Veröffentlicht am 16. Januar 2012, Kategorie(n):Allgemein, 256 x gelesen
Die Stadt Bottrop liegt mitten im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen und hat in etwa 117.000 Einwohner. Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen, die seit dem Beginn des Niedergangs des Steinkohle-Bergbaus in Deutschland immer noch große wirtschaftliche Probleme haben, hat sich Bottrop seit Jahren erfolgreich um einen Strukturwandel bemüht. Gekennzeichnet ist der Erfolg von einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten im Ruhrgebiet. Zudem die Stadt den Wettbewerb des Initiativkreises Ruhr gewonnen und trägt seitdem offiziell den Titel “InnovationCity“. Bottrop ist damit Modellstadt für Energiesparen und Klimaschutz und soll internationalen Vorbild- und Vorzeigecharakter haben. Das langfristige Ziel geht aber deutlich weiter: Das gesamte Ruhrgebiet soll zu einer Niedrigenergieregion gemacht werden.
Veröffentlicht am 25. November 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 607 x gelesen
Bereits seit der Finanzkrise und spätestens seit der aktuellen Staatsschuldenkrise in Europa ist das Thema Klimaschutz auf der Agenda von Angela Merkel deutlich nach hinten gerutscht. An seiner Dringlichkeit hat es zwar eigentlich nichts verloren, doch mit der Begrenzung von Energieverbrauch und Emissionen sowie einem schnellen Umstieg auf Erneuerbare Energien wird sich wohl in 2013 keine Wahl gewinnen lassen. Und da handelt die Bundeskanzlerin ebenso wie allen anderen Politiker eben genau in der Form, die sie Investmentbankern und Managern immer wieder vorwerfen: Nämlich kurzfristig ergebnisorientiert! Mit dem Video “Prima Klima Kanzlerin” will ENTEGA das Thema Klimaschutz wieder in die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit rücken, denn die Konsequenzen des heutigen Nichthandelns müssen die kommenden Generationen tragen. Und der Preis wird laut Experten deutlich höher sein als die Kosten der heutigen Finanz- und Schuldenkrisen.
Veröffentlicht am 4. November 2011, Kategorie(n):Allgemein, 362 x gelesen
Wie Spiegel Online mit Berufung auf die neuesten Berechnungen des US-Energieministeriums berichtet, ist der CO2-Ausstieg von 2009 bis 2010 deutlich angestiegen. Der Anstieg übertraf mit 512 Millionen Tonnen mehr Treibhausgasen sogar die schlimmsten Befürchtungen führender Klimaforscher. Mit dieser Entwicklung halten sie das angestrebte 2 Grad Ziel, dass zumindest die Folgen des Klimawandels halbwegs im Zaum halten soll, für kaum noch realisierbar. Vor allem auch deshalb, weil die aktuellen Schuldenkrisen in Europa und den USA das Thema “Klimawandel” komplett aus dem Bewußtsein der Politik verdrängt habe. Schließlich würden sich die Politiker aufgrund ihres Ziels, der Wiederwahl, immer nur um die aktuellen Probleme kümmern, die von den Bürgern gerade als besonders wichtig wahrgenommen werden.
Große Erwartungen sollten daher auch nicht auf das Treffen im Rahmen der 17. Weltklimakonferenz in Durban gesetzt werden, denn solange die Schuldenkrisen nicht gelöst sind, werden andere Themen allerhöchstens am Rande wahrgenommen werden. Hier zeigt sich wieder einmal, dass das von der Politik so gerne von Managern und Bankern geforderte langfristige Denken auch bei den damen und Herren Politikern nicht zu finden ist. Schließlich mögen manche am menschgemachten Klimawandel zweiffeln, zu 100 Prozent wissenschaftlich widerlegen lässt er sich aber garantiert nicht. Und wer Verantwortung für die kommenden Generationen übernehmen will, der müsste selbst bei nur einer kleinen Wahrscheinlichkeit (dabei ist sie wohl eher sehr groß), dass Milliarden von Tonnen Treibhausgase aus Schornsteinen, Fabriken, Flugzeugen und Autos eine Auswirkung auf Umwelt und Klima haben, zumindest versuchen sie zu reduzieren.
Veröffentlicht am 26. August 2011, Kategorie(n):Allgemein, 1,049 x gelesen
Wenn es um Anstrengungen zur Verminderung von Energieverbrauch sowie Emissionen und den aktuellen Stand beim Klimaschutz geht, dann gibt es global gesehen große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Diese Tatsache belegte jüngst auch ein Report zweier Mitarbeiter des Worldwatch Instituts, in dem vermeldet wurde, dass der weltweite Ölverbrauch 2010 einen Höchststand erreicht hat und nur die EU den Verbrauch erneut senken konnte. Um eine möglichst große Transparenz zu schaffen geben Germanwatch und CAN Europe den sogenannten “Klimaschutz-Index” heraus, dessen Ziel es ist, zu zeigen, wer in welcher Art bereits etwas gegen den Klimawandel unternimmt und wo die Stärken und Schwächen der einzelnen Staaten liegen.
Veröffentlicht am 11. Juli 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 699 x gelesen
Mitte Juni 2011 hatte die Familie Lindell das von Volvo, A-hus, Siemens, ICA und Vattenfall durchgeführte One Tonne Life Projekt beendet und den Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 auf 1,5 Tonnen reduziert. Damit wurde bewiesen, dass es möglich ist, denn ökologischen Fußabdruck einer schwedischen Durchschnittsfamilie von derzeit 7,3 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr, deutlich zu senken. Wie jetzt bekannt gegeben wurde, sanken nicht nur die CO2-Emissionen der Familie Lindell um rund 80 Prozent, sondern auch die monatlichen Ausgaben um rund 2.900 schwedische Kronen (circa 320 Euro).
Veröffentlicht am 8. Juli 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 752 x gelesen
Der Bundestag hat diese Woche die zukünftige Möglichkeit der Abtrennung und Lagerung von CO2 in unterirdischen Speichern, die sogenannte CCS-Technologie, gebiligt. Widerstand kommt allerdings bereits von den Bundesländern, die ein Veto-Recht besitzen, ebenso wie von Bürgerinitiativen. Auch ForestFinance, Europas größter Anbieter ökologischer Forstdirektinvestments, kritisiert die Entscheidung der Bundesregierung. “Die Technik ist nicht sicher und wurde nicht ausreichend auf Risiken überprüft”, kommentiert ForestFinance Geschäftsführer Harry Assenmacher die Entscheidung. “Darüber hinaus zeigt uns die Natur seit Jahrtausenden, wie CO2 auf natürlichem Wege gebunden wird: durch die Umwandlung in Kohlenstoff beim Wachsen von Pflanzen und Bäumen.” Vor allem seit die Abtrennung und Speicherung von CO2 aus Kohlekraftwerken auch viel teurer als die CO2-Bindung über Aufforstung, Regenwald- und Moorerhalt. Darüber seien sich alle führenden Fachleute einig. Eine Fachgruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ermittelte sogar einen gleich mehrfach höheren Preis von CCS gegenüber natürlicher CO2-Bindung.
Veröffentlicht am 7. Juli 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 739 x gelesen
Während die Heizkosten vom Amt übernommen werden, sind die Stromkosten von Hartz-IV Beziehern selbst zu tragen. Trotz des sehr begrenzten finanziellen Rahmens wird dabei von vielen unbewusst immer noch viel Energie und damit auch Geld verschwendet. Im Rahmen der Aktion “Stromspar-Check” des Deutschen Caritasverbandes und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen sind aus diesem Grund aktuell etwa 650 geschulte Stromsparhelfer in mehr als 80 Städten und Kreisen im Einsatz. Mittlerweile wurden mit der Aktion mehr als 50.000 Haushalte erreicht und ganz neu helfen die speziell geschulten Berater interessierten Menschen in einigen Städten von Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt beim möglichst effizienten Umgang mit Energie.
Veröffentlicht am 22. Juni 2011, Kategorie(n):Solarenergie, 855 x gelesen
Die Nutzung von Sonnenenergie beschränkt sich nicht auf die Stromerzeugung in Photovoltaikanlagen und kann dank innovativer Technologie vor allem auch den Energieverbrauch im gewerblichen Bereich deutlich senken. Das beweist die Einweihung der sogenannten Solarwand im Toyota Werk in Valenciennes, die in der nordfranzösischen Fertigungsstätte zu erheblichen Energie- und CO2-Einsparungen führt. Die zwölf Meter hohe und 33 Meter lange Solarwand deckt die gesamte Südwand des Presswerks ab. Die Solar-Luft-Kollektoren auf einer Fläche von 400 Quadratmetern können mittels sauberer Sonnenenergie die Zuluft der Halle vorwärmen, wodurch die konventionelle Heizung entlastet wird. Selbst in den kältesten Monaten des Jahres kann die Temperatur so um bis zu neun Grad Celsius erhöht und der Einsatz traditioneller Energien wie Öl oder Gas gleichzeitig reduziert werden.
Veröffentlicht am 14. Juni 2011, Kategorie(n):Allgemein, 771 x gelesen
Am Montag, den 13. Juni 2011, wurde das “One Tonne Life” Projekt vom schwedischen Umweltminister Andreas Carlgren in Stockholm offiziell für beendet erklärt. Im Rahmen dieses einmaligen Projekts hat die vierköpfige Testfamilie Lindell ihren ökologischen Fußabdruck von aktuell in Schweden üblichen 7,3 Tonnen auf 1,5 Tonnen pro Person und Jahr reduziert. Die angestrebte eine Tonne wurde damit zwar nicht ganz erreicht, die Senkung der verursachten Emissionen um ganze 80% bleibt aber dennoch eine starke Leistung. Das Beispiel der Testfamilie zeigt, dass die von der schwedischen Regierung angestrebte Reduzierung um 40% bis zum Jahr 2020 mit der richtigen Technologie und einem angepassten Verhalten duchaus realisierbar ist.
Veröffentlicht am 25. Mai 2011, Kategorie(n):Allgemein, 927 x gelesen
Der vor fast 150 ahren gegründete Bayer Konzern besteht heute aus mehreren hundert Unternehmen mit über 100.000 Mitarbeitern rund um den Globus. Diese können die Auswirkungen von Umweltverschmutzung und Klimawandel in all ihren Facetten wahrnehmen und nicht nur vor diesem Hintergrund hat sich der Chemiekonzern einer grüneren Geschäfts(Zukunft) gewidmet. Zwischen 2008 und 2010 wurden bereits mehr als eine Milliarde Euro in klimarelevante Forschung und Entwicklung sowie Projekte investiert. Im 72 Seiten starken Nachhaltigkeitsbericht 2010 dokumentiert Bayer die Fortschritte in den Schwerpunkt-Bereichen Klimaschutz, Gesundheitsversorgung und Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung sowie weitere Nachhaltigkeits-Leistungen des Konzerns und formuliert neue Ziele in den Bereichen Unternehmensführung, Mitarbeiter, Ökologie, Innovation und Engagement.