News zu Klimawandel, Umwelt, Energie, Recycling und Energiesparen

HOME | KLIMAWANDEL | ENERGIESPAREN | STELLENANGEBOTE | TAGS | DIE NEUESTEN BEITRÄGE | DIE TOP BEITRÄGE | INTERVIEWS | DIE TOP BEITRÄGE | TERMINE

Klimawandel Blog Suche

 

Klima & Energie News

Allgemein
Autos und Verkehr
Gebäude
Solarenergie
Wasserkraft
Windkraft
Sonstiges

Energiespar-Tipps

Auf der Arbeit
Auto und Verkehr
Im Haushalt
Sonstiges

Bäume gegen Klimawandel

 
 

  �KOPORTAL - Das Webverzeichnis der �kobranche  

Investieren und Anlegen

Erneuerbare Energien
Nachhaltige Investments

Bücher und Media

Bücher
Filme & TV

Die beliebtesten Tags

   
...alle Tags ansehen

Archiv

  Oktober 2016
August 2016
Juli 2016
Juni 2016
Mai 2016

Zum Archiv mit allen Monaten
 

Blogroll

  Alles, was gerecht ist.
Die Klimaschuetzer Aktion
Energieblog
energynet
Green Economy News
Klimawandel Global
Ökoblog
 

Netzwerk & Partner

  Grüne Autos Magazin - Elektroautos, Hybrid-Fahrzeuge, Ethanol, Autogas und mehr!
Grüne Mode -  Labels und Shops mit Ethik- und Eco-Faktor!
Klimaspot.de - Artikel, Beiträge & News zu Umweltschutz, Klimaschutz und regenerativen Energien!
 

  Paperblog

Add to Google

Energieliga.de

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Blog Top Liste - by TopBlogs.de
RSS Newsfeeds Verzeichnis RSS-Scout - suchen und finden

 
« »
 

Negativ-Vorbilder: Deutsche Spitzenpolitiker setzen weiter auf klimakillende Spritfresser

Veröffentlicht am 19. April 2011,  Kategorie(n): Auto und Verkehr

Die teilweise unverschähmte Verlogenheit der Politik kann man eigentlich jeden Tag hautnah erleben: Da wird die Begrenzung von Boni für Banker gefordert aber die eigenen Diäten werden erhöht und von Vorständen und Managern erwartet man gefälligst ein nachhaltiges und langfristig orientiertes Handeln, dabei plant man in der Politik selbst nie länger als bis zur nächsten Wahl. Schwarz-Gelb sichert den Energiekonzernen erst riesige Gewinne dank Laufzeitverlängerung um die ältesten AKWs dann nach Fukushima doch kurzerhand stillzulegen – allerdings bleibt die frage für wie lange? Andere aus der linken Ecke geißeln vor allem Unternehmer und deren überzogene Gewinne, tragen allerdings im Gegenzug selbst kein finanzielles Risiko und fahren trotzdem Porsche. Und auch beim Thema Auto und Klimaschutz ist man sich einig: Sparsamere Autos mit weniger CO2-Ausstoß sind die Zukunft und sollten von den Bürgern gekauft werden. Selbst fahren die deutschen Spitzenpolitiker aber lieber weiter klimakillende Spritfresser, deren Emissionen teils jenseits von Gut und Böse liegen.

So zeigt die fünfte Dienstwagenerhebung der Deutschen Umwelthilfe nur minimale Verbesserungen beim Spritverbrauch deutscher Spitzenpolitiker und traurigerweise erfüllt nicht ein einziger Bundesminister mit seinem Dienstwagen die geltenden EU-Klimagaswerte von 140 g CO2/km. Die absoluten Schlußlichter des des Klimakiller-Rankings sind Hessens Ministerpräsident Bouffier mit 348 g CO2/km sowie sein Innenminister Boris Rhein (CDU) mit 353 g CO2/km. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Carstensen (CDU) scheint ebenfalls kein Klimaschützer zu sein, denn er verweigerte die Auskunft und wird daher von der Deutschen Umwelthilfe verklagt. Einzige positive Beispiele: Länderumweltminister in Berlin und im Saarland unterschreiten bereits den ab 2012 geltenden EU-Grenzwert von 120 g CO2/km.

Wenn die Spritkosten ohnehin der Steuerzahler trägt und die kommenden Generationen sowieso als aktuelle Wähler uninteressant sind, dann scheinen Ministerpräsidenten, Ministerinnen und Ministern vom Sparen nicht viel zu halten – weder vom Geldsparen, noch vom Einsparen an Ressourcen oder Emissionen. Ein besonders großer, starker und verschwenderischer Wagen dient stattdessen weiter als Statussymbol. Ganz besonders auch beim bayerischen Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und dem Regierenden Bürgermeister in Berlin Klaus Wowereit (SPD), die bezüglich CO2-Ausstoß und Motorleistung gegenüber den Vorjahren sogar weiter aufgerüstet haben, oder beim hessischen Innenminister Boris Rhein (CDU), der in diesem Jahr mit seinem Audi A 8 6.0 quattro und 353 Gramm CO2 pro Kilometer (g CO2/km) bundesweit die Pole-Position unter den Klimakillern einnimmt. Nur ein Länderchef, Jens Böhrnsen (SPD) aus Bremen, unterschreitet den derzeit gültigen EU-Zielwert von 140 g CO2/km. Klage erhebt die DUH gegen den Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen (CDU), der als einziger Spitzenpolitiker wie seinerzeit der inzwischen abgewählte NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers die gewünschten Angaben verweigerte.

Erfreulicherweise haben einige Bundesländer damit begonnen, ihre Länderminister und Senatoren mit spritsparenden Limousinen auszustatten. Drei Landesumweltminister haben erkennbar verstanden, was sie ihrem Amt schuldig sind, und halten den derzeit geltenden Zielwert und sogar den ab 2012 geltenden verschärften Grenzwert von 120 g ein: Umweltsenatorin Katrin Lompscher in Berlin (Linke, Toyota Prius Hybrid mit 92 g CO2/km) sowie Umweltministerin Simone Peter im Saarland (Bündnis90/Grüne, VW Passat 1.6 TDI Blue Motion mit 114 CO2/km). Der grünen Umweltminister Johannes Remmel aus NRW liegt bei 137 g CO2/km.

„Insbesondere bei vielen Ministerpräsidenten hört der Klimaschutz beim Dienstwagen auf“, sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. „Nach wie vor verstehen sich die meisten Spitzenpolitiker als kostenlose Werbeträger für spritschluckende Dienstlimousinen aus deutscher Produktion. Erfreulich, dass zumindest in den ersten Bundesländern einzelne Regierungschefs, Minister und Senatoren sich ihrer Vorbildfunktion bewusst werden und auf zeitgemäße Fahrzeuge umsteigen. Positiv ragt hier allenfalls die Bremer Landesregierung heraus, wo nicht nur der Landeschef sondern gleich mehrere seiner Minister den derzeit geltenden EU-Klimagaswert unterschreiten.“

Trotzdem beobachtet Resch, dass das Wissen um die regelmäßige Thematisierung von Politiker-Protzkarossen durch die DUH in immer mehr Regierungen zum Kabinettsthema wird und der Druck auf diejenigen Politiker steigt, die die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt haben. Resch: „Die Polit-Dinosaurier, die glauben mit demonstrativer Ignoranz auf die anhaltende Klimadebatte reagieren zu können, werden langsam weniger“.

Baden-Württembergs abgewählter Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU, Mercedes Benz S 600, 340 g CO2/km) habe dazugehört, genauso wie Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU, VW Phaeton 4.2. V8 4Motion, 290 g CO2/km) oder Horst Seehofer. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte anfangs versucht, durch falsche Angaben eine günstige Einstufung zu erreichen. Da die von seiner Staatskanzlei genannten Zahlen aber nicht plausibel waren, recherchierte die DUH die wahren Zahlen: Tatsächlich fährt Bouffier einen 12 Zylinder VW Phaeton mit 450 PS, 21,4 Litern Verbrauch im Stadtverkehr und satten 348 g CO2/km Emissionen. Gespannt ist die DUH, wie lange im übrigen die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, SPD, ihren von Rüttgers übernommenen übermotorisierten Audi A 6.0 W12 Quattro (324 g CO2/km) behält.

Zwar bewegte sich unter den Bundesministerinnen und Bundesministern nur Gesundheitsminister Philip Rösler (VW Phaeton 3.0 V6 TDI 4Motion, 224 g CO2/km) und sein Kollege Rainer Brüderle (Mercedes Benz E350 CDI 4MATIC BlueEfficiency, 203 g CO2/km) oberhalb der 200-Gramm-Grenze, berichtete Projektleiterin Barbara Göppel. Doch seien die meisten immer noch weit entfernt von dem seit 2008 geltenden EU-Zielwert für Pkw von 140 g/CO2. Am nächsten komme der neue Dienstwagen von Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) diesem Wert mit 155 g CO2/km. Auf innovative Fahrzeugtechnik setze mittlerweile das Bundesverkehrsministerium und teste sowohl einen Elektro-Smart als auch einen Brennstoffzellen-Mercedes. Beide Fahrzeuge können nach Angaben des Ministeriums von allen Mitarbeitern für Dienstfahrten genutzt werden.

„In den Länderkabinetten ergibt sich insgesamt ein sehr differenziertes Bild“, erläuterte Göppel. Einige Landesregierungen seien „meilenweit davon entfernt, einfachen Dienstwagen-Nutzern als Vorbild beim Klimaschutz zu dienen“. Die Minister-Limousinen in Baden-Württemberg und Bayern übertreffen den einst für 2008 festgelegten Pkw-Zielwert der EU von 140 g CO2/km um beinahe 60 Prozent. Dagegen seien sich die Senatorinnen und Senatoren in Bremen ihrer Verantwortung im Klimaschutz offenbar bewusst. Vier von acht Regierungsmitgliedern lägen mit dem CO2-Ausstoß ihrer Dienstwagen unterhalb des Zielwerts. Dicht gefolgt wird Bremen im Länder-Ranking der DUH vom Berliner und vom Hamburger Senat.

In Nordrhein-Westfalen, das insgesamt unter den Länderkabinetten nur den 13. Rang einnimmt, ging Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Grüne) mit gutem Beispiel voran. Durch einen Fahrzeugwechsel (jetzt: BMW 520d, 137 g CO2/km) reduzierte Remmel die CO2-Emissionen seiner Dienstfahrten gegenüber seinem Amtsvorgänger um 60 Prozent. Insgesamt strebt die NRW-Landesregierung für ihre gesamte Fahrzeugflotte bis 2015 einen durchschnittlichen Emissionswert von 140 g CO2/km an. Ab 2012 gilt für neue Fahrzeuge von Staatssekretären nach Aussage des Regierungssprechers ein Grenzwert von 140g CO2/km. Ministerinnen und Minister dürfen dann nur noch Fahrzeuge fahren, die höchstens 170g CO2/km emittieren.

Göppel berichtete, dass die Informationsbereitschaft der Bundesminister und der großen Mehrheit der Länderminister gegenüber den Vorjahren erfreulich gestiegen sei. Ausnahmen bestätigten die Regel. Ablehnungsgrund Nummer 1 unter der schrumpfenden Zahl der Informationsverweigerer waren wie in den Vorjahren angebliche Sicherheitsbedenken. Tatsächlich erhebt die DUH nur Daten zu den Serienmodell-bezogenen Herstellerangaben. Etwaige zusätzliche Sicherheitsausstattungen wurden nicht abgefragt. Die Datenlücken in der DUH-Erhebung (Bundeskanzlerin und andere Schlüsselressorts auf Bundesebene) ergeben sich zum großen Teil aus der schwierigen Vergleichbarkeit besonders gesicherter Fahrzeuge mit den Serienmodellen.

Die hartnäckige Datenverweigerung des Kieler Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen zieht nun eine gerichtliche Auseinandersetzung nach sich, kündigte Resch an. Carstensen müsse damit rechnen, dass die DUH die Auskunftspflicht, wie zuvor im Fall Rüttgers, gerichtlich erzwingen wird. Die DUH kündigte an, die Daten gestützt auf die jeweiligen Umweltinformationsgesetze (UIG) der Länder weiterhin zu erfragen und zu aktualisieren.

Die ausführlichen Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier:
http://www.duh.de/uploads/media/Ergebnisse_Dienstwagenumfrage_Minister_2011.pdf

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe vom 18. April 2011

 
 
Der Artikel war interessant? Dann einfach hier den kostenlosen RSS-Feed zum Thema Energiesparen, Erneuerbare Energien, Umweltschutz und Klimawandel abbonieren!
 
Kategorie(n): Auto und Verkehr
Gelesen: 3.753 x gelesen
Tags: , , , , , , , , , ,
 
Die 10 meistgelesenen Beiträge 10 Beiträge mit ähnlichem Thema
 

FEED

Mit einem Feed-Reader abonnieren

Anzeigen

Klimaspot.de News

(Öffnen in neuem Fenster)

Natura 2000: Weltgrößtes Netz an Naturschutzgebieten

Milder Winter sorgt in Deutschland für einen rekordverdächtig niedrigen Energieverbrauch

Warum sich der Wechsel zu einem Ökostromanbieter lohnt

Make the Future: Shell sucht Ideen die die Welt verändern

Fast ein Drittel des deutschen Stromverbrauchs durch Erneuerbare Energien gedeckt

Nicholas Stern: Klimaschutz und Wirtschaftswachstum sind zusammen möglich

3.000 Berliner mit 30.000 Einwegtüten setzen Zeichen gegen Plastiktüten

Studie: China wird 2014 das Land mit dem höchsten Ökostrom-Anteil

Neue Solarkraftwerke in den USA liefern besonders günstigen Strom

Recycling Master: Mit neuer Umwelt-App spielerisch zum Thema Entsorgung dazulernen
Über Klima-Wandel.com:
Impressum
Werbung
Partnerseiten

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung (selbstverständlich ohne Namen) unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.

Schließen