Veröffentlicht am 10. März 2010, Kategorie(n):Allgemein, 61 x gelesen
In der Europäischen Union (EU) leben aktuell rund 500 Millionen Einwohner und vier von fünf Europäern leben in Städten. Da der Großteil also in Städten oder Ballungsräumen lebt, kommen auf die städtischen Gebiete enorme ökologische Herausforderungen zu und Umwelt- und Klimaschutz muss in den Städten beginnen. Seit 2010 wird daher jedes Jahr eine europäische Stadt zur “Grünen Hauptstadt Europas” gewählt und mit dem Green Capital Award ausgezeichnet. Für den prestigeträchtige Titel hatten sich für 2010 und 2011 nicht weniger als 35 Städte beworben, aus denen die acht Finalisten Amsterdam, Bristol, Kopenhagen, Freiburg, Hamburg, Münster, Oslo und Stockholm ausgewählt wurden.
Alle diese Metropolen konnten die Jury durch ihre hohen Umweltstandards sowie ihre ehrgeizigen Ziele zur Entlastung der Umwelt und der nachhaltigen Stadtentwicklung überzeugen. Auch wenn der Titel “European Green Capital 2010″ im Februar an Stockholm und die Auszeichnung “European Green Capital 2011″ an Hamburg ging, können die Bewohhner aller finalen Städte sicherlich stolz sein. Aus diesem Grund sollen hier auch die acht Finalisten bei der Wahl zur Grünen Hauptstadt Europas 2010 und 2011 vorgestellt werden. Den Anfang macht Bristol, die achtgrößte Stadt Englands.
Veröffentlicht am 19. Februar 2010, Kategorie(n):Allgemein, 246 x gelesen
Detroit ist die größte Stadt im US-Bundestaat Michigan und Geburtsort des Massenautomobilbaus. Die glorreichen Zeiten sind allerdings lange vorbei, seit mit dem Niedergang der amerikanischen Automobilindustrie auch die ehemals blühende Industriestadt immer mehr verwaiste. Während um 1950 noch fast 2 Millionen Menschen in Detroit lebten, schrumpfte die Einwohnerzahl auf heute knapp 900.000. Massenhaft Häuser stehen leer, Fabrikhallen kämpfen mühsam gegen den Verfall und große und kleinere innenstadtnahe Grundstücke liegen verwaist und leergeräumt da. Trotz aller Bemühungen neue Wirtschaftszweige anzusiedeln, ist die Automobilbranche nach wie vor der Hauptindustriezweig, der allerdings immer weniger Menschen arbeit geben und ernähren kann. Während die meisten, die es sich leisten konnten einfach wegzogen, blieb der Unternehmer und Multimillionär John Hantz in Detroit und plant nun sogar, die Stadt komplett umzustrukturieren. Aus verlassenen Industriegrundstücken sollen fruchtbare Äcker werden, aus Grau soll Grün werden und aus Menschen ohne Arbeit sollen urbane Farmer mit einer blühenden Zukunft werden.
Veröffentlicht am 12. Februar 2010, Kategorie(n):Allgemein, 206 x gelesen
Auch wenn die Politiker auf dem Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember 2009 kläglich gescheitert sind, hat das Treffen doch für eine enorme Aufmerksamkeit für das Thema Klimaschutz gesorgt. Auch nach Einschätzung 44 unabhängiger Klima-Experten aus Wissenschaft und Forschung, Fachmedien, Organisationen und Politik ist das Interesse an Klimaschutz und Klimawandel im vierten Quartal 2009 deutlich gestiegen. Diese Ergebnisse sind in das Klima-Barometer der gemeinnützige co2online GmbH eingeflossen und fortan misst der Index quartalsweise das öffentliche Interesse an Klimaschutz und Klimawandel. Aufgrund des Kopenhagener Klimagipfels und den Berichten in allen Medien, lag der Indexwert im letzten Quartal bei 110 Punkten (Durchschnitt: 100 Punkte). Hierzu passen auch die Umfragen, dass die Mehrheit inzwischen den Prognosen zum Klimawandel glaubt oder sogar Schlimmeres erwartet.
Viele Verbraucher ändern ihr Verhalten nach dem gescheiterten Klimagipfel in Kopenhagen
Während in Kopenhagen um das große Ganze gestritten wurde, bevorzugen die meisten Verbraucher kleine und leicht durchzuführende Änderungen in ihrem täglichen Leben um damit Umwelt und Klima besser zu schützen. Gefragt nach dem direkten Einfluss des Klimagipfels auf ihr persönliches Verhalten, nannte die Mehrheit der Verbraucher Verhaltensmaßnahmen wie den verstärkten Kauf regionaler Lebensmittel, die verstärkte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder häufigeres Radfahren. Während der Kauf regionaler Produkte noch mit einem relativ geringen Kostenaufwand verbunden ist, lässt sich beim Fahrradfahren sogar Geld einsparen und etwas für die eigene Gesundheit tun. Und beides hat natürlich einen positiven Effekt auf die eigene CO2-Bilanz.
Veröffentlicht am 5. Februar 2010, Kategorie(n):Allgemein, 241 x gelesen
Die hohe Bevölkerungskonzentration in den Megastädten bzw. den Metropolregionen unserer Erde hat bisher überall zu einer ganzen Reihe von Problemen geführt: Elendsviertel ohne oder mit schlechter Infrastruktur, die Bebauung aller Freiflächen und ein Verkehrschaos, das stetig vor dem vollständigen Kollaps zu stehen scheint sind nur einige der negativen Folgen. Diese bringen unweigerlich auch dramatische Umweltprobleme mit sich und das Leben in Strassenschluchten ohne Rückzugsorte und Grünflächen, dafür aber mit einer von Abgasen geschwängerten Luft schlägt sich auch auf das Befinden und die Gesundheit der Bewohner nieder. Der Ballungsraum rund um Südkoreas Hauptstadt Seoul gehört zu den dichtbevökertsten der Welt und die Begriffe “Lebensqualität”, “Entspannung” oder “Umweltschutz” haben beim bisherigen Wachstum kaum eine Rolle gespielt. Für die mehr als 22 Millionen Menschen der Region planen Bürgermeister Oh Se Hoon und sein Berater Kim Ki Ho aber nun den Radikalumbau zur ersten grünen Megacity der Welt.
Foto: Cheonggyecheon in Seoul / von stari4ek
Bürgermeister Oh war vor seiner Zeit als Stadtoberhaupt ein renommierter Ökoanwalt und Mitglied der größten Umweltinitiative Seouls. Er wechselte nur die Seiten, nicht aber seine Überzeugung. Sein Berater Kim Ki Ho ist Professor für Stadt- und Raumplanung an der Universität Seoul und international gefragter Experte in diesem Bereich. Architektur und Stadtentwicklung studierte er übrigens im beschaulichen deutschen Aachen.
Veröffentlicht am 30. Januar 2010, Kategorie(n):Allgemein, 246 x gelesen
Obwohl sie sich im Internet in Foren und Kommentaren der großen Magazine meist in großer Zahl zu Wort melden, sind die radikalen Klimaskeptiker doch nur eine kleine Minderheit. Denn obwohl die Folgen des Klimawandels in Deutschland bisher noch nicht so dramatisch oder gar existenzgefährdent sind, wie in einigen Ländern Afrikas oder Asiens (siehe: Die zehn am schlimmsten betroffenen Opfer des Klimawandels), empfindet die große Mehrheit der Bürger in Deutschland und Europa dennoch große Besorgnis beim Gedanken an die enorm hohen und stetig wachsenden vom Menschen verursachten Emissionen. Auch der Zusammenhang mit der globalen Erwärmung und dem daraus resultierenden Klimawandel wird nur von wenigen komplett angezweifelt.
So ist das Ergebnis einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF Politbarometer im Dezember 2009 auch keine Überraschung: 78 Prozent der Befragten schätzen den Klimawandel inzwischen als (sehr) großes Problem ein.
Veröffentlicht am 22. Dezember 2009, Kategorie(n):Allgemein, 346 x gelesen
Für betroffene Unternehmen oder entlassene Miratbeiter wird es kein Trost sein, aber die Wirtschaftskrise hat auch positive Nebeneffekte: So ist der Energieverbrauch in Deutschland laut vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) im Krisenjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr um rund 6,5 Prozent kräftig gesunken. Hauptursache für den ungewöhnlich starken Abwärtstrend ist die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Vor allem die energieintensiven Grundstoffindustrien waren in besonderem Maße von der Krise betroffen und so ging der Energieverbrauch dort stärker zurück als das Bruttoinlandsprodukt. Energieverbrauch und Emissionen konnten somit auf das niedrigste Niveau seit Anfang der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts sinken.
Verbrauch von Mineralöl und Erdgas sinken um mehr als 5 Prozent
In 2009 sank der Verbrauch an Erdöl um 5,8 Prozent und erreichte den niedrigsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Trotzdem blieb Mineralöl mit einem Anteil von 34,6 Prozent am Gesamtverbrauch blieb weiter der mit Abstand wichtigste Energieträger in Deutschland. Verbraucht wurde sowohl weniger schweres Heizöl, Chemiebenzin und Schmierstoffe, leichtes Heizöl sowie Flugkraftstoffe. Der Verbrauch an Otto- und Dieselkraftstoffen für PKW und LKW ging allerdings nur zurück, da seit 2009 eine 50 Prozent erhöhte Beimischung von Bio-Kraftstoffen stattwand, die statistisch den erneuerbaren Energieträgern zugerechnet werden. Ohne Zumischung wäre der Absatz an mineralischen Kraftstoffen leicht angestiegen.
Der Erdgasverbrauch sank 2009 in Deutschland um 5,5 Prozent, wobei für den Rückgang nur die reduzierte Nachfrage der Industrie und der rückgängige Einsatz in Kraftwerken verantwortlich waren. Die privaten Haushalte steigerten ihren Verbrauch leicht infolge der deutlich niedrigeren Temperaturen im ersten Quartal. Der Anteil des Erdgases am Gesamtenergieverbrauch stieg leicht auf 21,7 Prozent.
Veröffentlicht am 19. Dezember 2009, Kategorie(n):Allgemein, Sonstiges, 640 x gelesen
Der lange geplante und weltweit mit kritischem Blick verfolgte Weltklimagipfel ist in der Nacht von Freitag zu Samstag als Katastrophe für unsere Erde zu Ende gegangen. Rund 30 Teilnehmerstaaten der UN-Klimakonferenz hatten sich bis zum Abend zwar auf ein - wenn auch völlig unverbindliches - Minimalabkommen geeinigt, dieses wurde aber in der Nacht von einiger Entwicklungs- und Schwellenländer abgelehnt. Der Konferenzleiter und dänische Ministerpräsident Rasmussen hatte daraufhin die Konferenzleitung abgegeben und die politische Erklärung wurde lediglich zur Kenntnis genommen.
Umweltschützer wie alle Menschen, die sich um die Zukunft ihrer Kinder und Kindeskinder sowie um eine gesunde Erde sorgen, sind vom katastrophalen Ausgang der Konferenz entsetzt. Nachdem die Konferenz wieder einmal gezeigt hat, dass im Rahmen der Politik nur die eigenen wirtschaftlichen Interessen (bzw. die der Lobbys im eigenen Land) im Vordergrund stehen, wird es nun erst recht wichtig, dass jeder Einzelne etwas tut und sein Konsumverhalten überdenkt. Denn ein Einzelner vermag vielleicht nicht viel auszurichten, Tausende, Hunderttausende oder gar Millionen von Konsumenten können mit Ihrem Verhalten aber sehr wohl die Richtung von Wirtschaft und Politik bestimmen.
Die folgende Liste soll ein paar Anregungen geben, was man persönlich tun kann. Vielleicht schon heute oder als guten Vorsatz für 2010:
Veröffentlicht am 18. Dezember 2009, Kategorie(n):Allgemein, 319 x gelesen
Auch am vorletzten Tag des Klimagipfels in Kopenhagen konnte noch kein Durchbruch erzielt werden und die Angst vor einem völligen Scheiterns des Weltklimagipfels wächst. Connie Hedegaard, Ministerin für die UN Klimakonferenz in Kopenhagen nannte das Treffen eine “Deadline” für das Klima und merkte an, dass die Zeit zum Handeln langsam aber sicher abläuft. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und der Britische Premierminister Gordon Brown riefen in Ihren Reden dazu auf, die Diskussionen zu stoppen und endlich zu handeln. Ein Scheitern des Klimagipfels wurde als Katastrophe für die Menschheit bezeichnet.
Währenddessen erklärte die Außenministerin der Vereinigten Staaten, Hillary Clinton, dass die USA im Rahmen einer Partnerschaft mit anderen Staaten versuchen werden, 100 Milliarden Dollar pro Jahr für die Klimahilfe ab 2020 bereit zu stellen. Allerdings würden die USA im Gegensatz für die Zahlungen von den Schwellen- und Entwicklungsländern völlige Transparenz hinsichtlich ihrer Emissionen fordern. China erklärte sich im Gegenzug dazu bereit, Auskunft über Details der Maßnahmen zur Reduzierung und Kontrolle der CO2-Emissionen zu geben und bewegte sich damit in die Richtung der Forderungen der USA.
Weitere aktuelle Informationen sind täglich unter en.cop15.dk nachzulesen (Englisch)
Veröffentlicht am 15. Dezember 2009, Kategorie(n):Allgemein, 235 x gelesen
Der bisher wichtigste Tag auf dem Klimagipfel in Kopenhagen ging mit überwiegend schlechter Stimmung zu Ende. Nach Berichten auf der offiziellen Internetseite von COP 15 befürchten inzwischen viele Teilnehmer ein Scheitern. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich am heutigen Dienstag besorgt über den Stand der Verhandlungen zum globalen Klimaschutz. Das größte Problem ist der Streit zwischen den Industrienationen und den Vertretern der ärmeren Länder und Schwellenländer.
Um ein Scheitern des am Freitag endenden Gipfels zu vermeiden rief UN Generalsekretär Ban Ki-moon die Vertreter aller Staaten dazu auf, mit den Schuldzuweisungen aufzuhören und sich einzig darauf zu konzentrieren, wie jedes Land soviel tun kann wie möglich.
Es gibt allerdings noch Hoffnung: Als erstes Schwellenland erklärte sich Südkorea heute dazu bereit, verbindliche Reduktionsziele zu akzeptieren. Südkorea hofft mit dieser Zusage eine Schlüsselrolle bei den Verhandlungen in Kopenhagen zu übernehmen und andere Länder zu Zugeständnissen zu bewegen.
Weitere aktuelle Informationen sind täglich unter en.cop15.dk nachzulesen (Englisch)
Veröffentlicht am 14. Dezember 2009, Kategorie(n):Allgemein, 258 x gelesen
Zeitgleich zum stattfindenden Klimagipfel der Vereinten Nationen (COP15) in Kopenhagen informiert Google in einem eigenen Bereich über den Klimawandel auf unserer Erde. Zu finden sind Videos zum Thema, Informationen über mögliche Maßnahmen zur Anpassung und Abschwächung der Auswirkungen sowie Touren für Google Earth. Mit letzteren kann man sich über die Vorhersagen zum Klimawandel von IPCC zu erkundigen.