Veröffentlicht am 28. Januar 2010,
Kategorie(n): Sonstiges, 1,602 x gelesen
Der Faktor Umweltverträglichkeit wird von immer mehr Menschen bei immer mehr Produkten und Aktivitäten berücksichtigt. So spielt er nicht nur bei neuen Antriebskonzepten für Autos, fair produzierter Mode aus nachhaltig hergestellten Materialien oder Bio-Milch und regionalem Obst und Gemüse eine Rolle, sondern vermehrt auch beim Thema Reisen. Gerade der Sommerurlaub ist meist ein CO2-Schwergewicht: So verursacht z.B. ein zweiwöchiger Urlaub auf Mallorca pro Person mehr als eine Tonne CO2. Damit schädigt er unser Klima fast so sehr wie 10.000 gefahrene Kilometer im Jahr mit einem Auto mit durchschnittlich 5 Litern Benzinverbrauch auf 100 Kilometer. Gerade im gehobenen Segment resultiert aus dem erstarkenden Bewusstsein für die Umwelt die Forderung, Hotels verstärkt in Einklang mit unserer Erde zu bringen. Als Antwort drängt eine neue Generation von Öko-Hotels als ökologische Rückzugsoase in europäischen Städten von kosmopolitischem Format auf den Markt.

Fotos: Hotel Stadthalle in Wien / Splendia
Einer der Vorreiter ist das Wiener Boutique-Hotel Stadthalle von Michaela Reitterer. Das Hotel verfügt nicht nur über drei Windturbinen, eine mehr als 130 Quadratmeter große Solaranlage und Wasser-Wärme-Pumpen, obendrein verströmt der üppig arrangierte Lavendel im Dachgarten einen betörenden Duft über der Stadt. An lauen Sommerabenden versammeln sich hier Heerscharen kleiner Grillen und Grashüpfer in diesem idyllischen Kleinod inmitten der Dächer über der Wiener Metropole. Vielleicht als kleine Belohnung für die strengen Prinzipien zum Schutze der Umwelt, an die man sich ausnahmslos hält und die tadellose CO2-Bilanz des Hauses kann man nur hier in ganz Wien dem beschwingten Zirpen dieser geflügelten Minnesänger lauschen und entspannt hinwegdösen vom geschäftigen Treiben der Stadt. Die Eigentümerin des Hotels erklärt deshalb auch voller stolz, dass es “weltweit das erste Hotel mit Null-Energie-Bilanz ist.”
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Veröffentlicht am 19. August 2009,
Kategorie(n): Sonstiges, 1,471 x gelesen
Sommerzeit ist Reisezeit und beim Gedanken an Strand, Meer und Urlaubsgefühle werden die Auswirkungen auf Klima und Umwelt schnell vergessen. Im Rahmen der Studie “Der touristische Klima-Fußabdruck 2009″ hat der WWF aus diesem Grund den Klima-Fußabdruck für sieben Beispielurlaube berechnet, die für die Reisegewohnheiten der Deutschen typisch sind. Ergebniss ist, dass ein zweiwöchiger Urlaub auf Mallorca pro Person mehr als eine Tonne CO2 verursacht und unser Klima damit ebenso sehr schädigt wie ein Jahr Autofahren. Der Löwenanteil der Emissionen wird durch die Hin- und Rückreise verursacht, was das Beispiel des Mallorcaurlaubs zeigt: Von durchschnittlich ca. 1220 Kilogramm CO2 entfallen bei der Mallorcareise alleine knapp 925 Kilogramm auf die An- und Abreise eines jeden Reisenden.
“Die Wahl des Verkehrsmittels sowie die Entfernung zum Zielort spielen die bei weitem größte Rolle”, so WWF-Tourismusexpertin Petra Bollich. “Leider ist das Reiseverhalten der Deutschen kein Vorbild für andere Länder. Würden alle Menschen wie die Deutschen reisen, würden sich die weltweiten Reiseemissionen vervierfachen. Es wird höchste Zeit, dass sich der touristische Klima-Fußabdruck deutscher Urlauber und Reiseanbieter deutlich verringert.”
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