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Mehr als 200.000 Fässer mit Atommüll verrosten im Meer – auch aus deutschen AKWs

Veröffentlicht am 3. November 2011,  Kategorie(n): Sonstiges

Die Atomkraft ist profitabel, sauber und vor allem sicher. Dies sind die Gründe, mit denen die Befürworter der Kernenergie gerne auftreten und das erste Argument dürfte auch tatsächlich zutreffen. Zumindest für die großen Energieversorger und Betreiber der Atomkraftwerke. Schließlich wurde die Technologie durch den Steuerzahler ordentlich subventioniert und auch die Entsorgung wälzt man gerne auf den Staat ab. Früher war es allerdings noch viel einfacher, denn bis 1982 wurden der Atommüll einfach in Stahlfässern ins Meer gekippt. Mehr als 200.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktive Abfällen rosten deshalb im Nordostatlantik vor sich hin. Versenkt wurden sie von neun Staaten, darunter auch Deutschland, das diese Art der „Müllentsorgung“ sogar angestoßen hat.

In einem vertraulichen Sitzungsprotokoll aus dem Jahr 1962 der damaligen Bundesregierung (CDU/CSU und FDP), das den Reportern von Report Mainz vorliegt, wurde für das Versenken im Meer mit der Begründung geworben, dass die Kosten dieser endgültigen Beseitigung so am geringsten wären. Und trotz der riesigen Profite, welche die Atomkraft bis heute für die Betreiber abgeworfen hat, wird zusätzlich in dem Papier der Regierung die „Verwendung möglichst günstiger Behälter“ für die Versenkung der strahlenden Altlast empfohlen.

Heute ist man mit dem Wissen allerdings etwas weiter und so kann man sich fragen, ob vor den Küsten Europas nicht tausende Zeitbomben im Meer liegen. Darauf weist auch hin, dass in den Versenkungsgebieten u.a. Plutonium 238 in Wasserproben, im Sediment und in Fischen nachgewiesen wurde. Selbst Menschen, denen die Umwelt komplett egal ist, dürften sich zumindest einmal Gedanken darüber machen, dass die Radioaktivität über den Fisch und Meeresfrüchte am Ende auch auf ihrem Teller landet.

 
 
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Kategorie(n): Sonstiges
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