Veröffentlicht am 19. August 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 690 x gelesen
Der Aufruf an Obama und die US-Regierung, die großen Energiekonzerne im besonders empfindlichen Ökosystem der Arktis nicht nach Öl bohren zu lassen, kam diesmal nicht von einer Umweltschutzorganisation, sondern von der rennomierten New York Times. Die Republikanerin Michele Bachmann ist bereits mit der besonders populistischen Ankündigung in den Wahlkampf gezogen, dass sie vor allem den Benzinpreis wieder unter 2 US-Dollar drücken und dazu auch die Arktis nach Öl ausbeuten lassen will. Als der Tea-Party-Bewegung nahe stehende Politikerin scheint sie weder an die Begrenztheit von Erdöl noch an die Auswirkung des Verbrennens von Öl zu glauben. Stattdessen sieht sie das Recht der Amerikaner auf ein möglichst großes und benzinschluckendes Auto wohl als gottgegeben.
Veröffentlicht am 23. Juni 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 1,070 x gelesen
Angesichts des gigantischen Ausmaßes der Deepwater Horizon Katastrophe und der immer noch ungelösten Frage, wie man nach mehr als zwei Monaten (!) das tägliche Austreten von Unmengen an Erdöl verhindern kann, hatte US-Präsident Barack Obama per Eilentscheidung alle Bohrungen im Golf von Mexiko für sechs Monate gestoppt. Nun hat ein Bundesgericht in New Orleans - zur Freude der Ölkonzerne und dem Entsetzen aller Umweltschützer und wahrscheinlich der meisten Menschen - diesen Stopp aufgehoben. Die NOIA, die nationale Organisation der Offshore Industrie der USA, feierte diesen Sieg gestern bereits in einer Pressemeldung. Allerdings will die Amerikanische Regierung gegen das Urteil in Berufung gehen.
Aber niccht nur für die US-Richter gilt wohl der Grundsatz, dass Umwelt und Natur zweitrangig sind und damit hinter den wirtschaftlichen Interessen anzustehen haben. Auch Grönlands Premierminister Kuupik Kleist machte diesen Standpunkt für sein Land klar und bestätigte, dass er Ölexplorationsbohrungen in bis zu 2.000 Meter Tiefe vor der Arktis genehmigt habe. Selbst mit dem Wissen, dass diese in noch größerer Tiefe (2.000 Meter) und in einem wahrscheinlich noch sensibleren Ökosystem stattfinden sollen, erscheint ihm das gewaltige Risiko durch das Wirtschaftswachstum gerechtfertigt.
Veröffentlicht am 26. April 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 1,413 x gelesen
Den Polargebieten kommt beim Klimawandel eine besondere Bedeutung zu, da sich die Regionen der Antarktis und Arktis besonders schnell erwärmen. Die Temperatur der Arktis stieg in den letzten Jahren sogar doppelt so stark wie die der Erde im globalen Mittel, was die Polar- und Meereis-Forschung zu einem so wichtigen Gradmessser für die globalen Klimaveränderungen macht. Mit der Verleihung des “Bayer Climate Award 2010″ wurde Professor Peter Lemke für seine jahrzehntelange Arbeit und seine grundlegenden und wegweisenden Beiträge zum Zusammenhang von Meereis und Klima geehrt. Der international führende Polarforscher erhielt die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung der “Bayer Science & Education Foundation” am 22. April 2010 aus den Händen von Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, in einer Feierstunde mit rund 300 Gästen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft in Berlin.
Veröffentlicht am 3. September 2009, Kategorie(n):Allgemein, 2,509 x gelesen
Laut der aktuellen Studie “Arktische Rückkopplungen: Auswirkungen auf das globale Klima” erwärmt sich das Klima in der Arktis fast doppelt so schnell wie im Rest der Welt. Da die Arktis wie eine natürliche Klimaanlage für die Nordhalbkugel funktioniert, warnt der WWF nicht nur vor einer lokalen Katastrophe sondern vor Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse vieler Menschen und Tiere.
Veröffentlicht am 4. Juni 2009, Kategorie(n):Allgemein, 2,371 x gelesen
Morgen ist es wieder soweit: Am 5. Juni 2009 feiern über 150 Staaten zum 38ten Mal den Tag der Umwelt. Der “World Environment Day” wurde 1972 am Eröffnungstag des ersten Weltumweltgipfels in Stockholm offiziell vom United Nations Environment Programme (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) ins Leben gerufen. Um auf die Dringlichkeit hinzuweisen, unsere Erde zu schützen, wird in diesem Jahr der Film “Home” von Yann Arthus-Bertrand und Luc Besson in über 50 Ländern gleichzeitig die Erstausstrahlung stattfinden. Als weitere Premiere wird er über die verschiedendsten Medien zu sehen sein: Im Kino, im Fernsehen und im Internet. Für die richtige Einstimmung sorgt dieser Trailer:
Veröffentlicht am 26. November 2008, Kategorie(n):Sonstiges, 1,717 x gelesen
Als eines der ersten Unternehmen unterstützt Panasonic die Arbeit des World Wildlife Fund (WWF) in der Arktis. Das internationale Arktis-Programm des WWF basiert auf einer neuen Herangehensweise, um das Verständnis für die Bedeutung der Arktis zu fördern und den Schutz der Region zu steuern. Dafür wurden vier Ziele festgelegt:
Die globalen Folgen des arktischen Klimawandels zu kommunizieren
Sicherzustellen, dass die arktische Biosphäre kein neuer Ort der
Ausplünderung kohlenstoffhaltiger Ressourcen wird
Beseitigen zusätzlicher Belastungen für die Umwelt, die durch nicht-nachhaltige, ausbeuterische Aktivitäten entstehen
Einführung einer staatlichen Steuerung, die die Ökosysteme und Arten in der Arktis für spätere Generationen schützt
Yoshiiku Miyata, CEO bei Panasonic Europa sagte dazu: „Das Arktis-Programm des WWF ist ein wichtiges Projekt und wir sind stolz darauf, daran mitwirken zu dürfen. Dieses Engagement unterstreicht eine unserer beiden Geschäftsvisionen – die „Koexistenz mit der globalen Umwelt“ – und steht damit im Zusammenhang mit unserem anhaltenden Einsatz im Umweltschutz.“
Veröffentlicht am 19. März 2008, Kategorie(n):Allgemein, 5,420 x gelesen
Neben immer heftigeren und immer häufigeren Unwettern, Stürmen und Überschwemmungen bringt der Klimawandel eine weitere Katastrophe mit sich: Das Schmelzen der Gletscher und des ewigen Eises am Nordpol.
Eine Untersuchung des Gletscherüberwachungszentrums der Universität Zürich habe ergeben, dass die Gletscher zwischen den Jahren 2004/2005 und 2005/2006 doppelt so schnell wie bisher geschmolzen seien, teilte ein Unep-Sprecher in Nairobi mit. Das Institut habe weltweit fast 30 Gletscher in sieben Gebirgszügen untersucht. “Die Zahlen sind Teil eines sich beschleunigenden Trends, bei dem kein Ende abzusehen ist”, warnte Wilfried Häberlie, der Direktor des Gletscherinstituts.
Unep-Direktor Achim Steiner erinnerte an die Bedeutung der Gletscher als natürliche Wasservorräte. “Millionen, wenn nicht Milliarden Menschen hängen unmittelbar von ihnen ab”, betonte er. Der Klimawandel sende viele Alarmsignale aus. “Die Gletscher sind unter denen, die besonders laut sind, und jeder sollte aufmerken und hinhören.”