Über die als “Umweltprämie” deklarierte Abwrackprämie zur Ankurbelung der Automobilwirtschaft wurde auf Klima-Wandel.com ja bereits einiges geschrieben. Auch der Vorschlag vom Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), dass man stattdessen lieber in neue Heizungen investieren sollte, wurde vorgestellt. Immerhin würde solch ein Konjunkturprogramm sowohl deutschen Unternehmen wie auch lokalen Handwerksfirmen und der Umwelt zugute kommen.
Auf den Seiten von Bündnis 90 / Die Grünen wurde jetzt der Vorschlag vom Verkehrsclub Deutschland vorgestellt, der fordert, dass auch Nicht-Autofahrer belohnt werden sollen. Statt nur Geld für CO2-Schludern auf vier Rädern zu verteilen sollen auch wirklich umweltfreundliche Verkehrsmittel gefördert werden. “Neue Räder braucht das Land!” ist das Motto und da für sollten doch bei einem Etat von insgesamt 1,5 Milliarden Euro für neue Autos auch noch ein paar Euro übrig sein.
Quelle: Neue Räder braucht das Land! Umweltprämie jetzt!
Veröffentlicht am 28. Februar 2009,
Kategorie(n): Gebäude, 2,056 x gelesen
Die Abwrackprämie für Altautos sollte die Wirtschaft ankurbeln und das Klima entlasten. Klar ist bereits, dass sie - zumindest für die Autohersteller - ein riesen Erfolg ist. Der Umwelt und dem Klima hilft die Abwrackprämie aber nicht wirklich, da sie nicht an den Verbrauch des geförderten Neufahrzeugs gekoppelt ist. Des weiteren stellt sich natürlich die Frage, weshalb die Automobilbranche in einem marktwirtschaftlichen System bevorzugt behandelt wird. Völlig zu Recht fordert daher auch der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), Michael von Bock und Polach, ein staatliches Konjunkturprogramm für den Austausch alter Heizkessel.
Laut dem von Bock und Polach arbeiten zur Zeit in Deutschland lediglich zwölf Prozent aller Heizungsanlagen umweltschonend und energieeffizient und laut einer aktuelle Emnid-Umfrage würde knapp die Hälfte der Eigenheimbesitzer in Deutschland in moderne Heiztechnik investieren wenn es eine Abwrackprämie für technisch veraltete Heizungen geben würde. Damit könnten nicht nur jährlich rund zehn Millionen Tonnen C02 eingespart werden und die Abhängigkeit von ausländischen Gas- und Öl-Lieferanten reduziert werden sondern es würden vor allem auch deutsche Unternehmen wie Vaillant, Viessmann oder Buderus und lokale Handwerksfirmen profitieren. Es wäre also wirklich eine sinnvolle Konjunkturmaßnahme, die das Siegel “Umweltprämie” verdient hätte.
Quelle: Energie - Abwrackprämie für alte Heizkessel
Veröffentlicht am 24. Februar 2009,
Kategorie(n): Auto und Verkehr, 2,544 x gelesen
Die Bundesregierung um Kanzlerin Merkel nennt ihre Abwrackprämie für Altautos gerne auch “Umweltprämie“. Denn dadurch bekommt der Steuerzahler und Wähler suggeriert, dass es sich bei der Abwrackprämie nicht nur um eine Steuerverschwendung in Milliardenhöhe handelt, die allerhöchstens einen kurzfristigen positiven Effekt für die Autohersteller hat. Der Umwelt schadet die Abwrackprämie erst einmal, da die Produktion eines neuen Fahrzeugs sehr viele Ressourcen und Energie verbraucht und natürlich auch CO2-Emissionen erzeugt. Wäre die Auszahlung der 2.500 Euro Prämie daher wenigstens an spezielle Umweltkriterien wie einen geringen Spritverbrauch oder einen geregelten Partikelfilter für Dieselfahrzeuge geknüpft, würde das die Umwelt- oder Klimabilanz in den nächsten Jahren zumindest wieder verbessern.
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