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Strom und Heizenergie sparen: Sofortprogramm für die persönliche Energiewende

Veröffentlicht am 11. April 2011,  Kategorie(n): Bei Gebäuden, Im Haushalt

Spätestens seit der tragischen Naturkatastrophe mit der darauf gefolgten Atomkatastrophe in Japan, fordern immer mehr Bürger endlich eine Energiewende. Dabei kann aber nicht nur auf die erneuerbaren Energien gesetzt werden, denn auch die Steigerung der Energieeffizienz ist ein wichtiger Baustein: Alleine im Bereich der privaten Haushalte liegt das Sparpotenzial bei einer Jahresstrommenge von 24 Milliarden
Kilowattstunden, was der Leistung von drei Atomkraftwerken entspricht. Wer jetzt die persönliche Energiewende einläuten will, für den gibt es viele Möglichkeiten und Ansatzpunkte: Haushaltsgeräte tauschen, Ökostrom bestellen oder die Heizung optimieren. „Mit aktivem Energiesparen und einer verbesserten Energieeffizienz kann jeder helfen, unabhängiger von Atomstrom und Energieimporten zu werden“, erklärt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen co2online GmbH.

Mit dem folgenden 10-Punkte-Sofortprogramm können Verbraucher ihre Energiewende zu Hause in Angriff nehmen. Auf der Homepage von „Klima sucht Schutz“ gibt es passend dazu die einzelnen Checks:

1. Austausch der alten Heizungspumpe

Viele Heizungspumpen sind alt und verbrauchen mehr Strom als Waschmaschine und Fernseher zusammen. Mit Hocheffizienzpumpen kann der Stromverbrauch im Einfamilienhaus von 600 auf 90 Kilowattstunden jährlich gesenkt werden. Das spart mehr als 110 Euro Stromkosten pro Jahr. Ob die eigene Pumpe ein Stromfresser ist, zeigt der PumpenCheck auf „Klima sucht Schutz“.

2. Den eigenen Stromverbrauch kennenlernen

Bevor man Strom sparen will, sollte wissen, wie viel man verbraucht. Der StromCheck express auf „Klima sucht Schutz“ zeigt, wo der eigene Haushalt im Vergleich zum Durchschnitt steht. Allein durch den weitgehenden Verzicht auf Standby-Betrieb durch den Einsatz einer abschaltbaren Steckerleiste lassen sich im Jahr 440 Kilowattstunden bzw. 97 Euro sparen. Mit der kostenlosen App StandbyCheck für iPhone, iPad und iPod kann der Dauerstromverbrauch mobil ermittelt werden.

3. Zu einem echten Ökostromanbieter wechseln

Wer die Regenerativen Energien unterstützen will und nach echtem Ökostrom sucht, der sollte darauf achten, dass der Strom nicht nur über Zertifikate „grün gewaschen“ wird und der Ökostrom-Anbieter zudem in den Ausbau Erneuerbarer Energien investiert. Das garantieren das „Grüner Strom Label“ oder das Gütesiegel „ok power“. Anbieter von echtem Ökostrom, die zudem den Ausbau der Erneuerbaren Energien fördern sind auf jeden Fall Greenpeace Energy, Lichtblick, EWS Schönau und Naturstrom.

4. Prüfen, ob sich der Tausch alter Geräte rechnet

Viele Verbraucher tun sich schwer, ein altes aber noch funktionierendes Gerät auszutauschen. Dabei kann sich der Kauf eines neuen Geräts schnell rechnen, weil ältere oft sehr viel Strom verbrauchen. Ein Beispiel: Ein Kühlschrank mit Gefrierfach von 1992 verbraucht im Vergleich mit einem aktuellen Modell dreimal so viel Strom. Mit einem Neugerät lassen sich pro Jahr rund 80 Euro sparen. Ob sich der Austausch lohnt, verrät der KühlCheck auf „Klima sucht Schutz“.

5. Programmierbare Thermostate für die Heizung nutzen

Mit programmierbaren Thermostaten können die Temperaturen der Heizkörper präzise gesteuert werden. Das steigert den Komfort und senkt den Heizenergieverbrauch um etwa zehn Prozent. Die Thermostate kosten pro Heizkörper zwischen 20 und 50 Euro.

6. Das Haus energetisch auf Vordermann bringen

Der Heizenergieverbrauch kann am wirksamsten mit einer professionellen Gebäudedämmung reduziert werden. Mit ihr lassen sich 25 bis 75 Prozent Heizenergie sparen – je nachdem, ob Dach, Keller oder Außenwände gedämmt werden. Die Kosten liegen bei 25 bis 110 Euro pro Quadratmeter. Der Modernisierungsratgeber auf „Klima sucht Schutz“ zeigt, welche Modernisierung sich rechnet.

7. Bloß nicht mit Strom heizen

Ob Nachtspeicherheizung oder Infrarotstrahler: Mit Strom Wärme zu erzeugen, ist die teuerste und ineffizienteste Art des Heizens. Auch die dezentrale Warmwasserbereitung mit Strom verschwendet unnötig viel Energie. Der Aufwand für die Umstellung ist meist relativ hoch, lohnt sicher aber, wenn ohnehin eine Heizungserneuerung ansteht.

8. Für Transparenz im Energiehaushalt sorgen

Rund 130 Euro gibt jeder deutsche Haushalt monatlich für Energie aus. Das kostenlose Energiesparkonto des Energiesparclub hilft, den Verbrauch, die CO2-Bilanz und die Kosten für Strom, Wasser und Heizenergie in den Griff zu bekommen und gleichzeitig einen Beitrag zu mehr Energieeffizienz zu leisten.

9. Das Optimale aus der Heizung heraus holen

Der hydraulische Abgleich ist für Hauseigentümer eine weitere Sparoption. Die optimierte Einstellung des Heizsystems sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung und kostet etwa vier bis fünf Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Der Energieverbrauch verringert sich so um etwa 10 Prozent.

10. Den Warmwasserverbrauch verringern

Warmwasser sparen, bedeutet Energie zu sparen. Nach der Raumwärme ist Warmwasser der größte Energieverbrauchsposten in privaten Haushalten. Wassersparende Duschköpfe und Durchflussbegrenzer sind praktische Hilfsmittel, die den Wasserverbrauch verringern.

Hintergrundinformation

Das „10-Punkte-Sofortprogramm für einen wirtschaftlichen und schnellen Atomausstieg durch Energieeffizienz“ stammt von der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF), deren Gründungsmitglied die co2online gemeinnützige GmbH ist. Dabei geht es um Strom- und Wärme-Einsparpotenziale in privaten Haushalten sowie Industrie, Gewerbe und Handel. Denn die sauberste Energie ist die, die nicht verbraucht wird! Energieeffizienz ist damit die sauberste, billigste sowie sicherste Energieressource – und sofort verfügbar. Als Experte für Energiesparen privater Haushalte unterstützt co2online die Arbeit der DENEFF vor allem in diesem Bereich.

Weitere Informationen auf den Webseiten der Kampagne „Klima sucht Schutz“ unter www.klima-sucht-schutz.de, der „Heizspiegelkampagne“ unter www.heizspiegel.de und des „Energiesparclubs“ unter www.energiesparclub.de.

 
 
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Kategorie(n): Bei Gebäuden, Im Haushalt
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