Veröffentlicht am 9. Januar 2012, Kategorie(n):Solarenergie, Windkraft, 273 x gelesen
Noch wird die Energieversorgung von Deutschland und den meisten anderen Staaten der Welt von wenigen großen Energiekonzernen kontrolliert. Diese haben jahrzehntelang vor allem auf billige Atomenergie und Kohlekraft gesetzt, sich um die Auswirkungen auf Klima und Umwelt wenig Gedanken gemacht und vor allem damit Milliarden gescheffelt. Während die Auswirkungen eines Kohlekraftwerks wie etwa die Luftverschmutzung vor allem auch die unmittelbar in Nachbarschaft lebenenden Menschen betreffen, sehen sie von den Gewinnen meist nichts. Besonders profitieren hingegen (Groß)Investoren, Vorstände und Manager der Konzerne. Inzwischen formiert sich aber Widerstand in Form sogenannter Bürgersolarparks und Bürgerwindparks.
Veröffentlicht am 3. Januar 2012, Kategorie(n):Solarenergie, 383 x gelesen
Das Jahr 2011 wird vielen Menschen vor allem als Krisenjahr in Erinnerung bleiben, mit dem schlimmen Tsunami und der Atomkatastrophe von Fukushima, den Revolutionen im Nahen Osten, der nicht mehr in denGriff zu kriegenden Staatsschulden und der Angst vor einem kollabierenden Euro. Dabei gerät schnell in Vergessenheit, dass es gerade in Deutschland auch sehr positive Nachrichten zu vermelden gab, wie etwa den beschlossenen Ausstieg aus der Atomkraft oder den Rekord bei der Solarenergie-Erzeugung. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) produzierten Solaranlagen hierzulande in 2011 mehr als 18 Milliarden Kilowattstunden sauberen Strom und auch die Solarwärme-Nutzung legte deutlich zu. Die Stromerzeugung stieg damit um ganze 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr und entspricht in etwa dem Stromverbrauch von Thüringen - einer Strommenge, mit der rechnerisch 5,1 Millionen Haushalte ein Jahr lang versorgt werden können.
Veröffentlicht am 17. November 2011, Kategorie(n):Allgemein, 350 x gelesen
So wie sich die Europäische Union nach der Staatsschuldenkrise nicht ohne den Willen und die Teilnahme der Einwohner der EU-Staaten weiterentwickeln kann, so wird die Energiewende wohl auch nicht gelingen, wenn man die Bürger nicht genug mit einbezieht. Genau deshalb hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Menschen in Deutschland zu einer aktiven Teilnahme aufgerufen und in diesem Rahmen auch das Internetportal zum Bürgerdialog Energietechnologien für die Zukunft online gestellt. Auf dem Bürgergipfel wurde Anfang November 2011 von interessierten Bürgern zudem der Bürgerreport erarbeitet, der konkrete Empfehlungen und Wünsche für die Gestaltung der Energiewende beinhaltet und im Anschluß an Bundesforschungsministerin Annette Schavan übergeben wurde.
Veröffentlicht am 15. November 2011, Kategorie(n):Filme & TV, 439 x gelesen
In diesem Animationsfilm von Greenpeace wird erklärt, wo der deutsche Atommüll landet, was genau eigentlich ein Zwischenlager und was genau ein Endlager für Atommüll ist? Außerdem wird der Castortransport kritisiert, der bald wieder rollen und 44 mal Fukushima quer durch Europa karren soll. Ziel ist das von der französischen Aufbereitungsanlage La Hague weit entferte Lager Gorleben und auch beim Zwischenlager dürften sich die meisten etwas sichereres als die liebevoll “Kartoffelscheune” genannte Stahlbetonhalle vorgestellt haben. Ungesicherte Wände und ungefilterte Lüftungsschlitze tragen nicht gerade zum Bild einer sicheren Atomtechnologie bei.
Veröffentlicht am 9. November 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 491 x gelesen
Ende Oktober 2011 hat der Deutsche Bundestag das von der Bundesregierung vorgelegte Kreislaufwirtschaftsgesetz beschlossen, mit dem die Interessen der Bürger, Kommunen und privaten Wirtschaft unter einen Hut gebracht werden sollen. “Das neue Abfallrecht ist ein bedeutsamer Schritt auf dem Weg zu einer echten Kreislaufwirtschaft. Wir wollen konsequent Abfall vermeiden, höchste Anforderungen an das Recycling stellen und damit unsere Ressourcen effizienter und schonender nutzen”, erklärte Bundesumweltminister Norbert Röttgen. “Das neue Gesetz ist ein echter Fortschritt für eine bürgernahe, verlässliche, ressourceneffiziente und rechtssichere Kreislaufwirtschaft in Deutschland”, so Röttgen weiter. “Es ist ein Gewinn für die Bürgerinnen und Bürger, für die Kommunen, die Wirtschaft und besonders für die Umwelt”.
Veröffentlicht am 3. November 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 373 x gelesen
Die Atomkraft ist profitabel, sauber und vor allem sicher. Dies sind die Gründe, mit denen die Befürworter der Kernenergie gerne auftreten und das erste Argument dürfte auch tatsächlich zutreffen. Zumindest für die großen Energieversorger und Betreiber der Atomkraftwerke. Schließlich wurde die Technologie durch den Steuerzahler ordentlich subventioniert und auch die Entsorgung wälzt man gerne auf den Staat ab. Früher war es allerdings noch viel einfacher, denn bis 1982 wurden der Atommüll einfach in Stahlfässern ins Meer gekippt. Mehr als 200.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktive Abfällen rosten deshalb im Nordostatlantik vor sich hin. Versenkt wurden sie von neun Staaten, darunter auch Deutschland, das diese Art der “Müllentsorgung” sogar angestoßen hat.
Veröffentlicht am 7. Oktober 2011, Kategorie(n):Im Haushalt, 609 x gelesen
Beim Aufstehen ist es noch dunkel und auch am Abend geht die Sonne wieder lange vor 20:00 Uhr unter. Gleichzeitig ist die Temperatur bereits so weit gesunken, dass Pullis und Jacken aus den Schränken gekramt wurden und so ist Eines ganz klar: Die Heizperiode steht vor der Tür oder die Heizung wurde sogar bereits wieder angestellt. Mit Beginn der Heizsaison läuft auch der private Verbrauch von fossilen Rohstoffen wie Erdgas und Erdöl bald wieder auf Hochtouren. Das Traurige dabei ist, dass inzwischen zwar immer mehr Ökostrom aus sauberer Wind- und asserkraft sowie Sonnenenergie beziehen, es gleichzeitig bisher aber kaum Alternativen zum Heizen mit Erdöl oder Erdgas gab. NAch offiziellen Erhebungen des AG Energiebilanzen e.V. basierten noch im ersten Halbjahr 2011 mehr als 75 Prozent aller Heizungen in Deutschland auf einer dieser beiden Ressourcen. Auch das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) bestätigte im August 2011, dass der Anteil der erneuerbaren Energien am Wärmeverbrauch bei gerade einmal 9,5 Prozent liegt.
Veröffentlicht am 29. September 2011, Kategorie(n):Gebäude, 607 x gelesen
Wie die Auswertung von rund einer Million Gebäudedaten durch die gemeinnützige co2online GmbH zeigt, verbrauchen vollsanierte Gebäude mit Solarwärmenutzung durchschnittlich 52 Prozent weniger Heizenergie als vergleichbare unsanierte Altbauten. “Die Ergebnisse zeigen: Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes spielt eine entscheidende Rolle für die klima- und energiepolitischen Ziele der Bundesregierung - und damit auch für die Energiewende”, erklärt in diesem Zusammenhang Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. Da etwa Dreiviertel der 40 Millionen Wohneinheiten in Deutschland vor dem Jahr 1978, in dem die erste Wärmeschutzverordnung verabschiedet wurde, errichtet worden ist, liegt in der Sanierung des Wohngebäudebestands das größte Einsparpotenzial.
Die Bundesregierung hat in einem Sechs-Punkte-Programm zur Energiewende das Ziel festgelegt, den Wärmebedarf von Gebäuden bis 2020 um 20 Prozent zu senken. Mit dem ab sofort erscheinenden Trendreport Energie zeigt co2online Wege auf, wie dieses Ziel effizient erreicht werden kann. In ihm werden Entwicklungen und Tendenzen des Heizenergieverbrauchs in deutschen Wohngebäuden darstellt. Die zugrundeliegenden co2online-Gebäudedaten ermöglichen detaillierte Angaben über Niveau und räumliche Verteilung der energetischen Gebäudesanierung. Darüber hinaus sind Aussagen über die Wirksamkeit einzelner Sanierungsmaßnahmen möglich, die als Entscheidungsgrundlage für die Fördermittelvergabe dienen können. Gesetzliche Vorgaben für Neubauten haben dabei aufgrund der geringen Neubauquote nur wenig Einfluss.
Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bereits Ende August 2011 berichtet hat, hat der Anteil der Erneuerbaren Energien am Strombedarf in Deutschland im ersten Halbjahr 2011 erstmals die 20-Prozent-Marke übersprungen. Nach ersten Schätzungen des BDEW wurden in diesem Zeitraum ganze 57,3 Milliarden Kilowattstunden sauberer Strom erzeugt, was 20,8 Prozent des deutschen Strombedarfs entspricht. Im Vergleich dazu waren es im ersten Halbjahr 2010 erst 50,4 Milliarden Kilowattstunden, was 18,3 Prozent des Strombedarfs entsprach.
Veröffentlicht am 21. September 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 684 x gelesen
Bei der Pfungstädter Brauerei werden täglich rund 240.000 Flaschen Bier abgefüllt, was natürlich auch eine Menge Strom kostet. Auf der Suche nach Stromfressern wurden in der Produktion Jahrzehnte alte Pumpen entdeckt, die gegen neue und besonders effiziente Pumpen ausgetauscht wurden. Eine Pumpe kostet dabei rund 3.800 Euro, pro Jahr kann Pfungstädter pro Pumpe aber rund 9.000 Euro Stromkosten sparen. Die Amortisationszeit liegt damit bei nur fünf Monaten und da es mehr als Hundert dieser Pumpen im Betrieb gibt, lässt sich so nicht nur etwas für die Umwelt tun, sondern bereits in einem Jahr auch eine Menge Geld sparen. Diese Geschichte wurde am gestrigen Dienstag, den 20. September 2011, in der ZDF-Sendung Frontal21 vorgestellt. Und wie es weiter heißt, könnte die deutsche Wirtschaft den Stromverbrauch allein im Bereich Klima-, Kühlungs und Drucklufttechnik um ganze 20 bis 30 Prozent verringern. Getan wird aber wenig und daran soll neben den Unternehmern und Mangern selbst auch die Politik schuld sein.