Veröffentlicht am 10. Februar 2011, Kategorie(n): Sonstiges, 994 x gelesen
Die Produktion von Palmöl wurde in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet, da die Nachfrage sowohl als Nahrungsmittel oder Bestandteil von Nahrungsmitteln zugenommen hat, vor allem aber auch die Verwendung als Kraftstoff in vielen Ländern massiv zugenommen hat. Da viele Regierungen in dem Öl aus nachwachsenden Früchten eine gute Möglichkeit gesehen haben, Emissionen zu senken, ohne dass die eigene Bevölkerung ihr Energie- und Mobilitätsverhalten ändern muss, haben Unternehmen wie Neste Oil oder Golden Agri-Resources natürlich auch die Anbaugebiete ausgeweitet. Eine Erhöhung des Bio-Ethanol Anteils im Superbenzin für Europa ohne Nachhaltigkeitskriterien oder Palmöl im Kerosin von Lufthansa & Co. haben daher zum Nebeneffekt gehabt, dass riesige Flächen Regenwald für den Anbau der Ölpalmen gerodet wurden.

Foto: Golden Agri-Resources
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Veröffentlicht am 28. Januar 2011, Kategorie(n): Auto und Verkehr, 1,717 x gelesen
Gut gemeint ist nicht immer gut für unsere Erde: Das zumindest könnte das Fazit sein, das Greenpeace aus dem aktuellen Pilotprojekt der Lufthansa mit Bio-Kerosin zieht. Hintergrund ist, dass der Biosprit für die Flugzeuge vor allem aus Palmöl des Lieferanten Neste Oil stammt, der für seine Produktion international stark in der Kritik steht. Denn obwohl das ins Kerosin gemischte Palmöl ja in erster Linie die Emissionen senken und kostbares Erdöl sparen helfen soll, müssen die Ölpalmen auch irgendwo angebaut werden.

Foto: Wakx (flickr)
Bei stetig steigender Nachfrage nach Palmöl ist der nachhaltige Anbau ab einer gewissen Kapazität aber gar nicht mehr möglich. Die Folgen sind, dass z.B. in Südostasien großflächig Regenwälder abgeholzt werden, um die Landflächen dann für die Plantagen der Ölpalmen zu nutzen. Damit wird nicht nur ein unersetzbares Ökosystem zerstört und der Lebensraum gefährdeter Tiere und Pflanzen vernichtet, sondern auch das Gegenteil des gutgemeinten Ziels erreicht. Denn durch das Roden des Regenwalds, häufig sogar per Brandrodung, wird sehr viel CO2 freigesetzt und kann auch in Zukunft nicht mehr in Form der Bäume, Wiesen und Sträucher gespeichert werden.
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Bis vor kurzer Zeit galt Biosprit aus Raps, Mais und anderen Pflanzen als DIE Lösung für das Treibstoffproblem. Die pflanzlichen Energiespeicher würden massenhaft angebaut, geerntet und zu Biosprit verarbeitet werden. Doch die Probleme begannen schon beim Anbau. Es tauchten immer mehr Nachrichten auf, die die gestiegene Nachfrage nach Bioenergie für steigende Lebensmittelpreise und Hunger in armen Ländern (mit)verantwortlich machten. Natürlich ist es aus ökologischer Sicht nicht vertretbar, dass die Produktion von Treibstoff für unsere Autos in Konkurrenz zu kostbaren Ackerflächen für Nahrungsmittel steht. Daher wird zur Zeit fieberhaft nach anderen Alternativen geforscht.
Hier könnte möglicherweise die Mikroalgen-Kulturtechnik ihre Vorteile ausspielen, denn einige der Einzelleralgen können wegen ihres Ölgehaltes als Quelle für Biodiesel dienen und aus anderen kann Ethanol gewonnen werden. Besonders praktisch ist, dass Algen ohne großen Flächenbedarf gezüchtet werden können und sie zum Wachsen sogar Abgase von Kohlekraftwerken nutzen können. Allerdings würden hierfür noch weit größere Anlagen benötigt, als die größte Algenproduktionsanlage, die zur Zeit in der Nähe von Potsdam in Deutschland steht.
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SWR2 Interview mit dem GM Europachef Carl-Peter Forster
Im Interview der Woche des SÜDWESTRUNDFUNKS kritisiert der Europachef von General Motors die deutsche Umweltpolitik und fordert längerfristige Ziele für das Erreichen von CO2-Ausstoß Grenzen. Ausserdem widerspricht er den aktuellen Äusserungen, dass die Produktion von Biosprit für die steigenden Lebensmittelpreise und damit die Nahrungsmittelkrise (mit)verantwortlich sei. General Motors setze langfristig auf den Einsatz von Biosprit der zweiten Generation als Alternative zum Erdöl. Neben dem Aspekts des Klimaschutzes sieht er darin vor allem auch die Vorteile der Unabhängigkeit gegenüber den Erdölfördernden Staaten.
Biosprit der 2. Generation
Carl-Peter Forster erklärt in dem Interview deutlich, dass er Biosprit aus Pflanzen wie Raps oder Mais - die in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln angebaut werden - nicht als Alternative der Zukunft ansieht. Der zukünftig umweltfreundlich gewonnene Bisosprit wird seiner Aussage nach aus Pflanzenabfällen jeglicher Art gewonnen, die ansonsten lediglich mit untergepflügt würden. In diesem Zusammenhang hat sich General Motors bereits an einem Unternehmen beteiligt, welches dieses Verfahren innerhalb von 5 Jahren zur Serienreife entwickeln will.
Das ganze Interview mit GM Europachef Carl-Peter Forster finden Sie zum Anhören auf den Seiten der ARD Mediathek:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/568686
Veröffentlicht am 28. April 2008, Kategorie(n): Sonstiges, 3,046 x gelesen
Auf den Seiten der WirtschaftsWoche wurde heute ein interessanter Artikel veröffentlicht, der sich mit den steigenden Nahrungsmittelpreisen auf dem Weltmarkt sowie der daraus Nahrungsmittelkrise beschäftigt.
Natürlich ist der Klimawandel nicht die einzige Ursache dafür, aber eine steigende Zahl von Unwettern und Dürrekatastrophen führte zu massiven Ernteausfällen in Gebieten wie China, Südostasien oder der Ukraine. Zusätzlich werden immer mehr Ackerflächen für den Anbau von Mais, Zuckerrüben oder Raps verwendet. Und diese kommen nicht auf den Tisch sondern werden zu Biosprit für die Industrienationen verarbeitet. Während wohlhabende Menschen in der westlichen Welt, Japan und den Schwellenländern also immer mehr konsumieren sowie mit Biosprit und “ökologisch reinem” Gewissen weiter Auto fahren können, müssen anderswo Kinder verhungern.
Weitere Infos unter “wiwo.de: Nahrungsmittelkrise - der globale Albtraum“
Veröffentlicht am 5. April 2008, Kategorie(n): Auto und Verkehr, 1,223 x gelesen
Biomasse-Boom gefährdet Lebensraum der Indigene
Die sozialen, ökologischen und ökonomischen Auswirkungen von Treibstoffen aus Biomassen müssen von der Europäischen Union und den nationalen Regierungen beachtet werden. Das fordern Städte und Gemeinden in einer Resolution, die sie während der Internationalen Klima-Bündnis-Jahreskonferenz vom 1. bis 4. April 2008 in Aachen und Heerlen beschlossen haben.
Im Verkehrsbereich, stellen die Klima-Bündnis-Kommunen fest, kann eine Verringerung der CO2-Emissionen nur durch Einsparungen und eine höhere Energieeffizienz erreicht werden. Insbesondere verlangen sie, dass Agrotreibstoffe nicht aus Entwicklungsländern importiert werden, da ohne eine entsprechende Zertifizierung sowohl die ökologische als auch die soziale und ökonomische Bilanz negativ ausfällt. Die energetische Nutzung biogener Abfall- und Reststoffe wird dagegen nicht in Frage gestellt.
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Veröffentlicht am 28. September 2007, Kategorie(n): Auto und Verkehr, 1,133 x gelesen
Die Warnung, die laut dem Umwelt Blog von Nobelpreisträger Paul Crutzen stammt, bezieht sich allerdings nur auf Raps-Biodiesel und nicht auf Bio-Ethanol aus Zuckerrohr. Das Problem bei der Herstellung ist die Düngung des Agrarbodens mit Stickstoff:
“Der Forscher hatte gemeinsam mit Kollegen herausgefunden, dass Agrarböden wenn diese mit Stickstoff gedüngt werden, dort das gefährliche Treibhausgas N2O entweicht und in die Atmosphäre gelangt. Dieses Treibhausgas ist fast 300mal stärker als CO2 und damit deutlich schädlicher für den weltweiten Klimahaushalt. Bei seinen Forschungen entdeckte Paul Crutzen dass Raps-Biodiesel zwar klimaneutral sei aber der Klimaschaden der durch N2O verursacht wird ist etwa 1 bis 1,7 mal höher als der dadurch entstandene Klimanutzen.”
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