Veröffentlicht am 14. März 2011, Kategorie(n):Allgemein, 1,466 x gelesen
Ebenfalls im Frühjahr ereignete sich vor 25 Jahren die Katastrophe von Tschernobyl, in der als es im dortigen Atomkraftwerk zu einer Kernschmelze und Explosion kam. Wind, Wetter und Wolken verteilten damals den radioaktiven Fallout über weite Teile Europas und schließlich über die gesamte nördliche Halbkugel, wobei die verschiendenen Regionen unterschiedlich hoch belastet wurden. Nun müssen die Japaner nicht nur um die tausenden Opfer des Erdbebens trauern, um verstorbene und vermisste Familienmitglieder und Freunde sowie über die Zerstörung ihrer bis heute aufgebauten Existenz, sondern sie müssen zudem den Super-GAU im Kernkraftwerk Fukushima fürchten.
Veröffentlicht am 27. Oktober 2010, Kategorie(n):Solarenergie, 1,347 x gelesen
Bereits im März wurde im Artikel “Die Lüge von teurem Solarstrom und günstigem Atomstrom” darauf hingewiesen, dass das Märchen von unbezahlbarem Ökostrom bzw. genauer Solarstrom vor allem durch die Lobbyisten der Atom- und Kohlekraftwerke verbreitet wird. In den Massenmedien und Stammtischgesprächen ist der Schuldige dann schnell ausgemacht: Die Gutmenschen, Umweltschützer und ihre Erneuerbaren Energien. Dabei sollte man die Zahlen einmal genauer betrachten:
In 2008 kostete die Förderung von Solarstrom 2,2 Milliarden Euro - pro Haushalt gerade einmal 55 Euro pro Jahr bei 40 Mio. Haushalten
Der Steinkohlebergbau wurde in Deutschland im Jahre 2008 mit etwa 2 Milliarden Euro Subventionen vom Bund gefördert
Im Steinkohlebergbau sind noch etwa 25.000 Mitarbeiter beschäftigt, in der deutschen Solarbranche arbeiten 60.000 Menschen
Alleine die Sanierung des maroden Atommülllagers Asse wird voraussichtlich rund 2 Milliarden Euro kosten
Laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung hat den Bund die Förderung der Atomenergie bisher mehr als 40 Milliarden Euro gekostet
Veröffentlicht am 21. Oktober 2010, Kategorie(n):Allgemein, 1,158 x gelesen
Während im Juli und August diesen Jahres Pakistan von einigen der schlimmsten je erlebten Überschwemmungen betroffen war, in denen mehr als 1.700 Menschen den Tod fanden und Millionen obdachlos wurden, hatte gleichzeitig Russland mit extremer Hitze und großflächigen Wald- und Torfbränden zu kämpfen. Und obwohl die beiden Regionen nicht die einzigen waren, die von extremen Wetterphänomenen heimgesucht wurden, ging das öffentliche Interesse am Thema Klimaschutzim dritten Quartal 2010 erneut zurück. Der Index des aktuellen Klima-Barometers, das die gemeinnützige co2online GmbH vierteljährlich im Rahmen der Kampagne “Klima sucht Schutz” veröffentlicht, fiel im dritten Quartal 2010 von 56 auf 55 Punkte. Für den erneuten Rückgang war vor allem die nachlassende Medienberichterstattung, einer der vier Indikatoren die den Index bilden, verantwortlich.
Grafik: Klima sucht Schutz / gemeinnützige co2online GmbH
Veröffentlicht am 10. September 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 1,078 x gelesen
Während sich die Politikerinnen und Politiker der Regierungskoalisation gegenseitig auf die Schulter klopfen und sich entgegen jedem gesunden Menschenverstand zu der “gelungenen” Einigung mit den vier großen Energiekonzernen beglückwünschen, sieht die Meinung in der Bevölkerung dazu gänzlich anders aus. Denn während das Geschenk der längeren Laufzeiten an die AKW-Betreiber den Bürgerinnen und Bürgern als notwendig und sinnvoll für den Übergang zur Stromerzeugung mittels erneuerbarer Energien verkauft werden soll, wurde die Politik dahinter längst durchschaut. Immer mehr Fakten kamen ans Licht, die alle der Absicherung der Milliardengewinne der Konzerne gelten und nicht etwa dem Schutz der Bevölkerung oder gar der Umstellung hin zu einer sauberen Stromerzeugung. Bestes Beispiel dafür sind die Obergrenzen, die am Ende bei nicht einmal der Hälfte der geforderten Summe zur besseren Sicherung von Atomkraftwerken gegen Terroristen liegt.
Gegen eine Politik, die einzig der maximalen Gewinnabschöpfung durch vier Energiekonzerne dient, ruft der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zusammen mit anderen Organisationen und Initiativen zu Großdemonstration auf. Sie kritisierren aufs schärfste, dass es in Deutschland noch nie eine Bundesregierung gegeben habe, die sich so den Interessen einer bestimmten Branche der Wirtschaft unterworfen hat. Die Entscheidung, Atommeiler im Durchschnitt zwölf Jahre länger betreiben zu lassen als bisher vorgesehen, stärke das Oligopol der vier großen Energieunternehmen, die 80 Prozent des Strommarktes beherrschten. Zudem gefährdert sie die Fortschritte im Bereich der erneuerbaren Energien und ist keinesfalls günstiger (Tipp: Die Lüge von teurem Solarstrom und günstigem Atomstrom).
Veröffentlicht am 17. März 2010, Kategorie(n):Solarenergie, Sonstiges, 2,528 x gelesen
Bereits seit Jahren betreiben einige Politiker und Menschen in diesem Land Stimmungsmache gegen die Erneuerbaren Energien und insbesondere gegen Solarstrom auf Stammtischniveau. Besonders in den Kommentaren und Diskussionen auf den Homepages der großen Magazine und Zeitungen wie Focus Online oder Welt Online wird dies oft deutlich. Dort fordern unter jedem Artikel, der irgendwie mit Öko- oder Solarstrom zusammenhängt einige ewig Gestrige, stets den Stopp der Solarförderung und den Ausbau der Kernenergie. Die Maßnahmen der Schwarz-Gelben Bundesregierung dürften ihnen wahrscheinlich nicht einmal weit genug gehen. Denn die Förderung neuer Solaranlagen auf Dächern wird vom 1. Juli 2010 an nur um 16 Prozent gekürzt werden. Auf Ackerflächen wird sie dafür aber komplett eingestellt.
Während die Forderung nach einer Senkung der Solarförderung aufgrund der deutlich gesunkenen Anschaffungspreise von Solaranlagen aus Sicht der meisten Experten richtig ist, grenzt der Glaube an den guten und günstigen Atomstrom allerdings an Verblendung. Während die Förderung von Windkraft oder Solarenergie in Deutschland von jeher im Kreuzfeuer der Kritik steht, wird über die verborgenen Subventionen von Atomstrom geschwiegen. Denn während sich die Fördersumme für sauberen und sicheren Strom im Jahr 2008 auf 4,3 Milliarden Euro für alle Erneuerbaren Energien und rund 2,2 Milliarden Euro für Solarstrom belief, wird nach Schätzungen alleine die Sanierung des maroden Atommülllagers Asse rund 2 Milliarden Euro kosten. Die Kosten tragen aber nicht die Verursacher - also die Energiekonzerne - sondern sie werden vom Bund und damit den Steuerzahlern getragen.
Veröffentlicht am 6. Februar 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 1,747 x gelesen
Der deutsche Siemens Konzern tauchte hier bereits mehrfach auf und das eigentlich immer in einem guten Licht, wie z.B. in der Meldung, dass Siemens Technologie für saubere Windenergie in Mexiko liefert. Bei einem so riesigen Unternehmen wie Siemens, das in 190 Ländern weltweit operiert, in 2009 mehr als 76 Milliarden Euro Umsatz machte und nach eigenen Angaben mehr als 400.000 Mitarbeiter weltweit beschäftigt (Stand: 2009), stellt sich unweigerlich die Frage, ob wirklich alles so grün ist, wie es gerne verkauft wird. Nach eigenen Angaben wird inzwischen mehr als ein Viertel des Umsatzes von Siemens mit Umwelttechnologien erzielt, die von Windkraftanlagen über Solaranlagen bis zur Technologie für energieffizientere Gebäude reicht.
Allerdings fahren die Entscheidungsträger bei Siemens eine Doppelstrategie: Auf der einen Seite wird der Bereich “Grüne Technologien” stark forciert und soll auch in Zukunft für starkes Wachstum sorgen, auf der anderen Seite kommt baut Siemens aber auch Atomkraftwerke. “Umsatz vor Umwelt” könnte dort das Motto lauten und so will der Konzern aktuell vor allem im russischen Markt für Nuklear-Energie Fuß fassen.
Veröffentlicht am 14. September 2009, Kategorie(n):Sonstiges, 1,190 x gelesen
Das beide Kanzlerkandidaten beim TV-Duell im Fernsehen nicht gerade mit Leidenschaft und Visionen von einer besseren Zukunft geglänzt haben, hat jeder Zuschauer spätestens nach der Halbzeit mitbekommen. Beide haben vor allem ihre “gute” Arbeit in der Vergangenheit gelobt und über die großen Probleme “Afghanistan”, “Mindestlöhne”, “Finanzkrise” und “Wirtschaftskrise” gesprochen. Völlig vergessen wurde hingegen das Thema “Bildung”, das eigentlich zu den höchsten Prioritäten unseres zukünftigen Staatsoberhaupts zählen sollte. Was ebenfalls leider unerwähnt blieb, ist die Tatsache, dass in Deutschland (und weltweit) das Wirtschaftswachstum vor allem auch vom Ressourcen- und Energieverbrauch abgekoppelt werden muss. Schließlich lässt sich die Klima- und Energiekrise durch Wachstum nicht bewältigen sondern im Zweifel sogar noch verschlimmern. Hier sollte man ebenfalls - wie bei der Finanzkrise - aus der Vergangenheiit gelernt haben und in Zukunft nachhaltiger wirtschaften.
Veröffentlicht am 6. Juli 2008, Kategorie(n):Windkraft, 2,485 x gelesen
Minister Wolfgang Tiefensee (SPD) gab jetzt bekannt, dass die Regierung 30 Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee zum Preis von insgesamt 30 Milliarden Euro bauen lassen will. Die 30 neuen Windparks mit tausenden Windmühlen - die allesamt fernab der Küste jenseits der Zwölf-Seemeilen-Grenze geplant sind - sollen dazu beitragen, dass das Ziel von 25.000 Megawatt aus Windkraft bis zum Jahr 2030 erreicht wird.
Dabei ist Windenergie bereits die mit Abstand wichtigste erneuerbare Energiequelle bei der Stromerzeugung in Deutschland. So wurde im Jahr 2006 in Deutschland bereits etwa 5,0% des Nettostromverbrauchs über Windenergie gedeckt. Neben der CO2-Vermeidung und dem Klimaschutz bringen die erneuerbaren Energien wie die Windenergie einen weiteren Vorteil: Sie machen Deutschland unabhängiger und rechnen sich bei steigendem Ölpreis immer mehr.