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Stromspar-Check: Bezieher von Hartz-IV sparen 4 Mio. Euro und 14.000 Tonnen CO2 ein

Veröffentlicht am 7. Juli 2011,  Kategorie(n): Sonstiges

Während die Heizkosten vom Amt übernommen werden, sind die Stromkosten von Hartz-IV Beziehern selbst zu tragen. Trotz des sehr begrenzten finanziellen Rahmens wird dabei von vielen unbewusst immer noch viel Energie und damit auch Geld verschwendet. Im Rahmen der Aktion „Stromspar-Check“ des Deutschen Caritasverbandes und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen sind aus diesem Grund aktuell etwa 650 geschulte Stromsparhelfer in mehr als 80 Städten und Kreisen im Einsatz. Mittlerweile wurden mit der Aktion mehr als 50.000 Haushalte erreicht und ganz neu helfen die speziell geschulten Berater interessierten Menschen in einigen Städten von Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt beim möglichst effizienten Umgang mit Energie.

Screenshot der Webseite Stromspar-Check

Mit Hilfe des Stromspar-Checks und den vermittelten Tipps konnten Bezieher von Hartz-IV ihre Energie- und Wasserkosten um durchschnittlich 126 Euro pro Jahr senken. Neben dem Ermitteln und Analysieren des Energie- und Wasserverbrauchs der Haushalte vor Ort, bauen die Stromsparhelfer in den Haushalten auch kostenlos Energiesparartikel ein. 162 dieser ehemaligen Langzeitarbeitslosen haben zudem eine Prüfung zum „Serviceberater für Energie- und Wasserspartechnik“ vor der Handwerkskammer Rhein-Main abgelegt und verbessern somit auch ihre eigenen Chancen auf dem Arbeitmarkt.

Der Austausch alter Glühbirnen gegen Energiesparlampen, die Verwendung von schaltbaren Steckerleisten oder Zeitschaltuhren reduzieren die Stromkosten im Schnitt um 13 Prozent. So können gerade Menschen mit geringem Einkommen die steigenden Strompreise zumindest teilweise auffangen und gleichzeitig etwas für den Klima- und Umweltschutz tun. Die Kommunen profitieren ebenso vom Stromspar-Check, da die Wasser- und Heizkosten der Hartz IV-Empfängern ja von ihnen getragen werden. Eine Senkung des Wasser- und Heizenergieverbrauchs hilft damit auch die Kosten in vielen ohnehin verschuldeten Städten und Kommunen zu senken. Langfristig werden mit jedem Check mehr als zwei Tonnen Kohlendioxid eingespart, das sind insgesamt mehr als 110.000 Tonnen weniger CO2-Emmissionen.

Die Aktion des Deutschen Caritasverband und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) verbinden so arbeitsmarktpolitische, sozialpolitische mit umweltpolitische Ziele und findet mittlerweile auch auf europäischer Ebene große Aufmerksamkeit. Im Frühjahr wurde das Projekt „Stromspar-Check“ in Brüssel für den „Sustainable Energy Europe Award“ nominiert.

Das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der Klimaschutzinitiative geförderte Projekt findet immer mehr Nachahmer: 20 kommunal finanzierte Initiativen sind im den vergangenen Monaten gestartet und das Interesse wächst stetig.

Weitere Informationen im Internet unter www.stromspar-check.de. Dort befindet sich auch eine Übersicht aller teilnehmenden Standorte.

 
 
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Kategorie(n): Sonstiges
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