Veröffentlicht am 9. Januar 2012, Kategorie(n):Solarenergie, Windkraft, 273 x gelesen
Noch wird die Energieversorgung von Deutschland und den meisten anderen Staaten der Welt von wenigen großen Energiekonzernen kontrolliert. Diese haben jahrzehntelang vor allem auf billige Atomenergie und Kohlekraft gesetzt, sich um die Auswirkungen auf Klima und Umwelt wenig Gedanken gemacht und vor allem damit Milliarden gescheffelt. Während die Auswirkungen eines Kohlekraftwerks wie etwa die Luftverschmutzung vor allem auch die unmittelbar in Nachbarschaft lebenenden Menschen betreffen, sehen sie von den Gewinnen meist nichts. Besonders profitieren hingegen (Groß)Investoren, Vorstände und Manager der Konzerne. Inzwischen formiert sich aber Widerstand in Form sogenannter Bürgersolarparks und Bürgerwindparks.
Veröffentlicht am 9. Dezember 2011, Kategorie(n):Windkraft, 561 x gelesen
Warum eigentlich nur auf immer größere Windkraftanlagen setzen, für die dann auch noch extra Türme gebaut werden müssen? Wenn die Energiewende gelingen soll, dann müssen alle Möglichkeiten zur sauberen Stromerzeugung ausgeschöpft werden und das Denken muss eingefahrene Bahnen verlassen. Die Freiburger Initiative “Free Energy” hat dazu eine besonders clevere Idee: Die Installation kleiner Windräder auf Strommasten. Schließlich stehen diese ohnehin zu Hunderttausenden herum und alleine mit Windkraftanlagen auf den 30.000 geeigneten Strommasten in Baden-Württemberg könnten zwei Atomkraftwerke ersetzt werden. Mitte September 2011 wurde die erste Testanlage installiert.
Das Fahren mit der Bahn gehört zwar bereits zu den umweltverträglichsten Arten zu Reisen - ist besser als Autofahren und deutlich umweltfreundlicher als Fliegen - dennoch geht es natürlich immer noch besser. Schließlich stammt ein Großteil des Stroms zum Antrieb der Züge aus dreckigen Kohlekraftwerken und Atomkraftwerken. Laut einer Studie, die das arrhenius-Institut für Energie- und Klimapolitik im Auftrag von Greenpeace erstellt hat, könnte die Deutsche Bahn ihren Strombedarf dabei bis zum Jahr 2030 auf 100% Okostrom aus Erneuerbaren Energien decken. Die Umweltschutzorganisation fordert daher einen radikalen Kurswechsel und vor allem Investitionen in Windkraftanlagen.
Die Deutsche Bahn deckt aktuell zwei Drittel ihres Strombedarfs aus Atom- und Kohlekraftwerken
“Die zaghaften Schritte der Bahn in Richtung Erneuerbare Energien sind bislang vor allem grüne PR”, erklärt Andree Böhling, Energie-Experte von Greenpeace. “Bahnchef Grube setzt auch nach Fukushima auf hochriskanten Atomstrom und klimazerstörende Kohle.” Ein großer Stein des Anstoßes ist vor allem die maßgebliche Beteiligung der Deutschen Bahn am Neubau des E.ON Kohlekraftwerks Datteln 4, das von Greenpeace als einer der größten Klimakiller Europas bezeichnet wird. Heute stammt mit 49% fast die Hälfte des Bahnstroms aus Braun- und Steinkohlekraftwerken, ebenfalls einen großen Anteil macht mit 15% Atomstrom aus Kernkraftwerken aus. “Wenn Herr Grube den Umweltschutz bei der Bahn nur halb so entschlossen betriebe wie die Tieferlegung deutscher Großbahnhöfe, könnte der Bahnstrom bereits 2030 vollständig grün sein”, gibt Böhling mit Blick auf das milliardenschwere Bauprojekt Stuttgart 21 zu bedenken.
Veröffentlicht am 26. November 2011, Kategorie(n):Windkraft, 436 x gelesen
Der Offshore-Windpark mit dem Namen “Sandbank 24″, der rund 90 Kilometer westlich der Insel Sylt bereits sauberen Strom erzeugt, wurde jetzt vom Energiekonzern Vattenfall gekauft und soll demnächst erweitert werden. Nach dem Ausbau, der ab Herbst 2012 unter der Beuzeichnung “Sandbank Extension” stattfinden soll, können die Windkraftanlagen in der Nordsee bis zu 576 Megawatt (MW) sauberen Strom für bis zu 500.000 Haushalte produzieren. An der Erweiterung von Sandbank 24 werden auch die Stadtwerke München beteiligt sein.
Veröffentlicht am 21. November 2011, Kategorie(n):Windkraft, 404 x gelesen
Technologien, mit denen man ohne die stetige Zuführung von nichtnachwachsenden Rohstoffen Strom erzeugen kann, werden heute als Erneuerbare Energien oder Regenerative Energien bezeichnet. Neben den der seit jeher genutzten Wasserkraft und Bioenergie wird in den letzten Jahren vor allem auf die Bereiche Windenergie und Solarenergie gesetzt. Obwohl die Solarstromerzeugung einen großen Teil der Fördermittel beansprucht, trug sie in Deutschland in 2010 aber gerade einmal zu 2 Prozent des Strommix (Bruttostromerzeugung) bei. Die Windenergie konnte im Gegensatz bereits 6,2 Prozent zum Strommix 2010 beitragen. Die Windkraft gilt deshalb als Erneuerbare Energie mit dem größten Potential und um über ihre Bedeutung aufzuklären hat der Bundesverband WindEnergie e.V. eine Broschüre mit 54 Seiten Informationen und Argumente für die Nutzung und den Ausbau der Windenergie veröffentlicht.
In der aktualisierten und erweiterten Ausgabe der BWE-Broschüre mit dem Namen “A bis Z - Fakten zur Windenergie” werden von Akzeptanz und neuen Arbeitsplätzen über das Thema Elektromobilität bis hin zu den Zielen der Energieversorgung wissenswerte Informationen und Argumente für die Nutzung und den Ausbau der Windenergie geliefert. Die interessantesten Fakten wurden hier zusammengefasst:
Veröffentlicht am 27. Oktober 2011, Kategorie(n):Solarenergie, Windkraft, 539 x gelesen
Windkraft und Solarenergie haben viele Vorteile: Wind und Sonnenschein sind kostenlos, sie verursachen keine Emissionen und es werden bei der Energiegewinnung auch keine begrensten Ressourcen verbraucht. Allerdings lässt sich die Produktionsmenge von Solar- und Windkraftanlagen im Gegensatz zu Atom-, Kohle- oder Gaskraftwerken bei Bedarf nicht einfach hochfahren und auch bei Windflaute, Nachts oder bei Wolken treten Probleme bei der Stromversorgung auf. Dementsprechend sind Windkraft und Solarenergie nicht dazu geeignet die Grundlast zu tragen, worauf Kritiker auch nicht müde werden hinzuweisen. In Kombination mit Speicherkraftwerken könnte dies allerdings anders aussehen und neben Pumpspeicherkraftwerken (Wasser) und Hybridkraftwerken (Wasserstoff) bietet sich vor allem die Speicherung der Energie in Form von künstlichem Methan an.
Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bereits Ende August 2011 berichtet hat, hat der Anteil der Erneuerbaren Energien am Strombedarf in Deutschland im ersten Halbjahr 2011 erstmals die 20-Prozent-Marke übersprungen. Nach ersten Schätzungen des BDEW wurden in diesem Zeitraum ganze 57,3 Milliarden Kilowattstunden sauberer Strom erzeugt, was 20,8 Prozent des deutschen Strombedarfs entspricht. Im Vergleich dazu waren es im ersten Halbjahr 2010 erst 50,4 Milliarden Kilowattstunden, was 18,3 Prozent des Strombedarfs entsprach.
Veröffentlicht am 8. August 2011, Kategorie(n):Windkraft, 998 x gelesen
Obwohl private Finanzinvestoren wie die Blackstone Group in 2005 vom damaligen SPD-Parteivorsitzenden, Franz Müntefering, öffentlich als “Heuschrecken” beschimpft wurden, investiert die Beteiligungsgesellschaft jetzt in Deutschlands Zukunft. Genauer gesagt in Deustchlands Energiezukunft und die Energiewende. Denn die mehrheitlich von Blackstone gehaltene WindMW GmbH gab Anfang August den Abschluß der Finanzierung des Projekts “Meerwind” bekannt. Meerwind ist der Name eines geplanten Offshore-Windparks mit 80 Windkraftanlagen und einer Leistung von 288 Megawatt, der rund 50 Kilometer vor der deutschen Küste in der Nordsee entstehen soll. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2013 geplant und der Windpark soll ab diesem Zeitpunkt rund 400.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen und pro Jahr etwa eine Million Tonnen CO2 einsparen.
Veröffentlicht am 19. Juli 2011, Kategorie(n):Windkraft, 930 x gelesen
Wie das Online-Portal Treehugger mit Hinweis auf die aktuell veröffentlichten Zahlen des U.S. Department of Energy (DOE) berichtet, hat sich die in 2010 in den USA installierte Windkraftleistung als Prozentsatz der gesamten neuen Stromerzeugungskapazitäten von 43% in 2008 und 42% in 2009 fast halbiert und liegt nur noch bei 25%. Obwohl Barack Obama die Energiewende in den USA versprochen hatte, scheint diese wohl noch auf sich warten zu lassen. Vor allem auch, da der Anteil der neuen Stromerzeugung aus Kohlekraftwerken sogar zugenommen hat.
Die Erneuerbaren Energien wie Windkraft oder Solarenergie haben viele Vorteile vor Kohle- oder Atomstrom: Der Einsturz einer Anlage zieht keine nukleare Katastrophe nach sich, sie stoßen weder CO2-Eimissionen noch andere Schadstoffe aus und sind nach der Inbetriebnahme völlig unabhängig von steigenden Rohstoffpreisen wie Erdöl oder Erdgas. Allerdings haben sie auch einen großen Nachteil und dieser liegt in der naturgegebenen Schwankung der Produktionsmenge und der Tatsache, dass man die produzierte Strommenge nicht einfach kurzfristig erhöhen oder senken kann. Da der Bedarf aber je nach Tageszeit ebenfalls sehr unterschiedlich ist und der Wind nicht gerade zu Zeiten der Spitzenlast weht und die Sonne scheint, ist die Entwicklung von Konzepten zur Speicherung der Energie der Knackpunkt für das Gelingen der Energiewende. Ein interessantes Konzept sind die Green Power Islands von Gottlieb Paludan Architects.