Veröffentlicht am 14. November 2011, Kategorie(n):Allgemein, 414 x gelesen
Die Aufgabe der unabhängigen Internationalen Energie-Agentur (IEA) ist die Sicherstellung der Versorgungssicherheit ihrer Mitgliedsländer in der Gegenwart und nahen Zukunft, sowie die Untersuchung aller Möglichkeiten zu einer langfristig verlässlichen, erschwinglichen und sauberen Energieversorgung. Der am 9. November 2011 herausgegebene World Energy Outlook zeichnet allerdings ein düsteres Bild: Den großen Worten hat vor allem die Politik keine Taten folgen lassen. Einen echten Umschwung hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft hat es bisher nicht gegeben und auch für die Zukunft sehen die Experten der IEA schwarz. Denn obwohl sich Wirtschaft nicht in allen Staaten und Regionen gleich stark erholen konnte, ist der weltweite Primärenergieverbrauch 2010 um ganze 5% gestiegen und die CO2-Emissionen haben damit einen traurigen neuen Höchststand erreicht.
“Wachstum, ein steigender Lebensstandard und vor allem die weiter wachsende Weltbevölkerung werden den Energiebedarfs in den kommenden Jahrzehnten unweigerlich weiter steigen lassen. Den bisherigen Weg der unsicheren und ökologisch nicht nachhaltigen Energieerzeugung und -nutzung werden wir aber nicht weiter gehen können,” erklärt IEA Executive Director Maria van der Hoeven. “Die Regierungen müssen strengere Maßnahmen ergreifen, um Investitionen in effiziente und CO2-arme Technologien zu fördern. Die Atomkatastrophe von Fukushima, die Revolutionen und Unruhen in Teilen des Nahen Ostens und Nordafrikas sowie eine kräftige Erholung der Energienachfrage im Jahr 2010 mit einem neuen Rekordhoch bei den CO2-Emissionen zeigen uns die Dringlichkeit und das Ausmaß der Herausforderung.”
Veröffentlicht am 31. Oktober 2011, Kategorie(n):Allgemein, 724 x gelesen
Nach Berechnungen der UN leben seit heute mehr als 7 Milliarden Menschen auf unserem Planeten. Das Jubiläum ist allerdings kein wirklicher Grund zur Freude, denn es stellt sich die Frage, wann die Kapazität der Erde erschöpft ist. Während das Bevölkerungswachstum in vielen Industriestaaten wie auch Deutschland rückläufig ist, leben in den Schwellen- und Entwicklungsländern immer mehr Menschen. Bereits heute leben zwei von drei Erdenbürgern in Asien und die Bevölkerung des Afrikanischen Kontinents soll sich bis zum Jahr 2100 gar verdreifachen. Mit dem rasanten Wachstum der Weltbevölkerung werden sich aber nicht nur Nahrungsmittelknappheit, Hunger und Armut verschärfen, sondern vor allem auch die globalen Klima- und Umweltprobleme sowie der Kampf um die begrenzten Rohstoffreserven. Eine wachsende Weltbevölkerung setzt also ohne Zweiffel ein deutlich nachhaltigeres Leben und Wirtschaften voraus.
Veröffentlicht am 29. September 2011, Kategorie(n):Gebäude, 607 x gelesen
Wie die Auswertung von rund einer Million Gebäudedaten durch die gemeinnützige co2online GmbH zeigt, verbrauchen vollsanierte Gebäude mit Solarwärmenutzung durchschnittlich 52 Prozent weniger Heizenergie als vergleichbare unsanierte Altbauten. “Die Ergebnisse zeigen: Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes spielt eine entscheidende Rolle für die klima- und energiepolitischen Ziele der Bundesregierung - und damit auch für die Energiewende”, erklärt in diesem Zusammenhang Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. Da etwa Dreiviertel der 40 Millionen Wohneinheiten in Deutschland vor dem Jahr 1978, in dem die erste Wärmeschutzverordnung verabschiedet wurde, errichtet worden ist, liegt in der Sanierung des Wohngebäudebestands das größte Einsparpotenzial.
Die Bundesregierung hat in einem Sechs-Punkte-Programm zur Energiewende das Ziel festgelegt, den Wärmebedarf von Gebäuden bis 2020 um 20 Prozent zu senken. Mit dem ab sofort erscheinenden Trendreport Energie zeigt co2online Wege auf, wie dieses Ziel effizient erreicht werden kann. In ihm werden Entwicklungen und Tendenzen des Heizenergieverbrauchs in deutschen Wohngebäuden darstellt. Die zugrundeliegenden co2online-Gebäudedaten ermöglichen detaillierte Angaben über Niveau und räumliche Verteilung der energetischen Gebäudesanierung. Darüber hinaus sind Aussagen über die Wirksamkeit einzelner Sanierungsmaßnahmen möglich, die als Entscheidungsgrundlage für die Fördermittelvergabe dienen können. Gesetzliche Vorgaben für Neubauten haben dabei aufgrund der geringen Neubauquote nur wenig Einfluss.
Veröffentlicht am 19. September 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 651 x gelesen
Über steigende Energiepreise dürfte sich kaum jemand freuen und in der Tat beschweren sich immer mehr Menschen über die inzwischen erreichten Rekorde von Öl-, Gas- und Stromkosten. Dabei steht man gerade einer hohen Stromrechnung nicht komplett tatenlos gegenüber, schließlich lässt sich der Stromverbrauch mit einfachen Maßnahmen senken. Dass Energiesparen aber nicht nur die sinnlose Verschwendung fossiler Ressourcen sowie den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase reduziert, sondern zugleich auch die eigenen Stromkosten senkt, scheint aber noch nicht bei jedem Bundesbürger angekommen. In einer TNS-Infratest Studie, die Mitte August 2011 im Auftrag des Gas- und Stromanbieters E WIE EINFACH durchgeführt wurde, outete sich zumindest jederFünfte Deutsche als Standby-Abschaltmuffel.
Veröffentlicht am 9. September 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 762 x gelesen
Was Google anfasst wird fast immer groß, und zwar richtig groß! Selbst die mit riesigem Abstand am meisten genutzte Suchmaschine, gehört auch das weltgrößte Videoportal YouTube zum Konzern, ebenso wie der größte Blog-Anbieter Blogger und ganz neu Google+, das zum ernsthaften Konkurrenten für Facebook werden soll. Was dem Internetgiganten gerade aufgrund seiner Größe immer wieder vorgeworfen wird, ist, dass er für einen gigantischen Energieverbrauch verantwortlich sei und dementsprechend auch für riesige Mengen an CO2-Emissionen. So erstellte in 2009 der US-Physiker Alex Wissner-Gross von der Harvard Universität sogar eine Studie über den Energiehunger von Google, in der er behauptete, dass alleine zwei Suchanfragen über die Suchmaschine schon mehr Energie verbrauchen würden als man zum Aufkochen von zwei tassen Teewasser benötigen würde.
Veröffentlicht am 29. August 2011, Kategorie(n):Auf der Arbeit, 638 x gelesen
Wenn in den unzähligen Büros in Deutschland Tag für Tag gearbeitet wird, dann tragen dort nicht nur Beleuchtung und Heizung zu einem enormen Energieverbrauch bei, sondern auch Computer, Drucker, Kopierer und allerlei andere elektrische Geräte, ohne die unsere moderene Wirtschaft einfach nicht mehr funktionieren würde. Selbstverständlich lässt sich dies auch nicht ändern, da der Verbrauch von Strom oder Ressourcen wie Papier für den Erfolg der Unternehmen und die Sicherung der Arbeitsplätze notwendig ist. Allerdings ist nicht jeder Verbrauch sinnvoll, denn immer noch wird Strom, Wasser, Heizenergie oder Kopierpapier viel zu häufig sinnlos verschwendet. Dabei lässt sich mit cleverem Energiesparen nicht nur etwas für den Klima- und Umweltschutz tun, sondern auch Betrebskosten einsparen.
Laut der Broschüre “Klimaschutz im Büro. Geringer Aufwand - Große Wirkung” der BIK - Berliner Informationsstelle Klimaschutz, könnten in Büros bis zu 75 Prozent der sonst anfallenden Stromkosten eingespart werden, wenn die Räumlichkeiten und Arbeitsplätze mit energieeffizienter Bürotechnik ausgestattet werden würden. Bei einem Unternehmen mit 200 Büroarbeitsplätzen könnten so durch das Energiesparen pro Jahr auch rund 8.500 Euro Stromkosten eingespart werden. Darin noch nicht einmal enthalten sind die Einsparpotentiale von Servern und Rechenzentren.
Veröffentlicht am 21. Juli 2011, Kategorie(n):Im Haushalt, 820 x gelesen
Mit dem schrittweisen Verbot herkömmlicher Glühbirnen und der damit einhergenden Pflicht zur Energiesparlampe wollte die Politik mehr Energieeffizienz fördern und den Klimaschutz forcieren. Auch wenn der Energieverbrauch natürlich in allen Bereichen möglichst gesenkt werden sollte, hat man den Hebel in diesem Fall aber nicht annähernd an der sinnvollsten Stelle angesetzt. Denn obwohl die Energiesparlampe längst zum Symbol des Energiesparens geworden ist, trägt die Beleuchtung der eigenen vier Wände durchschnittlich nur zu einem Prozent des Gesamtenergieverbrauchs bei. Demgegenüber lassen sich in privaten Haushalte fast drei Viertel des gesamten Endenergieverbrauchs auf das Heizen zurückführen. Eine Modernisierung der Heizungsanlage sowie eventuell ein Auswechseln älterer Fenster sowie ggfs. Dämmung von Dach und Wänden sind damit die beste Möglichkeit um Energie sowie langfristig bares Geld zu sparen.
Veröffentlicht am 11. Juli 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 699 x gelesen
Mitte Juni 2011 hatte die Familie Lindell das von Volvo, A-hus, Siemens, ICA und Vattenfall durchgeführte One Tonne Life Projekt beendet und den Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 auf 1,5 Tonnen reduziert. Damit wurde bewiesen, dass es möglich ist, denn ökologischen Fußabdruck einer schwedischen Durchschnittsfamilie von derzeit 7,3 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr, deutlich zu senken. Wie jetzt bekannt gegeben wurde, sanken nicht nur die CO2-Emissionen der Familie Lindell um rund 80 Prozent, sondern auch die monatlichen Ausgaben um rund 2.900 schwedische Kronen (circa 320 Euro).
Veröffentlicht am 14. Juni 2011, Kategorie(n):Allgemein, 771 x gelesen
Am Montag, den 13. Juni 2011, wurde das “One Tonne Life” Projekt vom schwedischen Umweltminister Andreas Carlgren in Stockholm offiziell für beendet erklärt. Im Rahmen dieses einmaligen Projekts hat die vierköpfige Testfamilie Lindell ihren ökologischen Fußabdruck von aktuell in Schweden üblichen 7,3 Tonnen auf 1,5 Tonnen pro Person und Jahr reduziert. Die angestrebte eine Tonne wurde damit zwar nicht ganz erreicht, die Senkung der verursachten Emissionen um ganze 80% bleibt aber dennoch eine starke Leistung. Das Beispiel der Testfamilie zeigt, dass die von der schwedischen Regierung angestrebte Reduzierung um 40% bis zum Jahr 2020 mit der richtigen Technologie und einem angepassten Verhalten duchaus realisierbar ist.
Veröffentlicht am 9. Mai 2011, Kategorie(n):Allgemein, 916 x gelesen
Durchschnittlich 7 Tonnen CO2 verursacht ein Einwohner von Schweden in etwa pro Jahr, ein Deutscher mit fast 10 Tonnen CO2 noch deutlich mehr und ein US-Amerikaner liegt sogar fast 20 Tonnen CO2 pro Jahr. Multipliziert man diese CO2-Emissionen mit den Milliarden Menschen, die inzwischen in den Industrienationen und den aufstrebenden Schwellenländern leben, braucht man sich nicht mehr zu fragen, warum unsere Erde am Rand des Klimakollaps steht. Da der Mensch aber nicht gerne verzichtet und den über Jahre aufgebauten Lebensstandard halten will, sollen modernste Technologien dabei helfen, weiter so zu leben und den Verbrauch an Ressourcen sowie den Ausstoß an Emissionen drastisch zu reduzieren. Das dies durchaus bereits möglich ist, zeigen die Ergebnisse im Rahmen der Halbzeit beim “One Tonne Life” Projekt der Unternehmen A-hus, Vattenfall und Volvo.