Veröffentlicht am 9. Mai 2011, Kategorie(n):Allgemein, 1,124 x gelesen
Durchschnittlich 7 Tonnen CO2 verursacht ein Einwohner von Schweden in etwa pro Jahr, ein Deutscher mit fast 10 Tonnen CO2 noch deutlich mehr und ein US-Amerikaner liegt sogar fast 20 Tonnen CO2 pro Jahr. Multipliziert man diese CO2-Emissionen mit den Milliarden Menschen, die inzwischen in den Industrienationen und den aufstrebenden Schwellenländern leben, braucht man sich nicht mehr zu fragen, warum unsere Erde am Rand des Klimakollaps steht. Da der Mensch aber nicht gerne verzichtet und den über Jahre aufgebauten Lebensstandard halten will, sollen modernste Technologien dabei helfen, weiter so zu leben und den Verbrauch an Ressourcen sowie den Ausstoß an Emissionen drastisch zu reduzieren. Das dies durchaus bereits möglich ist, zeigen die Ergebnisse im Rahmen der Halbzeit beim “One Tonne Life” Projekt der Unternehmen A-hus, Vattenfall und Volvo.
Veröffentlicht am 15. April 2011, Kategorie(n):Allgemein, 1,215 x gelesen
Klimawandel, sinkende Rohstoffressourcen, steigende Energiepreise und zuletzt der tragische Atomunfall in Japan: Der Wunsch der Menschen nach einer echten Energiewende in Deutschland ist aktueller als je zuvor und die Ziele klingen auch ambitioniert: Bis 2020 soll der Klimagasausstoß um 40 Prozent gegenüber 1990 sinken. Das sieht das Integrierte Energie- und Klimaprogramm (IEKP) vom August 2007 vor, fortgeschrieben im Energiekonzept der Bundesregierung von September 2010. Eine große Rolle spielt der Umstieg auf die Erneuerbaren Energien, doch das Einsparpotential an Energie, also die Steigerung der Energieeffizienz, sollte nicht vergessen werden. Denn immerhin könnten Energiesparen und mehr Energieeffizienz den Strommix schon alleine verändern - ohne eine einzige neue Windkraft oder Solaranlage.
Foto: Tomasz Sienicki
Laut einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) wird das Potential aber gerade in diesem Bereich noch viel zu wenig ausgeschöpft. Die Probleme bei der Umsetzung sind nach Meinung von UBA-Präsident Jochen Flasbarth allerdings gut zu heben: “Vor allem bei der Energieeffizienz können und müssen wir ganz deutlich nachlegen. Egal ob Stromsparen im Haushalt oder in der Industrie, ob klimafreundliche Gebäudesanierung oder sparsame Autos – bislang reichen die Maßnahmen nicht aus, um die Emissionen im angestrebten Umfang zu senken. Hier muss deutlich mehr passieren.” Flasbarth riet auch dazu, die erneuerbaren Energieträger besser in das Stromnetz zu integrieren.
Veröffentlicht am 13. April 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 795 x gelesen
Am idealsten wäre es, wenn wir keine Energie verbrauchen und damit keine Emissionen verursachen würden, doch diese Vorstellung wird sich in der Realität wohl nie umsetzen lassen. Auch wenn erneuerbare Energien und steigende Energieeffizienz den Verbrauch eindämmen können, so ist unsere moderne Gesellschaft und Wirtschaft doch auf die fossilen Energieträger angewiesen. Ohne Energie für Produktion, Transport, Mobilität und Konsum würde das moderne Leben stillstehen. Bis sich die Abhängigkeit von den natürlichen Ressourcen weiter verringert hat, können Firmen und Privatpersonen durch den Kauf von CO2-Zertifikaten ihren individuellen CO2-Ausstoß zumindest kompensieren.
Veröffentlicht am 31. März 2011, Kategorie(n):Allgemein, 1,048 x gelesen
Die Landflucht hat in den letzten Jahrzehnten in den Schwellen- und Entwicklungsländern bisher ungekannte Ausmaße angenommen, so dass inzwischen mehr als jeder zweite Mensch in einer Stadt oder einem Ballungsgebiet lebt. Am meisten konzentrieren sich dabei die Europäer auf das Wohnen in Städten, denn hier sind es sogar über 70 Prozent. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass das Leben und Wirtschaften in diesen urbanen Zentren auch für den Großteil des weltweiten Energieverbrauchs - genauer für 75 Prozent - verantwortlich ist. Der Trend der Urbanisierung stellt daher im Hinblick auf Energieversorgung, Wasserversorgung, Mobilität ,Abfall und Klimaschutz eine große Herausforderung an die Gesellschaft.
Veröffentlicht am 8. März 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 1,195 x gelesen
Passend zur Eröffnung der Reisemesse ITB in Berlin am heutigen Abend, hat die Klimaschutzorganisation atmosfair gestern eine Weltneuheit vorgestellt, die es Reisenden ermöglicht, einen möglichst klimaverträglichen Flug auszuwählen. Denn während der Energieverbrauch eines Kühlschranks oder einer Waschmaschine auf einen Blick über das Energielabel verglichen werden kann und man auch beim Kauf eines Autos sofort Informationen zu Verbrauch und CO2-Emissionen findet, hüllt sich die Branche der Fluggesellschaften bisher in einen Mantel des Schweigens. Der Index ist daher eine Weltneuheit und vergleicht die 100 größten Fluggesellschaften der Welt aus Klimaschutzsicht.
Veröffentlicht am 21. Januar 2011, Kategorie(n):Allgemein, 1,369 x gelesen
Die durchschnittliche Pro-Kopf-Ausstoß an CO2 pro Jahr ist von Land zu Land sehr verschieden. Während die Menschen in einigen afrikanischen Staaten für weniger als eine viertel Tonne Kohlendioxid pro Jahr verantwortlich sind, verursacht der durchschnittliche Schwede mit seinem Lebensstil rund 7 Tonnen CO2, ein Bürger in Deutschland schon fast 10 Tonnen CO2 und ein US-Amerikaner mit seinem Way of Life sogar fast 20 Tonnen CO2 pro Jahr. Würden alle Menschen auf der Welt einen so verschwenderischen Lebensstil führen wie wir in den reichen Industrienationen oder gar in den USA, dann wären nicht nur die natürlichen Ressourcen wie Erdöl schon sehr bald erschöpft, sondern die Umwelt- und Luftverschmutzung würde vermutlich kein lebenswertes Dasein mehr möglich machen. Da sich der Lebensstandard in vielen Ländern der Erde aber dem unseren anpasst, geht es vor allem bei den großen CO2-Sündern darum, den eigenen Ausstoß drastisch zu minimieren. Vor diesem Hintergrund fiel in Schweden der Startschuß für das “One Tonne Life Project”.
Im Kampf gegen den Klimawandel müssen die CO2-Emissionen dramatisch gesenkt werden – von gegenwärtig sieben Tonnen pro Person und Jahr auf zukünftig eine Tonne. Heute startet ein weltweit einzigartiger Test, bei dem ab Jahresbeginn 2011 ein Paar mit zwei Kindern versucht, das Ziel von einer Tonne zu erreichen, ohne dabei ihren gewohnten Lebensstil zu verändern. Das „One Tonne Life“-Projekt ist eine Zusammenarbeit von drei schwedischen Firmen: A-hus, einem Hersteller von Energiesparhäusern, dem Energieversorgungsunternehmen Vattenfall und dem Automobilhersteller Volvo Car Corporation.
Stellen sie sich vor, sie leben in einem klimafreundlichen Haus mit Solarzellen auf dem Dach, durch die sowohl die Energie für die Heizung und alle elektrischen Geräte im Haus gewonnen wird als auch die, die zum Antrieb ihres Automobils notwendig ist. Für eine Familie in Schweden, die im Zentrum des „One Tonne Life“-Projekts steht, wird das schon bald Realität sein.
Veröffentlicht am 21. Juni 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 2,746 x gelesen
Grüne Technologien sind die Zukunft, weshalb große Konzerne vermehrt auf Klimaschutz und Green Tech setzen. Dahinter steht aber kein altruistisches Gutmenschentum sondern einfach die Erkenntnis, dass bei schwindenen Ressourcen und einer sich verändernden Haltung der Gesellschaft zu Umwelt- und Klimaschutz, mit diesen Technologien viel Geld zu verdienen ist. Als einer der Vorreiter hat der deutsche Konzern Siemens diese Tatsache jüngst mit seiner neuen, höchst energieeffizienten Gasturbinengeneration, der so genannten H-Klasse, bewiesen. Nach fast zehnjähriger Entwicklung werden sechs dieser “Weltrekord-Turbinen” an Florida Power & Light als ersten kommerziellen Kunden verkauft.
Foto: Siemens AG
Mit den besonders effizienten Gasturbinen kann der US-Energieversorger seinen Einsatz an fossilem Brennstoff in Gas- und Dampfkraftwerken (GuD) ab 2013 deutlich reduzieren. Für die gleiche Menge erzeugten Stroms benötigt die Turbine ein Drittel weniger Gas und senkt im selben Umfang die CO2-Emissionen gegenüber bisher installierten Lösungen in Gas- und Dampfkraftwerken. Verglichen mit Kohlekraftwerken lassen sich die Emissionen sogar um ganze 75 Prozent senken. Mit der Modernisierung seiner Kraftwerke erspart Florida Power & Light der Umwelt aber nicht nur Unmengen an Emissionen sondern sich selbst über den gesamten Lebenszyklus der Turbinen netto auch fast eine Milliarde US-Dollar.
Veröffentlicht am 14. Juni 2010, Kategorie(n):Gebäude, 1,255 x gelesen
Wenn man bei Unternehmen wie Volkswagen oder Toyota an Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit denkt, fallen einem zwangsläufig erst einmal Verbrauch und Emissionen der angebotenen Fahrzeuge an. Dabei tragen die Umwelteigenschaften der Autos selbstverständlich dazu bei, ob ein Autohersteller eine nachhaltige Geschäftspolitik betreibt, allerdings sind die CO2-Emissionen und Anstrengungen bei den alternativen Antrieben nicht der einzige wesentliche Faktor (wie auch der Beitrag zu Mitsubishi und der Pebble Mine zeigt). Gerade im Bereich der Produktion besteht ein enormer Energieverbrauch und auch der Betrieb der Autohäuser lässt sich noch einiges optimieren. Alleine mit der Initiative “Green IT” bei Volkswagen konnte der Konzern die Energieeffizienz in seinen Büros deutlich steigern und so den Jahresenergiebedarf von rund 1.400 Haushalten einsparen.
Veröffentlicht am 4. Mai 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 1,117 x gelesen
Obwohl Taiwan die Rahmenvereinbarung der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) nicht unterzeichnet hat, erklärte Premierminister Wu Den-yih nun, dass sich Taiwan doch anschließen werde. Als Mitglied der internationalen Gemeinschaft fühle man sich dem kürzlich auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen geschlossenen Abkommen verpflichtet und sei daher gewillt, die gemeinsame Verantwortung gegenüber der Umwelt auf unserem Planeten mit zu schultern. Demzufolge werde Taiwan die im Rahmenvertrag vereinbarten Maßnahmen und Aufgaben mit tragen und die eigenen Treibhausgas-Emissionen deutlich senken. Dem Richtungswechsel voraus gegangen war die Vorlage der Zusammenfassung des Entwurfes eines Schreibens an das UNFCCC Sekretariat durch die Umweltschutzbehörde, das die Unterstützung Taiwans für die in Kopenhagen beschlossenen Resolutionen zusichert.