Veröffentlicht am 29. August 2011, Kategorie(n):Auf der Arbeit, 821 x gelesen
Wenn in den unzähligen Büros in Deutschland Tag für Tag gearbeitet wird, dann tragen dort nicht nur Beleuchtung und Heizung zu einem enormen Energieverbrauch bei, sondern auch Computer, Drucker, Kopierer und allerlei andere elektrische Geräte, ohne die unsere moderene Wirtschaft einfach nicht mehr funktionieren würde. Selbstverständlich lässt sich dies auch nicht ändern, da der Verbrauch von Strom oder Ressourcen wie Papier für den Erfolg der Unternehmen und die Sicherung der Arbeitsplätze notwendig ist. Allerdings ist nicht jeder Verbrauch sinnvoll, denn immer noch wird Strom, Wasser, Heizenergie oder Kopierpapier viel zu häufig sinnlos verschwendet. Dabei lässt sich mit cleverem Energiesparen nicht nur etwas für den Klima- und Umweltschutz tun, sondern auch Betrebskosten einsparen.
Laut der Broschüre “Klimaschutz im Büro. Geringer Aufwand - Große Wirkung” der BIK - Berliner Informationsstelle Klimaschutz, könnten in Büros bis zu 75 Prozent der sonst anfallenden Stromkosten eingespart werden, wenn die Räumlichkeiten und Arbeitsplätze mit energieeffizienter Bürotechnik ausgestattet werden würden. Bei einem Unternehmen mit 200 Büroarbeitsplätzen könnten so durch das Energiesparen pro Jahr auch rund 8.500 Euro Stromkosten eingespart werden. Darin noch nicht einmal enthalten sind die Einsparpotentiale von Servern und Rechenzentren.
Veröffentlicht am 23. August 2011, Kategorie(n):Allgemein, 775 x gelesen
In Europa leben bereits mehr als 70 Prozent der Bevölkerung in Städten und Ballungsräumen und in den letzten Jahrzehnten hat die Landflucht vor allem auch in Schwellen- und Entwicklungsländern ein bisher ungekanntes Ausmaße angenommen. Gerade hier besteht daher ein großes Potential zur Steigerung der Energieeffizienz, zur Nutzung der erneuerbaren Energien und zur Senkung des Ressourcenverbrauchs mit einem möglichst großen Hebel. Schließlich gehen inzwischen 75 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs auf das Leben und Arbeiten in den Metropolen und Städten unserer Erde. Grünere Städte bedeuten aber nicht nur die Verringerung der Emissionen und den Erhalt größerer Rohstoffreserven für nachfolgende Generationen, sondern vor allem auch eine Steigerung der Lebensqualität für die Bewohner.
Veröffentlicht am 10. August 2011, Kategorie(n):Gebäude, 1,009 x gelesen
Wie das gemeinnützige Unternehmen co2online berichtet, hat die am 1. Februar 2002 in Kraft getretene Energieeinsparverordnung (EnEV) zu enormen Einsparungen bei Heizenergie und Emissionen beigetragen, denn bis 2010 sank der Heizenergieverbrauch von deutschen Wohngebäuden um durchschnittlich 22 Prozent bzw. 2,75 Prozent pro Jahr. Zu diesem Ergebnis kam die co2online gemeinnützige GmbH nach Auswertung des eigenen Bestands von rund einer Million Wohngebäudedaten. Während ein Wohngebäude im Jahr 2002 noch durchschnittlich 161 Kilowattstunden Heizenergie pro Quadratmeter und Jahr benötigte, waren es in 2010 nur noch 126 Kilowattstunden.
Veröffentlicht am 14. Juni 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 806 x gelesen
Bis der gesamte Stromverbrauch über die Erneuerbaren Energien gedeckt werden kann, wird wohl noch eine Weile dauern. Damit der beschlossene Atomausstieg die Versorgungssicherheit nicht gefährdet und auch keine neuen und klimaschädlichen Kohlekraftwerke gebaut werden müssen, ist eine Steigerung der Energieeffizienz auf der Nachfrage- und der Angebotsseite die wichtigste Aufgabe. Dazu beitragen könnte vor allem auch der forcierte Ausbau dezentraler Blockheizkraftwerke (BHKW), die bereits seit Jahren erfolgreich zur dezentralen Stromerzeugung bei gleichzeitiger Nutzung der Abwärme eingesetzt werden. Mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent ist die Kraft-Wärme-Kopplung für Andreas Prohl, Präsident der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE), eine Schlüsseltechnologie für eine verbesserte Energieeffizienz auf der Angebotsseite
Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie, die das Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) Mitte letzter Woche beim Effizienzdialog der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) vorgestellt hat. Voraussetzung für einen stärkeren Ausbau dieser Anlagen ist nach Auffassung der beiden Verbände jedoch eine Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Dazu gehöre auch, die gewerbsmäßigen Betreiber von KWK-Anlagen von der sogenannten EEG-Umlage in Höhe von 3,53 Cent je Kilowattstunde zu befreien.
Michael Geißler, Vorstandsvorsitzender des eaD, sagte: “Die dezentrale KWK wird in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, um Strom aus erneuerbaren Energien in die Netze zu integrieren, Stabilität in der Versorgung zu gewährleisten und die Übertragungsnetze zu entlasten. Deshalb sollte der Gesetzgeber allen Betreibern von KWK-Anlagen gleich gute Entwicklungschancen ermöglichen.” Das aktuelle KWK-Gesetz enthält für Mikro- und Mini-Blockheizkraftwerke mit einer elektrischen Leistung bis zu 50 kW Förderregelungen, die den Erhalt eines Zuschlags von 5,11 Cent pro Kilowattstunde vorsehen. Die Belastung des umweltfreundlich erzeugten KWK-Stroms durch die EEG-Umlage konterkariert nach Auffassung von ASUE und eaD jedoch diese Förderung. Auch in dem jetzt vorgelegten Gesetzentwurf zum neuen EEG wird dieser Widerspruch nicht beseitigt, mit der Folge, dass durch die steigende EEG-Umlage der KWK-Bonus immer weiter zusammenschmilzt. Dadurch haben es Energiedienstleister als treibende Kraft beim Ausbau der dezentralen KWK immer schwerer, ihre Anlagen wirtschaftlich zu betreiben.
Veröffentlicht am 25. Mai 2011, Kategorie(n):Allgemein, 1,151 x gelesen
Der vor fast 150 ahren gegründete Bayer Konzern besteht heute aus mehreren hundert Unternehmen mit über 100.000 Mitarbeitern rund um den Globus. Diese können die Auswirkungen von Umweltverschmutzung und Klimawandel in all ihren Facetten wahrnehmen und nicht nur vor diesem Hintergrund hat sich der Chemiekonzern einer grüneren Geschäfts(Zukunft) gewidmet. Zwischen 2008 und 2010 wurden bereits mehr als eine Milliarde Euro in klimarelevante Forschung und Entwicklung sowie Projekte investiert. Im 72 Seiten starken Nachhaltigkeitsbericht 2010 dokumentiert Bayer die Fortschritte in den Schwerpunkt-Bereichen Klimaschutz, Gesundheitsversorgung und Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung sowie weitere Nachhaltigkeits-Leistungen des Konzerns und formuliert neue Ziele in den Bereichen Unternehmensführung, Mitarbeiter, Ökologie, Innovation und Engagement.
Veröffentlicht am 15. April 2011, Kategorie(n):Allgemein, 1,215 x gelesen
Klimawandel, sinkende Rohstoffressourcen, steigende Energiepreise und zuletzt der tragische Atomunfall in Japan: Der Wunsch der Menschen nach einer echten Energiewende in Deutschland ist aktueller als je zuvor und die Ziele klingen auch ambitioniert: Bis 2020 soll der Klimagasausstoß um 40 Prozent gegenüber 1990 sinken. Das sieht das Integrierte Energie- und Klimaprogramm (IEKP) vom August 2007 vor, fortgeschrieben im Energiekonzept der Bundesregierung von September 2010. Eine große Rolle spielt der Umstieg auf die Erneuerbaren Energien, doch das Einsparpotential an Energie, also die Steigerung der Energieeffizienz, sollte nicht vergessen werden. Denn immerhin könnten Energiesparen und mehr Energieeffizienz den Strommix schon alleine verändern - ohne eine einzige neue Windkraft oder Solaranlage.
Foto: Tomasz Sienicki
Laut einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) wird das Potential aber gerade in diesem Bereich noch viel zu wenig ausgeschöpft. Die Probleme bei der Umsetzung sind nach Meinung von UBA-Präsident Jochen Flasbarth allerdings gut zu heben: “Vor allem bei der Energieeffizienz können und müssen wir ganz deutlich nachlegen. Egal ob Stromsparen im Haushalt oder in der Industrie, ob klimafreundliche Gebäudesanierung oder sparsame Autos – bislang reichen die Maßnahmen nicht aus, um die Emissionen im angestrebten Umfang zu senken. Hier muss deutlich mehr passieren.” Flasbarth riet auch dazu, die erneuerbaren Energieträger besser in das Stromnetz zu integrieren.
Veröffentlicht am 9. April 2011, Kategorie(n):Auf der Arbeit, 1,176 x gelesen
Während der Energieverbrauch in manchen Bereichen dank moderner und effizienterer Technologien zurückgehen mag, so zählt der Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik mit Sicherheit nicht dazu. Allein der Stromverbrauch deutscher Rechenzentren stieg von 2006 bis 2010 von 8,4 auf 12,4 Milliarden Kilowattstunden. Im letzten Jahr verursachte er damit alleine in Deutschland rund 49,5 Millionen Tonnen CO2-Emissionen, was über den Emissionen liegt, für die der gesamte deutsche Luftverkehr verantworlich ist. Dennoch findet das Thema in der Regel geringere Beachtung, denn im Gegenzug zum Betrieb von Autos oder Flugzeugen sind Energieverbrauch und Emissionen bei PCs, Smartphones oder der Nutzung des Internets nicht so offensichtlich.
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Verbreitung von Computer, Smartphone und Co. sowie des zeitlichen Anstiegs der Internetnutzung und Zunahme der Downloadmengen, wird die IT aber ein immer größerer Hebel beim Schutz von Rohstoffen und Klima. “Laut Greenpeace könnten allein IT-Unternehmen bei entsprechenden Anstrengungen dazu beitragen, den CO2-Ausstoß weltweit um 15 Prozent zu verringern.”, erklärt Dr. Mario Speck, Gründer und Geschäftsführer der Klimaschutzinitiative ActNow. Gleichzeitig können Unternehmen mit der gezielten Steigerung der Energieeffizienz der IT auch bares Geld sparen. Dr. Speck gibt hierzu zehn Tipps für eine Grünere IT:
Will man die Welt wirklich verändern, dann reicht es meist nicht, bisherige Technologien und Produkte immer noch ein bisschen weiter zu optimieren. Manchmal braucht man revolutionäre neue Konzepte und Ideen, die den bisherigen Stand der Technik in Frage stellen und Leistung oder Effizienz einfach signifikant verbessern. Hätte es diese Revolutionen bisher nicht gegeben, dann würden heute wohl selbst die schönsten und dynamischsten Sportwagen immer noch von Pferden gezogen werden. Statt den heutigen Hubkolbenmotor weiter zu entwickeln hat Dr. h.c. Herbert Hüttlin einen völlig neuartigen Motor entwickelt, der aus deutlich weniger Teilen besteht, weniger Reibung erzeugt und vor allem viel weniger Kraftstoff benötigt. Der auf dem Genfer Autosalon 2011 vorgestellte Technologieansatz lässt sich sowohl als Hybridmotor, als Range-Extender für Elektroautos, Kugelkompressor, als Blockheizkraftwerk oder sogar als Hybridsystem für Windkraftanlagen einsetzen.
Veröffentlicht am 31. März 2011, Kategorie(n):Allgemein, 1,048 x gelesen
Die Landflucht hat in den letzten Jahrzehnten in den Schwellen- und Entwicklungsländern bisher ungekannte Ausmaße angenommen, so dass inzwischen mehr als jeder zweite Mensch in einer Stadt oder einem Ballungsgebiet lebt. Am meisten konzentrieren sich dabei die Europäer auf das Wohnen in Städten, denn hier sind es sogar über 70 Prozent. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass das Leben und Wirtschaften in diesen urbanen Zentren auch für den Großteil des weltweiten Energieverbrauchs - genauer für 75 Prozent - verantwortlich ist. Der Trend der Urbanisierung stellt daher im Hinblick auf Energieversorgung, Wasserversorgung, Mobilität ,Abfall und Klimaschutz eine große Herausforderung an die Gesellschaft.
Veröffentlicht am 17. März 2011, Kategorie(n):Allgemein, 2,230 x gelesen
Seit dem Beginn der Atomkatastrophe in Japan sind die verschiedenen Arten der Stromerzeugung in Deutschland auf einmal wieder in aller Munde. Überall wird darüber diskutiert, ob Kernenergie auch hierzulande ein unkalkulierbares Risiko darstellt und ob man die Atomkraftwerke nicht lieber gleich abschalten sollte. Dabei wird zur Zeit leicht übersehen, dass die gelobten Erneuerbaren Energien bisher gerade einmal knapp 16% des Strombedarfs decken können. Der Rest stammt aus Kernkraftwerken, der Verbrennung von Gas sowie zum Hauptteil aus besonders klimaschädlichen Kohlekraftwerken. Die Möglichkeit über die alle immer reden, um den Anteil der regenerativen Energien (Wind, Wasser, Solar,…) signifikant zu steigern, ist die Installation vieler neuer Anlagen und Kraftwerke und der Ausbau der Stromnetze. Dabei könnte man auch einfach Energie effizienter Nutzen und Strom einsparen und den Anteil der Erneuerbaren Energien am Strommix in Deutschland damit sofort deutlich steigern.