Veröffentlicht am 29. September 2011, Kategorie(n):Gebäude, 611 x gelesen
Wie die Auswertung von rund einer Million Gebäudedaten durch die gemeinnützige co2online GmbH zeigt, verbrauchen vollsanierte Gebäude mit Solarwärmenutzung durchschnittlich 52 Prozent weniger Heizenergie als vergleichbare unsanierte Altbauten. “Die Ergebnisse zeigen: Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes spielt eine entscheidende Rolle für die klima- und energiepolitischen Ziele der Bundesregierung - und damit auch für die Energiewende”, erklärt in diesem Zusammenhang Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. Da etwa Dreiviertel der 40 Millionen Wohneinheiten in Deutschland vor dem Jahr 1978, in dem die erste Wärmeschutzverordnung verabschiedet wurde, errichtet worden ist, liegt in der Sanierung des Wohngebäudebestands das größte Einsparpotenzial.
Die Bundesregierung hat in einem Sechs-Punkte-Programm zur Energiewende das Ziel festgelegt, den Wärmebedarf von Gebäuden bis 2020 um 20 Prozent zu senken. Mit dem ab sofort erscheinenden Trendreport Energie zeigt co2online Wege auf, wie dieses Ziel effizient erreicht werden kann. In ihm werden Entwicklungen und Tendenzen des Heizenergieverbrauchs in deutschen Wohngebäuden darstellt. Die zugrundeliegenden co2online-Gebäudedaten ermöglichen detaillierte Angaben über Niveau und räumliche Verteilung der energetischen Gebäudesanierung. Darüber hinaus sind Aussagen über die Wirksamkeit einzelner Sanierungsmaßnahmen möglich, die als Entscheidungsgrundlage für die Fördermittelvergabe dienen können. Gesetzliche Vorgaben für Neubauten haben dabei aufgrund der geringen Neubauquote nur wenig Einfluss.
Veröffentlicht am 12. Februar 2010, Kategorie(n):Allgemein, 681 x gelesen
Auch wenn die Politiker auf dem Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember 2009 kläglich gescheitert sind, hat das Treffen doch für eine enorme Aufmerksamkeit für das Thema Klimaschutz gesorgt. Auch nach Einschätzung 44 unabhängiger Klima-Experten aus Wissenschaft und Forschung, Fachmedien, Organisationen und Politik ist das Interesse an Klimaschutz und Klimawandel im vierten Quartal 2009 deutlich gestiegen. Diese Ergebnisse sind in das Klima-Barometer der gemeinnützige co2online GmbH eingeflossen und fortan misst der Index quartalsweise das öffentliche Interesse an Klimaschutz und Klimawandel. Aufgrund des Kopenhagener Klimagipfels und den Berichten in allen Medien, lag der Indexwert im letzten Quartal bei 110 Punkten (Durchschnitt: 100 Punkte). Hierzu passen auch die Umfragen, dass die Mehrheit inzwischen den Prognosen zum Klimawandel glaubt oder sogar Schlimmeres erwartet.
Viele Verbraucher ändern ihr Verhalten nach dem gescheiterten Klimagipfel in Kopenhagen
Während in Kopenhagen um das große Ganze gestritten wurde, bevorzugen die meisten Verbraucher kleine und leicht durchzuführende Änderungen in ihrem täglichen Leben um damit Umwelt und Klima besser zu schützen. Gefragt nach dem direkten Einfluss des Klimagipfels auf ihr persönliches Verhalten, nannte die Mehrheit der Verbraucher Verhaltensmaßnahmen wie den verstärkten Kauf regionaler Lebensmittel, die verstärkte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder häufigeres Radfahren. Während der Kauf regionaler Produkte noch mit einem relativ geringen Kostenaufwand verbunden ist, lässt sich beim Fahrradfahren sogar Geld einsparen und etwas für die eigene Gesundheit tun. Und beides hat natürlich einen positiven Effekt auf die eigene CO2-Bilanz.
Veröffentlicht am 26. Januar 2010, Kategorie(n):Bei Gebäuden, 869 x gelesen
Wenn man in Deutschland wirklich sinnvoll große Mengen Energie und damit auch CO2-Emissionen einsparen will, kommt man an der energetischen Sanierung von Immobilien nicht vorbei. Denn die Gebäude in denen wir wohnen und arbeiten sind für ganze 40 Prozent des deutschen Energieverbrauchs und CO2-Emissionen verantwortlich. In der Wirtschaftskrise gab die Bundesregierung vor, über die als “Umweltprämie” bezeichnete Abwrackprämie etwas für den Klimaschutz zu tun. Mehr verkaufte Neuwagen würden schließlich das durchschnittliche Fahrzeugalter und den Durchschnitteverbrauch senken und nicht nur Gewinne in die Kassen der großen Autobauer spülen. Sinnvoller wären die Investitionen wahrscheinlich aber eher im Bereich Immobilien gewesen und so forderte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) Anfang letzten Jahres auch eine Abwrackprämie für alte Heizkessel statt für Autos. Damit wären zudem kleine und mittelständische Betriebe statt großer Konzerne unterstützt worden.
Fazit ist: 60 Prozent der Gebäude in Deutschland sind älter als 25 Jahre – und größtenteils energetisch unsaniert. “Wollen wir die Klimaschutzziele Deutschlands erreichen, müssen wir die Sparpotenziale von Immobilien effektiver nutzen”, erklärt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen co2online GmbH und Initiatorin des Energiesparclubs. Durch fachmännische Modernisierungen könnten Einsparungen bei Energieverbrauch und CO2-Emissionen von bis zu 50 Prozent erreicht werden. “Durch energetische Modernisierungen lassen sich Altbauten auf den Effizienzstand von Neubauten bringen. Entscheidend ist eine kompetente Beratung im Vorfeld”, so Loitz. Gesparte Energie bedeutet für die Immobilienbesitzer übrigens nicht nur eine gute Tat für die Umwelt, sondern sparen jeden Monat auch bares Geld und werden unabhängiger von steigenden Preisen der Energieversorger.
Veröffentlicht am 11. Dezember 2009, Kategorie(n):Sonstiges, 904 x gelesen
Wie bereits am 24. November 2009 berichtet wurde, hatte es sich die Berliner Band Ruffcats zum Ziel gesetzt, das erste klimafreundliche Musikvideo der Welt zu drehen. Ganze 16 Stunden lang wurde im Tresor-Club in Berlin-Mitte das Video zum Song “Chamäleon” gedreht, wobei die Hälfte der benötigten Energie mit speziellen Fahrrädern von Musikern und freiwilligen Helfern erstrampelt wurde. Während sonst beim Dreh eines Videoclips schnell über 100 Kilowattstunden Strom anfallen, wurde der Dreh mit nur einer einzigen Kilowattstunde realisiert.
Veröffentlicht am 8. Dezember 2009, Kategorie(n):Gebäude, 1,941 x gelesen
Während in Kopenhagen Experten und Politiker die internationalen Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel beraten, zeigt die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne “Klima sucht Schutz” Klimaschutz der praktischen Art: Mit dem neuen “Passivhaus-Spezial” und verschiedenen Energiespar-Ratgebern werden Endverbraucher informiert, wie sie persönlich von der Passivhaus-Bauweise im Neu- und Altbau profitieren können und von welchen vorbildlichen Praxisbeispielen sie abschauen können.
Drei der insgesamt 15 Energiespar-Ratgeber der Klimaschutzkampagne wurden um verschiedene Optionen zum Passivhausstandard erweitert. Im Ratgeber “Heizkosten im Neubau” haben angehende Bauherren von Wohngebäuden neben dem schnellen Vergleich verschiedener Heizsysteme jetzt zusätzlich auch die Möglichkeit, die Energiebilanz und Wirtschaftlichkeit eines Passivhauses zu prüfen. Besonderheit eines Passivhauses ist, dass es ohne separates Heizsystem auskommt. Schnell und unkompliziert können Nutzer die individuelle Höhe der nötigen Investitionen sowie der laufenden Verbrauchs- und Betriebskosten in Erfahrung bringen. Auch die CO2-Emissionen der ausgewählten Systeme werden gegenübergestellt. Die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEv) verlangt beispielsweise für ein neu gebautes Einfamilienhaus einen jährlichen Heizwärmebedarf von höchstens 95 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Mit weniger als 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter liegt der Energiebedarf eines Passivhauses bei nur einem Bruchteil dessen, was in Zeiten steigender Energiepreise bares Geld ausmacht.
Veröffentlicht am 24. November 2009, Kategorie(n):Sonstiges, 1,467 x gelesen
Die Entertainmentbranche ist eine der Branchen in denen das Thema Energiesparen bisher noch nicht wirklich angekommen ist. So heisst es auch in der Musikindustrie noch “Klotzen statt Kleckern” und so dreht sich bei Videodrehs der Stromzähler üblicherweise wie ein außer Kontrolle geratenes Windrad, während im Hintergrund die Motoren der großen Trucks, die die Scheinwerfer, Verstärkertürme und Technik angekarrt haben, langsam abkühlen.
Dabei geht es auch ganz anders, wie die Berliner Reggae-Größen Mellow und Pyro mit ihrer Band Ruffcats Kampagne und Unterstützung der Kampagne “Klima sucht Schutz” gezeigt haben. So wurde am gestrigen Montag, den 23. November im Berliner Tresor-Club der erste klimafreundliche Videoclip der Welt gedreht. “Ich habe bei meinen Drehs oft darüber nachgedacht, wie viel Energie da verballert wird”, sagt Regisseurin Stephanie von Beauvais, die bereits Clips für deutsche Größen wie 2Raumwohnung und Tocotronic abgedreht hat. “Wichtig ist, dass nicht nur die Organisation hinter der Kamera umweltfreundlich abläuft, sondern auch im Video die Aussage deutlich wird. Wir wollen ein stimmungsvolles Video machen. Die Zuschauer sollen das Gefühl bekommen, dass Energiesparen wie eine Diät ist, die besonders lecker schmeckt”, sagt von Beauvais.