Bis vor kurzer Zeit galt Biosprit aus Raps, Mais und anderen Pflanzen als DIE Lösung für das Treibstoffproblem. Die pflanzlichen Energiespeicher würden massenhaft angebaut, geerntet und zu Biosprit verarbeitet werden. Doch die Probleme begannen schon beim Anbau. Es tauchten immer mehr Nachrichten auf, die die gestiegene Nachfrage nach Bioenergie für steigende Lebensmittelpreise und Hunger in armen Ländern (mit)verantwortlich machten. Natürlich ist es aus ökologischer Sicht nicht vertretbar, dass die Produktion von Treibstoff für unsere Autos in Konkurrenz zu kostbaren Ackerflächen für Nahrungsmittel steht. Daher wird zur Zeit fieberhaft nach anderen Alternativen geforscht.
Hier könnte möglicherweise die Mikroalgen-Kulturtechnik ihre Vorteile ausspielen, denn einige der Einzelleralgen können wegen ihres Ölgehaltes als Quelle für Biodiesel dienen und aus anderen kann Ethanol gewonnen werden. Besonders praktisch ist, dass Algen ohne großen Flächenbedarf gezüchtet werden können und sie zum Wachsen sogar Abgase von Kohlekraftwerken nutzen können. Allerdings würden hierfür noch weit größere Anlagen benötigt, als die größte Algenproduktionsanlage, die zur Zeit in der Nähe von Potsdam in Deutschland steht.
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Wie man heute im Artikel “Biodiesel - Algen im Tank” von Gerd Pfitzenmaier auf FOCUS-Online lesen konnte, erprobt der Texaner Glen Kertz mit seinem Unternehmen Valcent Products die Produktion von Biodiesel mit Hilfe von Algen. Denn diese erzeugen neben O2 ein hochwertiges Pflanzenöl, welches bis zu 50% ihres Trockengewichts ausmacht und der Grundstoff für Biodiesel ist. Die Gewinnung von Treibstoff aus Algen wäre sicherlich der Gewinnung von Spritersatz aus Lebensmitteln (Raps, Mais, etc.) vorzuziehen. Ausserdem sprechen laut Kertz noch weitere Argumente für diese Alernative: “Wir brauchen wenig Land und können auf den Einsatz von Düngern, Pestiziden oder schweren Landmaschinen, die selbst wieder Energiefresser sind, völlig verzichten.”
Zum Artikel auf FOCUS-Online