Veröffentlicht am 23. Dezember 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 608 x gelesen
Kohle ist eigentlich ein idealer Energieträger und er wird seit Anfang des 18. Jahrhunderts in großem Maße zur Erzeugung von Wärme und Strom verwendet. Allerdings hat dies den riesigen Nachteil mit sich gebracht, dass bei der Verbrennung von Kohle auch die größte Menge des Treibhausgases CO2 freigesetzt wird. Problematisch ist dies deshalb, da die Bindung von CO2 in Form von Kohle zum langfristigen organischen Kreislauf gehört und das CO2 der Atmosphäre damit eigentlich auf hunderte von Millionen Jahren entzogen ist. Gestört wurde dieser natürliche Kreislauf durch den Menschen, der die Kohle in gigantischen Mengen aus der Erde hohlt, verbrennt und das CO2 somit in die Atmosphäre bläst. Während die Natur für die Entstehung von Kohle aber Millionen von Jahren benötigt, prdouziert ein Schweizer Unternehmen sie in einer ersten industriellen Anlage in Stunden und will so zur Energiewende beitragen.
Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bereits Ende August 2011 berichtet hat, hat der Anteil der Erneuerbaren Energien am Strombedarf in Deutschland im ersten Halbjahr 2011 erstmals die 20-Prozent-Marke übersprungen. Nach ersten Schätzungen des BDEW wurden in diesem Zeitraum ganze 57,3 Milliarden Kilowattstunden sauberer Strom erzeugt, was 20,8 Prozent des deutschen Strombedarfs entspricht. Im Vergleich dazu waren es im ersten Halbjahr 2010 erst 50,4 Milliarden Kilowattstunden, was 18,3 Prozent des Strombedarfs entsprach.
Veröffentlicht am 15. Januar 2011, Kategorie(n):Solarenergie, Sonstiges, 954 x gelesen
Kambodscha zählt nach der Kolonisation durch Frankreich, jahrelangen Bürgerkriegen und der Diktatur der Roten Khmer zu den ärmsten Länder der Welt. Im Gegensatz zu seinen aufstrebenden Nachbarn wie Thailand oder Vietnam ist die Industrie unterentwickelt und der Großteil der Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft. Eines der Probleme für die menschen ebenso wie für die einheimischen Unternehmen sind die hohen Energiepreise. Denn Strom kostet ähnlich viel wie in Europa, obwohl der Durchschnittslohn bei nur 50 Euro im Monat liegt. Doch auch hier kann ein Umdenken helfen, denn während z.B. in der im Video vorgestellten Textilfabrik früher 700 Liter Diesel für die Stromerzeugung verbrannt wurden, sind es heute nicht einmal mehr die Hälfte. Der Rest wird aus Biomasse, genauer aus Reisspreu erzeugt, das ein Abfallprodukt bei der Reisernte ist und früher einfach verbrannt wurde.
Veröffentlicht am 19. August 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 1,321 x gelesen
Erst galten sie als die großen Hoffnungsträger, dann wurden dafür verantwortlich gemacht, dass die Nahrungsmittelpreise in den Entwicklungsländern steigen und dadurch Kinder hungern müssten, Regenwälder abgeholzt werden und Monokulturen gefördert werden. Nun sollen sie wieder besser als ihr Ruf sein: Die Rede ist von Energiepflanzen, die eine Alternative zu fossilen Energieträgern sind. Anfang August hat die Agentur für Erneuerbare Energien in Zusammenarbeit mit der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) eine neue Broschüre mit dem Titel “Der volle Durchblick in Sachen Energiepflanzen” vorgetsellt. Viele der bisher angeführten Vorurteile sollen laut dieser Broschüre einer näheren Überprüfung nicht standhalten und werden mithilfe fundierter Daten und Fakten entkräftet.
Herausforderungen für die Nahrungs- und Energiesicherheit
Eine Energieversorgung, die in Deutschland zu über 90% auf fossilen Energieträgern und Kernkraft – im Transportsektor sogar zu 98% auf Erdölderivaten – basiert, ist weder aus ökologischer noch aus wirtschaftlicher Sicht zukunftsfähig. Bioenergie kann Teil einer Übergangsstrategie sein, die perspektivisch in eine postfossile Zukunft mündet. Weltweit stehen zum Anbau von Energiepflanzen große Flächen zur Verfügung. In Entwicklungsländern können Anbau und Nutzung von Biomasse regionale Wirtschaftskreisläufe stimulieren und gerade in rohstoffarmen Gebieten Beschäftigungschancen bieten.
Jedoch ergeben sich aus dieser Option auch erhebliche Risiken: Werden für Energiepflanzenkulturen Ökosysteme verletzt, kehren sich Klima- und Umweltbilanz schnell ins Gegenteil. Problematisch ist auch die Flächenkonkurrenz zur Lebensmittel- und Tierfutterproduktion, die ihre öffentliche Zuspitzung in der Formel „Tank oder Teller“ findet. Führt die deutsche und europäische Bioenergiepolitik zu Hunger und Nahrungsmittelknappheit gerade in den ärmsten Ländern?
Veröffentlicht am 5. April 2008, Kategorie(n):Auto und Verkehr, 1,223 x gelesen
Biomasse-Boom gefährdet Lebensraum der Indigene
Die sozialen, ökologischen und ökonomischen Auswirkungen von Treibstoffen aus Biomassen müssen von der Europäischen Union und den nationalen Regierungen beachtet werden. Das fordern Städte und Gemeinden in einer Resolution, die sie während der Internationalen Klima-Bündnis-Jahreskonferenz vom 1. bis 4. April 2008 in Aachen und Heerlen beschlossen haben.
Im Verkehrsbereich, stellen die Klima-Bündnis-Kommunen fest, kann eine Verringerung der CO2-Emissionen nur durch Einsparungen und eine höhere Energieeffizienz erreicht werden. Insbesondere verlangen sie, dass Agrotreibstoffe nicht aus Entwicklungsländern importiert werden, da ohne eine entsprechende Zertifizierung sowohl die ökologische als auch die soziale und ökonomische Bilanz negativ ausfällt. Die energetische Nutzung biogener Abfall- und Reststoffe wird dagegen nicht in Frage gestellt.