Veröffentlicht am 26. Dezember 2007,
Kategorie(n): Auto und Verkehr, 658 x gelesen
Nachdem wir hier ja am 18. Dezember unter “Deutschlands ehrgeizige Klimapolitik hört bei der eigenen Autoindustrie auf“ darauf hingewiesen haben, dass für die derzeitige Regierung der Umweltschutz bei den Interessen der hiesigen Konzerne aufhört, gab es auf Focus dazu noch einen weiteren guten Beitrag.
“Einen Tag vor Abschluss der Weltklimakonferenz auf Bali hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Bundeskanzlerin Merkel ein doppeltes Spiel vorgeworfen.
Einerseits mahne Angela Merkel (CDU) eine Vorreiterrolle der EU beim Klimaschutz an. Andererseits blockiere gerade Deutschland in Brüssel wichtige Maßnahmen zur Senkung der CO2-Emissionen im Verkehr, kritisierte BUND-Chef Hubert Weiger am Donnerstag in Berlin. Geplante Klimaschutzvorgaben für die Autoindustrie und die Flugbranche drohten deshalb kommende Woche im EU-Ministerrat zu scheitern.“
Der Artikel “Weltklima - Naturschützer attackieren Merkel” vom 13. Dezember auf FOCUS Online beschreibt ebenfalls das falsche Spiel von Angela Merkel.
Die Zunahme des weltweiten Flugverkehrs ist eine der größten Gefahren für das Weltklima, denn das Fliegen ist die mit Abstand klimaschädlichste Form der Fortbewegung. Und auch wenn die Flugzeughersteller immer sparsamere und saubere Antriebe bauen, wird der Kohlendioxid-Ausstoß durch Flüge in den nächsten Jahren weiter stark steigen. Die Ursachen hierfür sind nicht nur günstige Flüge und Billigflieger hierzulande sondern auch steigende Fluggastzahlen in Schwellenländern wie China.
“Die Flugreise einer vierköpfigen Familie über eine Entfernung von 1.000 Kilometern führt zu einem Ausstoß von rund einer Tonne Kohlendioxid. Schon der Umstieg auf das Auto würde die Kohlendioxidemission halbieren. Nähme die Familie die Bahn, um den Urlaubsort zu erreichen, fiele sogar nur eine drittel Tonne an. Am günstigsten wäre die Bilanz mit nur noch einer viertel Tonne Kohlendioxid bei der Benutzung eines Reisebusses (Unterstellte Auslastung: Bahn halbvoll, Reisbus aber ganz voll).”
Quelle: Pressemitteilung BUND Hessen, 11. Juli 2007
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