Veröffentlicht am 31. Mai 2010, Kategorie(n):Filme & TV, 1,365 x gelesen
Am 1. und 2. Juni feiert der Film “The Age of Stupid” der britischen Regisseurin Franny Armstrong und Produzentin Lizzie Gillett in Berlin und Hamburg Deutschlandpremiere. In dem Film blickt Pete Postlethwaite, als einig überlebender Mensch auf der verseuchten Erde im Jahr 2055, mithilfe alten Filmmaterials von 2008 in die Vergangenheit zurück. Dabei stellt er sich zwangsläufig die Frage, warum im “Zeitalter der Dummheit” niemand etwas gegen die Umweltverschmutzung und die Erderwärmung getan hat. Damals als als noch Zeit dazu war, wie dieser sehr theatralische Trailer zeigt.
Anhand von Einzelschicksalen, angereichert mit Original-Fernsehbeiträgen der Zeit zwischen 1950 und 2008, dokumentiert “The Age of Stupid”, wie wir Menschen unsere Umwelt und damit unsere Lebensgrundlage zerstören. Ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben, erzählt der Film, der klimaneutral produziert wurde, aus dem Leben von sechs über den Erdball verteilten Menschen. Es wird deutlich: Unsere Gesellschaft ist nur an Wachstum orientiert – und wird daran zugrunde gehen. Jüngst hat die durch die Deepwater Horizon verursachte Umweltkatastrophe wieder gezeigt, welch tragische Auswirkungen das rücksichtslose Streben nach Wirtschaftswachstum auf unsere Umwelt haben kann.
Veröffentlicht am 3. Mai 2010, Kategorie(n):Allgemein, 1,513 x gelesen
Professor Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, und Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender der unabhängigen Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch, haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben: Beide sind sich sicher, dass das Zwei-Grad-Ziel - also das maximale Ansteigen der durchschnittlichen Temperatur auf der Erde um zwei Grad Celsius - trotz des Scheiterns des Klimagipfels von Kopenhagen noch erreicht werden kann. Länder wie Deutschland, die als Vorreiter beim Klimaschutz gelten, müssten dazu zeigen, dass der Kampf gegen die Erderwärmung globalwirtschaftlich profitabel sei.
Veröffentlicht am 26. April 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 1,534 x gelesen
Den Polargebieten kommt beim Klimawandel eine besondere Bedeutung zu, da sich die Regionen der Antarktis und Arktis besonders schnell erwärmen. Die Temperatur der Arktis stieg in den letzten Jahren sogar doppelt so stark wie die der Erde im globalen Mittel, was die Polar- und Meereis-Forschung zu einem so wichtigen Gradmessser für die globalen Klimaveränderungen macht. Mit der Verleihung des “Bayer Climate Award 2010″ wurde Professor Peter Lemke für seine jahrzehntelange Arbeit und seine grundlegenden und wegweisenden Beiträge zum Zusammenhang von Meereis und Klima geehrt. Der international führende Polarforscher erhielt die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung der “Bayer Science & Education Foundation” am 22. April 2010 aus den Händen von Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, in einer Feierstunde mit rund 300 Gästen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft in Berlin.
Veröffentlicht am 6. April 2010, Kategorie(n):Allgemein, 1,815 x gelesen
Wie Spiegel Online, Der Tagesspiegel und Zeit Online jüngst berichteten, haben die Deutschen ihre Angst vor dem Klimawandel in letzter Zeit stark verloren. Während sich im Herbst 2006 noch mehr als 60 Prozent vor den Folgen des Klimawandels gefürchtet haben, sind es heute nur noch 42 Prozent, wie eine Infratest-Umfrage im Auftrag des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel” ergab. Neben dem stets eingebrachten Vorwurf der “Klimalüge” glaubt inzwischen sogar ein Viertel der Befragten daran, dass der Klimawandel für Deutschland mehr Vor-als Nachteile mit sich bringen wird.
Die schwindende Angst vor dem Klimawandel lässt sich vermutlich sowohl darauf zurückführen, dass Deutschland sehr günstig liegt und daher von den Auswirkungen der Erderwärmung bisher nur wenig zu spüren war und in den Berichten des Weltklimarates IPCC zuletzt gravierende Fehler aufgedeckt worden waren. Auch die Tatsache, dass der Chef des Weltklimarats IPCC, Rajendra Pachaui, zuletzt noch wegen hoher Beratungshonorare von der Deutschen Bank und anderen Konzernen in die Kritik geriet, dürfte nicht zur allgemeinen Glaubwürdigkeit beigetragen haben.
Veröffentlicht am 2. März 2010, Kategorie(n):Bücher, 2,744 x gelesen
Auch wenn sich Berichte zur globalen Erwärmung und dem Klimawandel sich alltäglich in den Medien wiederfinden und das Thema zur UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 Zeitungen wie TV und Internet sogar dominiert hat, ist die dramatische Veränderung für viele Menschen doch immer noch ein sehr abstraktes Phänomen. Irgendwie scheint sich das Wetter zu verändern. Wird es wärmer, kälter oder einfach nur extremer? Sind die Menschen daran schuld oder zumindest mitschuld? Ist es denn nicht vielleicht sogar besser wenn es wärmer wird? Und ist eine globale Erwärmung um zwei, drei oder vier Grad denn wirklich so schlimm?
Diese oder ähnliche Fragen stellen sich vielleicht viele Menschen und auch die, die dem Klimawandel eher kritisch gegenüberstehen, haben wahrscheinlich keine konkrete Vorstellung davon, was eine unkontrollierte Erwärmung der Erde für katastrophale Folgen haben könnte. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Mitteleuropa und damit auch Deutschland von den direkten Folgen des Klimawandels weit weniger betroffen sein wird als andere Regionen wie Afrika oder Südostasien. Um den möglichen Auswirkungen ein Gesicht zu geben und die Menschen damit zu sensibilisieren, wurde die Initiative 100PLACES.COM von der Gruppe Co+Life ins Leben gerufen. 100 besonders gefährdete Orte auf unserem Planeten werden auf der Webseite mit interaktivem Inhalt vorgestellt und mit Partnern auf der ganzen Welt in Büchern, Filmspots und Open-Air-Ausstellungen verbreitet. In Deutschland über den faszinierenden Bildband “100 einzigartige Orte, die schon bald verschwinden könnten”, der seit dem 1. März 2010 vom Knesebeck Verlag herausgegeben wird.
Veröffentlicht am 1. Februar 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 1,671 x gelesen
In Kooperation mit dem Theodor-Heuss-Gymnasium Hagen und dem Europe Direct Büro Hagen führt das Theater Hagen im Februar ein sogenanntes Umweltstück auf, das Kindern ab dem Vorschulalter die Problematik der Treibhausgasemissionen und der globalen Erwärmung spielerisch näher bringen soll. Denn leider sind es vor allem die kommenden Generationen, die mit den Folgen des Klimawandels leben müssen. Lucy, die Killermücke hilft Ihnen zumindest schon mal, die Probleme frühzeitig zu verstehen - vielleicht machen es unsere Kinder also in Zukunft besser! Schirmherr dieses Projektes ist Oberbürgermeister Jörg Dehm. und unterstützt wird es von der Gesellschaft Concordia zu Hagen.
Foto: Theater Hagen
Was kümmert uns die Erderwärmung? Der vor sich hinschmelzende Südpol und Nordpol sind ebenso weit weg wie das austrocknende Afrika. Bei uns sieht schließlich alles aus wie immer. Aber es hat sich doch etwas verändert, und nun kriegt auch Sarah etwas ab von der Erderwärmung, hier, vor der eigenen Haustüre. Denn es gibt immer mehr Ungeziefer, vor allem diese lästigen Mücken. Und die killern ohne Ende. Plötzlich ist sogar eine Killermücke auf der Bühne: Lucy. Doch auch Lucy ist unglücklich. Denn sie hat wegen der Erderwärmung die Orientierung verloren und findet nicht mehr in ihre Heimat Afrika zurück. Sarah und Lucy werden Freunde. Sarah möchte Lucy helfen, nach Hause zu kommen. Und dann machen sie sich gemeinsam mit ihrem Nachbarn, dem Professor, und seinem Assistenten Ben auch Gedanken darüber, wie das Leben wieder normal werden könnte - ohne Erderwärmung und Klimawandel. Die Maschine, die der Professor gebaut hat, um die Treibhausgase wegzusaugen, wird das alleine wohl nicht schaffen können. Es gibt nur eine Lösung: Alle Menschen müssen dabei mithelfen, z.B. durch Energiesparen. Werden die Menschen das schaffen?
Veröffentlicht am 30. Januar 2010, Kategorie(n):Allgemein, 1,656 x gelesen
Obwohl sie sich im Internet in Foren und Kommentaren der großen Magazine meist in großer Zahl zu Wort melden, sind die radikalen Klimaskeptiker doch nur eine kleine Minderheit. Denn obwohl die Folgen des Klimawandels in Deutschland bisher noch nicht so dramatisch oder gar existenzgefährdent sind, wie in einigen Ländern Afrikas oder Asiens (siehe: Die zehn am schlimmsten betroffenen Opfer des Klimawandels), empfindet die große Mehrheit der Bürger in Deutschland und Europa dennoch große Besorgnis beim Gedanken an die enorm hohen und stetig wachsenden vom Menschen verursachten Emissionen. Auch der Zusammenhang mit der globalen Erwärmung und dem daraus resultierenden Klimawandel wird nur von wenigen komplett angezweifelt.
So ist das Ergebnis einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF Politbarometer im Dezember 2009 auch keine Überraschung: 78 Prozent der Befragten schätzen den Klimawandel inzwischen als (sehr) großes Problem ein.
Veröffentlicht am 20. Januar 2010, Kategorie(n):Bücher, 1,724 x gelesen
Die Erderwärmung und der daraus resultierende Klimawandel sind Fakten und lassen sich nicht in Frage stellen. Einzig, wie weit der Mensch daran Schuld trägt und was getan werden kann um die schlimmsten Folgen zu verhindern, darüber lässt sich streiten. Und genau DAS ist es, was Politiker und Unternehmer in den letzten Jahren bevorzugt tun, allzu oft leider mit einem Auge darauf, wie sich aus den Klimaveränderungen am meisten Profit schlagen lässt. Denn Umweltschutz und Klimaschutz sind längst nicht mehr nur Themen für Öko-Idealisten sondern grüne Technologien und grüne Produkte sind mittlerweile ein Milliardengeschäft. Wie echter Klimaschutz dabei zwischen Tagespolitik und Lobbyismus auf der Strecke bleibt, darüber schreibt Martin Gerth, Redakteur bei der WirtschaftsWoche mit Schwerpunkten Investmentfonds, Altersvorsorge, Immobilien und grüne Geldanlage in seinem Buch “Der grüne Betrug”.
Nach einer Studie der Unternehmensberatung PWC vom März 2009 sind in der EU bis zu 22 Milliarden Euro Investitionen in erneuerbare Energien nötig, um das Ziel zu erreichen, bis 2020 ein Fünftel weniger CO2 zu produzieren. Deutsche Bank Research errechnete allein für die deutsche Bauwirtschaft aufgrund von Klima- und Umweltschutzauflagen bis 2030 ein Investitionsvolumen von bis zu 340 Milliarden Euro. Wo auf Jahrzehnte lukrative Geschäfte winken, sind Einflussgruppen aus Politik und Wirtschaft nicht weit. Jeder will sich ein Stück vom Klimakuchen abschneiden, egal ob Parteien, Verbände oder Unternehmen. Die einen wollen Wählerstimmen ködern, manche Subventionen einsammeln, andere Umsätze mit grünen Produkten machen oder sich ein politisch korrektes Image verpassen.
Dazu kommt das überflüssige Schubladendenken, welches es den Politikern so schwer macht, pragmatisch und wirklich zielorientiert zu handeln. Wer in der Politik für konservative Werte eintritt, der darf sich beim Klimaschutz auf keinen Fall zu weit vorwagen, um nicht im eigenen Lager als Ökosozialist zu gelten. Im umgekehrten Fall kann es sich jemand aus dem linken Spektrum nicht leisten, Maßnahmen zum Klimaschutz anzuzweifeln, ohne sich der Gefahr auszuliefern, von der eigenen Partei als neoliberaler Kapitalist abgestempelt zu werden.
Veröffentlicht am 17. Dezember 2009, Kategorie(n):Sonstiges, 1,877 x gelesen
Weiße Weihnachten kennen die meisten nur noch aus der Erinnerung oder aus Filmen. Schnee zu Weihnachten ist in Deutschland ohnehin schon immer selten und aufgrund der globalen Erwärmung und des Klimawandels sieht die Realität wohl auch in Zukunft nicht besser aus. Die Problematik des Klimawandels ist deshalb nicht nur dringendstes Anliegen in Kopenhagen beim COP 15 sondern auch Thema des diesjährigen Weihnachts-Specials von Scholz & Volkmer in Zusammenarbeit mit dem BUND: Auf der Website www.karren-im-dreck.de verkörpert Schauspieler Heinz Hoenig in einem eigens produzierten Kurzfilm den Weihnachtsmann. Da es keinen Schnee mehr gibt, steckt dieser mit seinem Rentierschlitten im Matsch fest.
Veröffentlicht am 1. Dezember 2009, Kategorie(n):Sonstiges, 1,807 x gelesen
Die große Eisschmelze in der Arktis und der Antarktis ist zum dringendsten Symbol des Klimawandels geworden, denn die Auswirkungen eines stark steigenden Meeresspiegels sind für alles Staaten mit Küstenregionen eine große Gefahr. Aber während die schlimmen Folgen der Erderwärmung und des Klimawandels an den beiden Polen inzwischen den meisten bekannt sein dürften, ist die große Gletscherschmelze tibetischen Hochland nahezu unbekannt. Dabei wird dieses Gebiet von Experten oft auch als “Dritter Pol” bezeichnet.
Gletscher im Himalaya und auf dem tibetischen Hochland schrumpfen dermaßen rasant, daß sogar ein oder zwei chinesische Wissenschaftler in Panik gerieten. “Infolge der globalen Erwärmung ziehen sich die Gletscher auf dem Qinghai-Tibet Plateau großflächig und viel schneller als in jedem anderen Teil der Erde zurück”, sagte kürzlich Qin Daha, ein ehemaliger Direktor des chinesischen meteorologischen Instituts. “Kurzfristig wird dies zu einer Vergrößerung der Seen führen und Hochwasser und Schlammlawinen auslösen. Langfristig gesehen sind die Gletscher lebensnotwendig für den Wasserhaushalt von Flüssen wie Indus und Ganges. Wenn sie verschwinden, dann ist die Wasserversorgung in jenen Regionen gefährdet.”
Tibeter und Tibet-Unterstützer wissen sehr gut, dass die drohende und fast unausweichliche ökologische Katastrophe auf dem tibetischen Hochland nicht nur das Resultat der globalen Erwärmung ist, sondern in gleichem, wenn nicht noch höherem Maße eine Folge der extremen Ausbeutung und Zerstörung der “Berge und Wasserläufe” (tib. ri-lung) Tibets durch das kommunistische China.