Veröffentlicht am 7. Dezember 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 430 x gelesen
Anfang Dezember 2011, als zum selben Zeitpunkt mehr als 20.000 Delegierte aus aller Welt in Durban beim Weltklimagipfel über den Schutz unserer Erde beraten, hat der brasilianischen Senat die Welt damit geschockt, dass er das bisher geltende Waldschutzgesetz des Landes aushebeln will. Laut dem WWF bereitet die Kammer damit den den Weg für die Zerstörung von 76,5 Millionen Hektar Regenwald vor - einer Fläche mit den Ausmaßen von Deutschland, Österreich und Italien zusammen. Im Senat 59 der Reform des Gesetzes zu, während es nur 8 Gegenstimmen gab. Nach offiziellen Angaben der brasilianischen Regierung würde die durch das neue Forstgesetz ermöglichte Zerstörung des Regenwaldes das Weltklima mit bis zu 28 Milliarden Tonnen CO2 zusätzlich aufheizen. Das entspräche etwa dem Treibhausgassaustoß von Deutschland in drei Jahrzehnten.
Veröffentlicht am 23. Mai 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 893 x gelesen
Gestern, am 22. Mai 2011, war der Internationale Tag der biologischen Vielfalt, den die Vereinten Nationen zur Erinnerung an den Erhalt der Biodiversität ernannt haben. Die Zerstörung von Ökosystemen und die Reduzierung der Artenvielfalt durch den Menschen gehen indes aber weiter, was der WWF mit seinem aktueller Wald-Index belegt. Die traurigen Ergebnisse: Ein Drittel aller Wälder sind vernichtet, obwohl sie als die artenreichsten Lebensräume an Land gelten, die Lebensgrundlage für 1,6 Milliarden Menschen stellen und das Klima stabilisieren indem sie riesige Mengen CO2 speichern.
Foto: Klima-Wandel.com
Insgesamt sollen laut dem aktuellen Wald-Index der Umweltschutzorganisation noch etwa 4 Milliarden Hektar unserer Erde mit Wäldern bedeckt sein. Innerhalb der vergangenen 8.000 Jahre seien damit bereits rund 35 Prozent der Wälder verschwunden und heute würde pro Jahr die Rekordfläche von 13 Millionen Hektar vernichtet. Damit würden pro Jahr Waldflächen einer Größenordnung zerstört, die zusammen der Größe von Griechenland entsprechen.
Veröffentlicht am 10. Mai 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 875 x gelesen
Die Wälder unserer Erde sind Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten, speichern riesige Mengen CO2 und sind daher auch lebenswichtig für das gesamte Weltklima. In seiner Gier nach Rohstoff für die Papierindustrie, Platz für den Anbau von Nachrungs- oder Energiepflanzen und die Aufzucht von Nutztieren vernichtet der Mensch allerdinngs weltweit Waldflächen in der Größe von 35 Fußballfeldern - und zwar pro Minute! Organisationen wie der WWF wollen die Zerstörung zumindest begrenzen und im Jahr der Wälder haben sich prominente Unterstützer für den Waldschutz gefunden: Mit dabei sind Jürgen Vogel, Sami Khedira, Benno Fürmann, Clueso, Christian Berkel, Anna Maria Mühe, Babett Peter, Sarah Wiener, Sarah Kuttner, Enie van de Meiklokjes und Palina Rojinski.
Veröffentlicht am 10. Februar 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 994 x gelesen
Die Produktion von Palmöl wurde in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet, da die Nachfrage sowohl als Nahrungsmittel oder Bestandteil von Nahrungsmitteln zugenommen hat, vor allem aber auch die Verwendung als Kraftstoff in vielen Ländern massiv zugenommen hat. Da viele Regierungen in dem Öl aus nachwachsenden Früchten eine gute Möglichkeit gesehen haben, Emissionen zu senken, ohne dass die eigene Bevölkerung ihr Energie- und Mobilitätsverhalten ändern muss, haben Unternehmen wie Neste Oil oder Golden Agri-Resources natürlich auch die Anbaugebiete ausgeweitet. Eine Erhöhung des Bio-Ethanol Anteils im Superbenzin für Europa ohne Nachhaltigkeitskriterien oder Palmöl im Kerosin von Lufthansa & Co. haben daher zum Nebeneffekt gehabt, dass riesige Flächen Regenwald für den Anbau der Ölpalmen gerodet wurden.
Veröffentlicht am 28. Januar 2011, Kategorie(n):Auto und Verkehr, 1,717 x gelesen
Gut gemeint ist nicht immer gut für unsere Erde: Das zumindest könnte das Fazit sein, das Greenpeace aus dem aktuellen Pilotprojekt der Lufthansa mit Bio-Kerosin zieht. Hintergrund ist, dass der Biosprit für die Flugzeuge vor allem aus Palmöl des Lieferanten Neste Oil stammt, der für seine Produktion international stark in der Kritik steht. Denn obwohl das ins Kerosin gemischte Palmöl ja in erster Linie die Emissionen senken und kostbares Erdöl sparen helfen soll, müssen die Ölpalmen auch irgendwo angebaut werden.
Foto: Wakx (flickr)
Bei stetig steigender Nachfrage nach Palmöl ist der nachhaltige Anbau ab einer gewissen Kapazität aber gar nicht mehr möglich. Die Folgen sind, dass z.B. in Südostasien großflächig Regenwälder abgeholzt werden, um die Landflächen dann für die Plantagen der Ölpalmen zu nutzen. Damit wird nicht nur ein unersetzbares Ökosystem zerstört und der Lebensraum gefährdeter Tiere und Pflanzen vernichtet, sondern auch das Gegenteil des gutgemeinten Ziels erreicht. Denn durch das Roden des Regenwalds, häufig sogar per Brandrodung, wird sehr viel CO2 freigesetzt und kann auch in Zukunft nicht mehr in Form der Bäume, Wiesen und Sträucher gespeichert werden.
Veröffentlicht am 6. Januar 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 969 x gelesen
Das vergangene Jahr war das “Internationale Jahr der Artenvielfalt“, wobei vor allem auf den global rasant fortschreitenden Verlust der biologischen Vielfalt von Tieren und Pflanzen aufmerksam gemacht werden sollte. Das gerade begonnene Jahr 2011 wurde von den Vereinten Nationen zum “Internationalen Jahr der Wälder” erklärt, womit auf die besondere Bedeutung der Wälder beim Klimaschutz, der Artenvielfalt und auch als Erholungsgebiete für den Mensch hingewiesen werden soll. Denn nicht umsonst bezeichnet man z.B. den tropischen Regenwald als “Grüne Lunge” der Erde, da die Bäume und Pflanzen beim Wachsen klimaschädliches CO2 speichern und in den für uns lebensnotwendigen Sauerstoff umwandeln. Mit der rasenden Abholzung der Wälder für Viehzucht, Landwirtschaft, den Anbau von Energiepflanzen oder die Holzindustrie gefährdet der Mensch das Gleichgewicht auf der Erde also gleich in vielfacher Weise.
Veröffentlicht am 20. Mai 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 1,962 x gelesen
Kanada ist von riesigen Wäldern bedeckt, die auch zu den wichtigsten natürlichen Ressourcen der kanadischen Wirtschaft gehören. War das Holz Anfangs vor allem als Baumaterial begehrt, ist der größte Abnehmer seit den letzten Jahrzehnten die Papierindustrie. Da der weltweite Bedarf an Papier stetig steigt und sich die beteiligten Unternehmen in Kanada bisher wenig bis gar nicht um nachhaltige Forstwirtschaft gekümmert haben, sind Großteile der von ihnen genutzten Waldflächen heute nicht mehr intakt. Satellitenbilder deckten sogar Kahlschlagflächen größer als Berlin auf. Dabei ist der Urwald Kanadas nicht nur Heimat des Karibu, dem Symboltier auf der kanadischen 25-Cent-Münze, sondern er formt auch zusammen mit den Wäldern Skandinaviens, Russlands und Alaskas das größte Waldökosystem auf der nördliche Hemisphäre.
Auf Druck von Greenpeace und weiteren Nichtregierungsorganisationen gibt es aber nun einen Lichtblick, denn kürzlich wurde das größte Wald-Abkommen in der kanadischen Geschichte geschlossen. Das Waldmoratorium sieht vor, dass die Unternehmen auf einer Fläche fast so groß wie Deutschland in den nächsten drei Jahren auf jeglichen Holzeinschlag verzichten. Dann könnte sich selbst der Bestand des gefährdeten Rentiers wieder erholen. In dem dreijährigen Prozess sollen gleichzeitig Konzepte erarbeitet werden, wie die 72 Millionen Hektar borealer Wald in geschützte Flächen umgewandelt und eine ökologisch nachhaltige Forstwirtschaft eingeführt werden kann.
Veröffentlicht am 25. Januar 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 1,329 x gelesen
Die Zerstörung der grünen Lunge unserer Erde schreitet in einem erschreckenden Tempo voran: In jeder Minute wird Schätzungen zufolge Regenwaldes von der Fläche von 36 Fußballfeldern oder noch mehr durch Abholzung und Brandrodung vernichtet. Meist für die Papierproduktion oder um die Fläche für kurze Zeit landwirtschaftlich zu nutzen und dann einfach das nächste Stück Regenwald abzuholzen. Dabei sind die Regenwälder nicht nur enorm wichtig für das Klima auf der Erde sondern auch die artenreichsten Gebiete unseres Planeten. Warum wird also so wenig dagegen getan? Vielleicht weil der Regenwald für viele doch einfach zu weit weg ist, das Ausmaß der Zerstörung zu abstrakt? Das folgende Video mit dem Titel “Unchopping a Tree” von Maya Lin zeigt einen Aufruf, der den Menschen in der westlichen Welt das Problem näher bringen soll.
Veröffentlicht am 24. Mai 2009, Kategorie(n):Allgemein, 1,040 x gelesen
Kraftwerke, Heizen, Industrie, Elektrogeräte, Autos, Flugzeuge und neuerdings auch Computer sowie IT und Internet im Allgemeinen. So oder so ähnlich liest sich fast jede Liste, welche die Ursachen und Faktoren für den steigenden CO2-Gehalt der Atmosphäre und damit den Klimawandel aufführt. Die Abholzung der Regenwälder wird im Gegensatz dazu oft eher mit den Begriffen “Naturschutz” oder “Umweltschutz” in Verbindung gebracht. Dabei ist die Abholzung oder Rodung von Waldflächen eine der Hauptursachen für die globale Erwärmung. Ca. 17 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen lassen sich darauf zurückführen, das ist mehr, als alle Autos, Flugzeuge und weitere Verkehrsmittel weltweit zusammen ausstoßen.
In einem aktuellen Interview des stern (Heft 21/2009) spricht der britische Thronfolger Prinz Charles mit Redakteurin Cornelia Fuchs über seine Sorge um die Zukunft unserer Erde, seinen Kampf gegen die Abholzung der Regenwälder und sein neues Umweltschutz-Projekt. Neben dem Interview zeigt stern diese Video-Botschaft, in der sich Prinz Charles für den Regenwald stark macht.