Veröffentlicht am 29. Dezember 2009, Kategorie(n):Sonstiges, 437 x gelesen
Am 11. November 2009 hatten der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Wenning und Bayer-Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Plischke auf einer großen, internationalen Pressekonferenz bekannt gegeben, dass Bayer sein Nachhaltigkeits-Engagement deutlich verstärken will. Über diese Selbstverpflichtung wurde im Rahmen des Beitrags zum Bayer EcoCommercial Building-Programm zur Schaffung von Standards für sehr emissionsarme oder sogar Null-Emissions-Gebäude bereits auf Klima-Wandel.com berichtet. Ein weiteres sehr interessantes Projekt von Bayer zum Schutz unserer Erde und des Klimas ist die Entwicklung der Sauerstoffverzehrkathode für den Einsatz in der Chlorproduktion.
Foto: Bayer AG / Sauerstoffverzehtkathode in Brunsbüttel
Chlor: Unverzichtbar in unserer Gesellschaft aber schädlich für Umwelt und Klima
Laut dem ehemaligen Minister für Forschung, Erziehung und Technologie ist Chlor ein “unverzichtbarer, universell einsetzbarer Rohstoff für eine fortschrittliche und produktive Industrie” und tatsächlich wird Chlor bei der Herstellung von Medikamenten und fast allen Kunststoffen, von Autoteilen über Plastiktüten bis zu Sport- und Freizeitartikeln, eingesetzt. Allein in Europa werden pro Jahr rund 9 Millionen Tonnen Chlor produziert, weltweit liegt die Chlorproduktion bei jährlich etwa 36 Millionen Tonnen. Leider ist die Chlorproduktion sehr energieintensiv und trägt damit zur Verknappung der fossilen Brennstoffe und den hohen CO2-Emissionen der Industrie- und Schwellenländer bei.
Veröffentlicht am 11. November 2009, Kategorie(n):Gebäude, 881 x gelesen
Die meisten Menschen verbinden mit Bayer vor allem ein Chemie- und Pharma-Unternehmen, der Bayer-Konzern besteht aber aus über 350 Gesellschaften mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten und beschäftigt aktuell mehr als 100.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Heute am 11. November 2009 haben der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Wenning und Bayer-Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Plischke auf einer Pressekonferenz vor mehr als 120 Journalisten aus 35 Ländern bekannt gegeben, dass Bayer sein Nachhaltigkeits-Engagement deutlich verstärken will. Innerhalb des neuen Nachhaltigkeitsprogramms sollen spezielle Projekte in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Klimaschutz gestartet werden.
Foto: Bayer AG / Bayer Verwaltungsgebäude in Diegem, Belgien (Niedrigenergiehaus)
Das EcoCommercial Building-Programm
Eines dieser Projekte ist das sogenannte “EcoCommercial Building-Programm”, mit dem ein internationaler Standard für emissionsarme oder gar Null-Emissions-Gebäude geschaffen werden soll. In diesem Bereich stecken weltweit mit die größten Einsparungspotentiale von Energie und CO2, da der Energieverbrauch in Gebäuden fast 20 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verursacht. Während Passivhäuser und Energiesparhäuser im privaten Sektor bereits stark in den Mittelpunkt des Interesses von Bauherren gerückt sind, wurde energiesparende und klimaschonende Planung und Bauweise bei gewerblichen und öffentlichen Gebäuden bisher zumeist vernachlässigt.
Veröffentlicht am 4. November 2009, Kategorie(n):Gebäude, Sonstiges, 413 x gelesen
Am 5. November 2009 wird Dr. Johannes D. Hengstenberg, Gründer und Geschäftsführer der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online gGmbH, mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland für sein langjähriges Engagement für Klimaschutz und Energiesparen geehrt. Hengstenberg wird die Auszeichnung im Kreise seiner Mitarbeiter und engen Freunde direkt in den Räumen seiner Schöneberger Firma von Berlins Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Katrin Lompscher entgegennehmen.
“Der Einsatz von Dr. Hengstenberg für den Klimaschutz verdient und erhält zurecht hohe Anerkennung”, erklärt Senatorin Lompscher. “Seit dem Internationalen Umweltgipfel 1992 in Rio hat er sich auf die Analyse und Beratung zur Verbesserung der Energieeffizienz von Wohngebäuden spezialisiert. Früher als viele andere erkannte er, dass es gerade hier ein sehr großes Einsparpotenzial gibt und der CO2-Ausstoß so deutlich verringert werden kann. Dr. Hengstenberg hat mit seinen Ideen und seiner Begeisterung viele Menschen erreicht. Mit Hilfe seiner Beratungen können Mieterinnen und Mieter und auch Unternehmen einen Beitrag zum Energiesparen und damit zur Senkung des CO2-Ausstoßes leisten.”
Seine wirkungsvolle Arbeit schützt das Klima, stärkt die Wirtschaft und schafft Beschäftigung
Die Themen der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagnen, die Hengstenberg mit co2online initiiert hat, reichen von der wärmetechnischen Modernisierung von Gebäuden bis hin zum Stromsparen im Alltag. Mit den Service-Leistungen, die er jedem Bürger kostenlos anbietet, schafft er Transparenz und hat bis heute viel bewirkt. Mit seinen interaktiven Energiespar-Ratgebern konnte er bereits die Marke von 3 Millionen abgeschlossenen Beratungen durchbrechen und zusammen mit über 30.000 schriftlichen Einzelfall-Heizgutachten haben Hengstenberg und sein Team damit nachweislich eine CO2-Minderung von über 3,1 Millionen Tonnen angestoßen. Alle bisher nicht evaluierten Ratgeber und öffentlichkeitswirksamen Aktionen eingeschlossen, läge die CO2-Ersparnis sogar noch weit höher. Die Services lösten bisher Modernisierungsmaßnahmen bei 249.000 Wohneinheiten aus und bescherten Industrie und Handwerk einen zusätzlichen Umsatz von über einer Milliarde Euro, verbunden mit einem Beschäftigungseffekt von etwa 15.000 Personenjahren. Johannes Hengstenberg zeigt: Wirksamer Klimaschutz spart Geld und schafft Arbeitsplätze.
Veröffentlicht am 19. Oktober 2009, Kategorie(n):Gebäude, 1,113 x gelesen
In der Vergangenheit war es selbstverständlich, dass jedes Haus und Gebäude sowohl Heizenergie wie auch Strom und ggfs. Energie zum Kühlen verbraucht. In Zeiten von Energiesparhäusern bzw. Niedrigenergiehäusern wurde der Energieverbrauch drastisch reduziert und mit dem Passivhaus kamen Gebäude auf den Markt, die keine Heizung zur Deckung des Wärmebedarfs mehr benötigen und im Idealfall ihren Strombedarf über eine Solaranlage decken können. Noch einen Schritt weiter geht das Plus-Energie-Haus des BMVBS (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung), denn es produziert dank klugem Design und modernster Technik mehr Energie als es verbraucht.
Foto: ZEBAU GmbH
Das Plus-Energie-Haus ist ein prototypisches Anschauungsobjekt der BMVBS-Forschungsinitiative “Zukunft Bau” sund steht derzeit leider noch nicht als Serienbau am Markt. Allerdings zeigt es anschaulich, wie in Zukunft ansprechende Architektur mit innovativer Technik verbunden werden kann um gleichzeitig hochwertigen Wohnkomfort zu bieten und unser Klima zu schützen. Denn das Plus-Energie-Haus ist gut für die Umwelt, gut für die Stadt, gut für seine Bewohner und gut für den Geldbeutel – denn je weniger Energie verbraucht wird, desto niedriger sind die Nebenkosten.
Veröffentlicht am 16. September 2009, Kategorie(n):Auto und Verkehr, 2,947 x gelesen
Auch im Jahr der großen Finanz- und wirtschaftskrise führt kein Weg an einem Wechsel hin zu nachhaltigerer Mobilität vorbei. Aus diesem Grund hat sich die Anzahl der gezeigten Autos mit wirklich niedrigem Verbrauch und/oder alternativen Antrieben zur IAA 2007 mit vielen klimafreundlichen Autos noch einmal stark erhöht. In diesem Jahr hat so gut wie jeder Autobauer - von reinen Herstellern von Supersportwagen und Luxuskarossen einmal abgesehen - mindestens ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb ausgestellt. Und Hybrid-Studien wie der Lexus LF-Ch, der Sportwagen Peugeot RCZ Hybrid4 oder die Elektro-Supersportwagen Tesla Roadster und Fisker Karma zeigen, dass Leistung, Leidenschaft und gelungenes design heute nicht mehr im Widerspruch zu klimafreundlichem Antrieb stehen muss.
Hier ein paar ausgesuchte Modelle aus der Vielzahl toller und alternativ angetriebener Autos:
Bei der EfficientDynamics Studie von BMW handelt es sich um einen außergewöhnlichen Sportwagen und den Star am BMW Stand auf der IAA. Zwei Elektromotoren an der Vorder- und Hinterachse treiben den schicken und futuristischen Sportwagen zusammen mit einem kleinen Dieselmotor an. Trotz mächtiger 356 PS soll der Verbrauchs bei gerade einmal 3,8 Litern Diesel auf 100 Kilometer liegen.
Veröffentlicht am 9. September 2009, Kategorie(n):Bücher, 850 x gelesen
Bereits Mitte letzten Jahres wurden unter “CO2 und Lebensmittel - Beim Essen Umwelt und Klima zu schützen” veröffentlicht, wie man mit der richtigen Auswahl beim Einkauf von Lebensmitteln den Effekt auf unsere Umwelt senken kann. Wer den Zusammenhang von Essen und Klimaschutz für abwegig hält, den interessiert vielleicht die Tatsache, dass der Nahrungsmittel-Sektor laut Studien inzwischen für ca. 20% der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich ist.
Cover: Kosmos Verlag
Für alle, die sich mit dem Thema näher beschäftigen möchten, erscheint als große Hilfe morgen das “Klimakochbuch - Klimafreundlich einkaufen, kochen und genießen” aus dem Kosmos Verlag im Buchhandel. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt es als “Sach- und Kochbuch gegen die globale Erwärmung”, was wohl aber eher den ideelen Zweck beschreibt. Im Klimakochbuch finden sich über 40 leckere Rezepte, die zusammen mit spannenden Hintergrundinformationen zeigen, wie klimafreundliche und wohlschmeckende Küche gelingen kann.
Veröffentlicht am 3. September 2009, Kategorie(n):Allgemein, 1,008 x gelesen
Laut der aktuellen Studie “Arktische Rückkopplungen: Auswirkungen auf das globale Klima” erwärmt sich das Klima in der Arktis fast doppelt so schnell wie im Rest der Welt. Da die Arktis wie eine natürliche Klimaanlage für die Nordhalbkugel funktioniert, warnt der WWF nicht nur vor einer lokalen Katastrophe sondern vor Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse vieler Menschen und Tiere.
Und um zu symoblisch anzudeuten, dass die Arktis quasi vor unserer Haustür liegt, wurden mitten in Berlin auf der Freitreppe des Konzerthauses am Gendarmenmarkt 1.000 handgefertigte Eisfiguren auf der Freitreppe des Konzerthauses am Gendarmenmarkt der brasilianischen Künstlerin Néle Azevedo platziert. Innerhalb von nur 30 Minuten waren sie geschmolzen und zerfallen und haben damit die Bedrohung der Erderwärmung und des Klimawandels für Mensch und Natur deutlich gemacht.
Veröffentlicht am 1. September 2009, Kategorie(n):Allgemein, 939 x gelesen
Erderwärmung und Klimawandel sind bereits in vollem Gange und die bisherigen Fortschritte im Kampf gegen den weltweiten CO2-Ausstoß lassen viele Experten für die Zukunft bereits Schwarz sehen. Die Finanz- und Wirtschaftskrise dürfte die CO2-Emissionen in diesem Jahr zwar etwas sinken lassen, dennoch reduzieren sowohl die Unternehmen wie auch die Privathaushalte ihre CO2-Emissionen zu langsam. Dabei ist man sich inzwischen einig, dass alles getan werden muss um den durchschnittlichen Temperaturanstieg unter dem kritischen Wert von 2 Grad zu halten.
Bild: Institution of Mechanical Engineers
Im Kampf gegen die Erderwärmung und den Klimawandel hat man bisher vor allem auf Maßnahmen zur Einsparung von Energie sowie auf den Umstieg hin zu erneuerbaren Energien und nachhaltige Mobilität gesetzt. Da dies aber in der kurzen Zeit nicht zu reichen scheint, haben Forscher der britischen Institution of Mechanical Engineers nun erstmals eine Studie veröffentlicht, in der die Wissenschaftler die verschiedensten Modelle des Klimaschutz mittels Geo-Engineering diskutieren. Im Rahmen dieser dritten Möglichkeit haben sie unter dem Programm “Cooling the Planet” aus unzähligen Ideen die - ihrer Meinung nach - erfolgsversprechenden drei Konzepte vorgestellt.
Veröffentlicht am 24. August 2009, Kategorie(n):Sonstiges, 1,030 x gelesen
Der tropische Regenwald im Amazonasbecken ist nicht nur Heimat des scheuen Jaguars, farbenprächtiger Aras oder seltener Orchideen sondern zugleich auch die grüne Lunge unseres Planeten. Und diesen Namen trägt er zu Recht: Denn die Pflanzen wandeln mithilfe des Sonnenlichtes aus der Luft aufgenommenes CO2 und Wasser in Sauerstoff und Glucose um. Traurigerweise schwindet immer mehr dieses einzigartigen und wichtigen Lebensraumes von unserer Erde. Überwiegend durch Brandrodung, um Platz für Rinderzucht und Sojaanbau zu schaffen, wird jede Minute Regenwald in der Größe von etwa vier Fußballfeldern vernichtet.
Veröffentlicht am 8. Juni 2009, Kategorie(n):Solarenergie, 898 x gelesen
Wer an Lamborghini denkt, dem kommen sicherlich Begriffe wie “Teuer”, Edel”, “Schnell” oder “Schön” in den Sinn. Die Attribute “Grün” oder “Nachhaltig” passten bisher zur italienischen Supersportwagen-Schmiede Lamborghini wie Feuer zu Wasser. Dabei gehören die Italiener gesamt gesehen wirklich nicht zu den großen CO2-Sündern unserer Erde, da sie jedes Jahr nur wenige tausend Fahrzeuge in einer einzigen Hauptfabrik bauen. Außerdem tendieren die Besitzer dieser Spritschlucker dazu, viel weniger damit zu fahren, als es der allgemeine Autobesitzer tut. Dennoch dürfte der individuelle CO2-Fußabdruck eines Lamborghini-Fahrers sicherlich nicht gerade klein sein.
Aber auch wenn Leistung bei den Flitzern in Zukunft immer noch mehr zählen wird als der Benzinverbrauch, will man doch seinen Teil zum Klimaschutz beitragen und zumindest die CO2-Emissionen der Fabrik deutlich reduzieren. Aus diesem Grund soll noch 2009 auf dem Dach der Fabrik eine 17.000 qm große Solaranlage installiert werden, die nach Fertigstellung 1,582 MWh saubere elektrische Energie pro Jahr erzeugen soll. Außerdem soll es innerhalb der Fabrik weitere Verbesserungen bei Dämmung, Licht und der Kontrolle des Klimas geben um die CO2-Emissionen, die in Verbindung mit der Fabrik stehen, im Jahr 2010 um 30 Prozent zu senken.