisch. Bis zu diesem Zeitpunkt könne zwar in Saudi Arabien die tägliche Förderkapazität erreicht werden, gleichzeitig sei der Peak Oil – also das globale Ölfördermaximum – bis dahin vermutlich längst überschritten. Nach einigen Erkenntnissen könnte dieser Zeitpunkt bereits in 2012 liegen, ab dem die globale Fördermenge dann nur noch zurück gehen kann.

Sollte der Peak Oil tatsächlich bereits in naher Zukunft liegen, sollten Wirtschaft und Politik also so schnell wie möglich versuchen, das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch, insbesondere des Erdöls, abzukoppeln. Auch sollte man sich dann aktuell nicht allzu sehr über die boomende Wirtschaft in den Schwellenländern und Staaten wie Deutschland freuen. Denn damit steigt der Erdölverbrauch, was wiederum die Menschheit das globale Ölfördermaximum schneller erreichen lässt. Und das bedeutet, dass das Zeitfenster zum Wandel hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft ohne Abhängigkeit von Erdöl und fossilen Energieträgern ebenfalls schrumpft.

Sadad al-Husseini, der vor den überzogenen Reserven in Saudi Arabien gewarnt hat, ist selbstverständlich kein „Öko-Spinner“ oder „Weltuntergangs-Prophet“, sondern als Geologe und ehemaliger Chef der größten Erdölfördergesellschaft der Welt, ein ernst zu nehmender Experte. Laut den Dokumenten von Wikipedia hat ihm der US-Diplomat zumindest geglaubt.

 
 
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Kategorie(n): Sonstiges
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