Veröffentlicht am 23. Oktober 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 944 x gelesen
Am 19. September wurde das Bohrloch im Golf von Mexiko von BP versiegelt und die Menschheit macht weiter als wäre nichts geschehen. Die Energiekonzerne wollen weiter auch an den ökologisch katastrophalsten Stellen nach Öl bohren und die Regierungen stellen den Umweltschutz ein ums andere mal hinter den Geldsegen. Dabei sollte der Untergang der Deepwater Horizon nicht vergessen werden - denn es ist klar, dass solch ein Unglück wieder geschehen kann, wenn die Menschen nicht endlich einen anderen Weg einschlagen als den des schnellsten und einfachsten Wachstums. Um für die nächste Ölpest - die hoffentlich nicht eintritt - gerüstet zu sein, hat das as MIT eine Idee: Schwärme von Solar-Robotern, die das Meer säubern.
Veröffentlicht am 22. September 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 1,415 x gelesen
Am 19. September 2010 wurden die Arbeiten zum Versiegeln des Bohrlochs MC252 im Golf von Mexiko laut BP abgeschlossen, indem das Förderrohr sowie der Raum zwischen Förderrohr und Bohrlochwand mit Zement verfüllt worden sind. Da die Deepwater Horizon Ölbohrplattform am 22. April diesen Jahres nach einer Explosion unterging und im Golf von Mexiko versank, hat es demzufolge fast genau fünf Monate (!) gedauert, bis das Leck an am Bohrloch komplett geschlossen wurde. Die in der Zwischenzeit ausgetretene Menge an Erdöl wurde auf 500.000 bis 1 Million Tonnen geschätzt und zählt damit zu einer der schwersten Umweltkatastrophen dieser Art in der Geschichte der Menschheit.
Auch wenn inzwischen wieder andere Themen wie etwa Bonuszahlungen an die Manager der HRE oder Sarazzin und Co. die Medien beherrschen, sollte die Tragödie im Golf von Mexiko nicht so schnell vergessen werden. So wie Tony Hayward, BP Chief Executive Officer treffend bemerkte, ist die Arbeit längst nicht getan: “BP wird ihr Engagement zur Wiedergutmachung der im und am Golf von Mexiko verursachten Schäden und der Auswirkungen auf die Lebensumstände der betroffenen Anwohner unverändert fortsetzen.” Darüber hinaus sollten weder Ölkonzerne noch Regierungen diese menschgemachte Umweltkatastrophe einfach so vergessen oder als einmaligen Unglücksfall abtun. Raus aus der Tiefsee und keine Ölbohrungen im sensiblen Ökosystem der Arktis kann die einzige Schlußfolgerung aus dieser Tragödie sein.
Veröffentlicht am 6. August 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 754 x gelesen
Lange, lange hat man auf gute Neuigkeiten aus dem Golf von Mexiko warten müssen: Erst scheiterte das Verschließen des Bohrlochs mit einer großen Stahlglocke, dann scheiterte die Operation “Top Kill” und später strömten rund um eine kleinere Stahlglocke weiter große Mengen giftiges Öl ins Meer. Jetzt scheinen sich die Anstrengungen von BP endlich auszuzahlen, die Operation “Static Kill” lief zumindest sehr erfolgreich an. Nachdem im ersten Schritt von “Static Kill” das Bohrloch mit Tonnen von Schlamm versigelt wurde, kam nun eine erfolgreiche Versiegelung mit Zement hinzu.
Veröffentlicht am 5. August 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 790 x gelesen
Dreieinhalb Monate nach dem Untergang der Deepwater Horizon und mehr als 770 Millionen Litern Erdöl, die in den Golf von Mexiko geflossen sind, begann am 3. August 2010 wurde um 22:00 Uhr (13:00 Uhr Ortszeit) die Operation “Static Kill“. In deren Rahmen wurde rund acht Stunden lang von mehreren Schiffen schwerer Bohrschlamm in das beschädigte Bohrloch in dem ca. 1.500 Meter tiefen Meeresgrund gepumpt. Gestern teilte BP dann mit, dass der erste Schritt der Versiegelung wohl erfolgreich war und die Druckverhältnisse im Bohrloch MC252 offensichtlich stabil sind.
Foto: U.S. Coast Guard photograph by Petty Officer 1st Class Adam Eggers
Veröffentlicht am 3. August 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 989 x gelesen
Nachdem das Öl seit drei Monaten unkontrolliert aus dem Leck der Deepwater Horizon in den Golf von Mexiko strömt, soll das Leck laut dem COO von BP, Doug Suttles, heute endlich mit der Operation “Static Kill” verschlossen werden. Zu diesem Zweck sollen unter hohem Druck große Mengen Schlamm in das Bohrloch gepumpt werden. Ob die Operation erfolgreich verlaufen wird und das Bohrloch dauerhaft verschließt, wird sich aber frühestens morgen oder in den nächsten tagen zeigen.
Veröffentlicht am 29. Juli 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 894 x gelesen
Während der BP-Konzern am Montag seine Halbjahreszahlen vorstellte, protestieren Greenpeace-Aktivisten vor der BP-Zentrale in Bochum sowie an rund 50 Londoner Tankstellen. Denn während der Konzern mit seinem Firmenslogan “bp - beyond petroleum” (jenseits des Öls) versuche, sich als ökologisch orientiertes Unternehmen zu verkaufen, sieht die bittere Wahrheit ganz anders aus. Die ökologische Bilanz des Ölkonzerns ist mehr als miserabel, denn von seinen mehr als 200 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr investiert BP nicht einmal 0,5 Prozent in umwelt- und klimafreundliche Energien. In den kommenden Jahren sollen lediglich eine Milliarde Dollar in Erneuerbare Energien investiert werden, in riskante Ölförderprojekte sollen trotz der gigantischen Umweltkatastrophe der Deepwater Horizon im Golf von Mexiko dagegen 19 Milliarden Dollar fließen. Dabei zeigt sich 101 Tage nach Beginn der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko überdeutlich, dass Ölbohrungen in der Tiefsee nicht beherrschbar sind und BP nichts aus dem Desaster gelernt hat.
Veröffentlicht am 9. Juli 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 862 x gelesen
Die Ölkatastrophe, die durch das Sinken der Ölbohrinsel Deepwater Horizon verursacht wurde ist bereits heute die schlimmste ihrer Art. Nachdem es immer noch keine konkreten Pläne zum Verschließen des Lecks am Meeresgrund gibt, könnte aber alles noch viel schlimmer kommen. Wie eine Simulation des National Center for Atmospheric Research (NCAR) zeigt, besteht das Risiko, dass das giftige Erdöl von der Meeresströmung über den Gol von Mexiko hinaus in den Atlantik getragen wird. Dort könnte es ebenfalls Küsten auf Jahre verschmutzen sowie sogenannte Todeszonen auf offener See bilden. Währenddessen scheint sich ein Teil der Menschheit bedauerlicherweise nur für finanzielle oder andere persönliche Probleme aus der Ölkatastrophe zu interessieren.
Veröffentlicht am 7. Juli 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 738 x gelesen
Während das Öl seit dem Untergang der Deepwater Horizon vor mehreren Monaten zu Unmengen in den Golf von Mexiko läuft und das Meer wie die Küste der USA verseucht, würde die Ölindustrie am liebsten wie bisher weitermachen und sogar noch verstärkt nach Öl bohren. Selbstverständlich trifft die Schuld den britischen Konzern BP ebenso wie die Industriegesellschaften die nach dem schwarzen Gold gieren, die anderen Unternehmen der Branche vermeiden es aber zu erwähnen, dass eine solche Tragödie auch bei ihren Bohrungen passieren könnte. Um dieses Risiko weitestgehend zu minimieren plant die EU-Kommission daher nun, die Ölindustrie stärker zu kontrollieren und dafür höchste Umwelt- und Sicherheitsstandards aufzustellen.
Wie die Welt Online bereichtet, will Energiekommissar Günther Oettinger endlich eine spezifische Gesetzgebung für Offshore-Bohrungen vorlegen, die EU-weite Sicherheitsstandards und Notfallpläne beinhaltet. Erste Vorschläge sollen bereits am heutigen Mittwoch dem Europäischen Parlament in Straßburg vorgestellt werden. Konkrete Gesetzesvorlagen der Europäischen Union, die im Anschluß in nationales Recht umgesetzt werden müssen, könnten laut Welt Online bereits 2011 vorliegen. Das es in diesem Bereich dringenden Handlungsbedarf gibt, belegen Mitteilungen der EU-Kommission in denen es heisst, dass “die EU mit ähnlichen Unglücken nahe der Küste rechnen muss”.
Veröffentlicht am 2. Juli 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 2,847 x gelesen
Das Öl aus dem Leck im Bohrloch der Deepwater Horizon läuft und läuft und läuft und läuft in den Golf von Mexiko. Vor mehr als zwei Monaten sank die Ölbohrplattform von BP im Golf von Mexiko und seither verseucht das giftige Erdöl das Meer. Bisher sind unvorstellbare Mengen ausgetreten - Schätzungen sprechen von bis zu 4 Millionen Liter pro Tag - und bisher konnte BP nur einen Bruchteil davon auffangen. Auch scheinen manche Menschen nichts aus solchen Katastrophen zu lernen: Genau vor zwei Monaten wurde hier die Frage in den Raum gestellt, ob die vielleicht schlimmste Umweltkatastrophe durch die Deepwater Horizon vielleicht die Energiewende bringt? Nach den Bohrstopps in der Tiefsee des Golf von Mexiko soll nun aber statt weniger sogar noch verstärkt nach Öl gebohrt werden.