Veröffentlicht am 12. November 2008,
Kategorie(n): Sonstiges, 820 x gelesen
Steigende Energiepreise und ein verändertes Bewusstsein für die ökologische Verantwortung von Unternehmern lassen eine neue Ressource kontinuierlich an Bedeutung gewinnen: Energieeffizienz wird für Industrie und Gewerbe mehr und mehr zum Thema. Das ist die Quintessenz des 5. Energieforums Ostwestfalen-Lippe, das in diesem Jahr erstmals als Europäischer Kongress stattfand.
Die Botschaft des hochkarätig besetzten Podium an die heimische Wirtschaft lautete: Energieeffizienz bringt Einsparungen bei der Produktion, erhöht die Marktfähigkeit der eigenen Produkte und kann sogar zur Erschließung neuer Märkte führen. Diese Chancen dürfe sich insbesondere der Maschinenbau nicht entgehen lassen. Aber auch andere Branchen bis hin zur Bauwirtschaft und dem Handwerk könnten von Effizienzgewinnen profitieren. Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena) forderte gar „innerbetriebliche Energiemanager“ auszubilden oder einzustellen.
Politische Unterstützung kommt bei diesem Thema aus Brüssel. Mechtild Rothe, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Energieexpertin der SPD, wies darauf hin, dass die EU nicht nur Erneuerbare Energien fördere und bis 2020 den CO2 –Ausstoß deutlich senken wolle. Auch die Energieeffizienz von Geräten, Gebäuden und Produktionsprozessen solle bis dahin um 20 Prozent gesteigert werden. Erste Mitgliedsstaaten hätten bereits 2007 dazu konkrete Aktionspläne vorgelegt.
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Seit einiger Zeit kommt man ja um das Thema “Neue Energien” nicht herum. Umwelttechnik-, Solar- und Windanlagenhersteller waren in den letzten Jahren an der Börse so gefragt wie nie und im Bereich der Individualmobilität reden alle über Hybrid-Fahrzeuge, Elektroautos und den Brennstoffzellen-Antrieb. In einem aktuellen Artikel auf stern.de spricht der Preisträger des Deutschen Umweltpreises 2008, Ernst Ulrich von Weizsäcker, über die zweite Seite des aktuellen Energie- und Klimaproblems. Im Artikel “Energie der Zukunft - Macht den Strom teurer!” fordert er dazu auf, dass Problem von der Nachfrageseite aus anzugehen.
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Wie eine Blitzumfrage des Energieverbraucherportals ergab, stehen über 60 % der Bundesbürger dem Thema „Grüner Strom“ offen gegenüber. Mehr noch: Mehr als ein Drittel der Befragten ist bereit, auch einige Cent Aufpreis pro Kilowattstunde in Kauf zu nehmen. Ebenfalls eine große Zahl an Verbrauchern kann sich vorstellen, in eigene Solaranlagen oder Wärmepumpen zu investieren.
Auf die Frage „Was ist Ihnen ‚grüner Strom’ wert?“ antworteten 35,04 % der User von www.energieverbraucherportal.de : „Mehrere Cent Aufpreis pro KWH“. Dies ist gerade vor dem Hintergrund der immer weiter steigenden Energiepreise beachtlich – aber psychologisch auch durchaus nachvollziehbar. Die Schmerzgrenze scheint insgesamt überschritten. Die Folge ist eine Jetzt-erst-recht-Einstellung: Wer sowieso viel zahlt, kann dann für wenig mehr auch noch Gutes tun.
Auch der Anteil der Menschen, die mit dem Gedanken spielen, eigene Lösungen zu kreieren, wächst beständig. Beinahe 30 % bekunden die grundsätzliche Bereitschaft, ihr Wohneigentum mittels geothermischer oder solartechnischer Anlagen fit für die Zukunft zu machen. Die so angestrebte Unabhängigkeit von explodierenden Weltmarktpreisen gekoppelt mit dem Umweltschutzaspekt scheinen Motiv genug zu sein, größere Investitionen zumindest in Betracht zu ziehen.
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Veröffentlicht am 26. Mai 2008,
Kategorie(n): Gebäude, 1,285 x gelesen
Wir schreiben das Jahr 1998: Familie Schmidt bestellt für ihr Einfamilienhaus 3.000 Liter Heizöl und bezahlt dafür 650,- Euro! Wir schreiben das Jahr 2008: Nun kosten Familie Schmidt diese 3.000 Liter Heizöl 2.900,- Euro!
Ein Barrel Rohöl ( ca. 159 Liter ) wird 1998 für 9,82 US Dollar gehandelt. 2008 im Mai, wird ein Barrel Rohöl mit 127,60 US Dollar gehandelt. Prognosen von Experten für 2015: 380 US Dollar pro Barrel! Panikmache oder Realität? Wir sind alle keine Propheten. 1998 hätten wir diese Preisentwicklung wahrscheinlich eher als Panikmache abgetan.
Aber eins ist jetzt schon klar: Die hohen Energiepreise gehen an die Substanz! Es ist ja nicht nur der Heizölpreis der so rapide gestiegen ist. Der Benzinpreis hat sich von 1998 bis heute fast exakt verdoppelt. Strom wird ständig teurer. Wasser wird ständig teurer und …! Wie entgeht man dieser Kostenfalle, zum Beispiel beim Heizen?
Warm anziehen, eine kuschelige Decke überwerfen, sind natürlich auch Methoden, um die steigenden Energiekosten in den Griff zu bekommen. Doch es gibt einen komfortableren Weg. Zunächst sollte man seine Heizung überprüfen lassen. Regelmäßige Wartung macht Sinn und bringt bis zu zehn Prozent Ersparnis. Wartung erhöht den Wirkungsgrad der Heizung. Für Heizungen, die älter als 15 Jahres sind, könnte ein Austausch wirtschaftlich Sinn machen. Zwischen 30 und 50 Prozent geringere Energiekosten können im Idealfall erzielt werden.
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