Veröffentlicht am 13. Januar 2012, Kategorie(n):Gebäude, 353 x gelesen
Jüngst wurde in der Provinz Hunan in China das T30 Hotel mit 30 Stockwerken errichtet. Die Höhe ist daher sicher nichts besonderes, dafür aber die Schnelligkeit. Insgesamt 200 Arbeiter sorgten dafür, dass für den Bau aus vorgefertigten Teilen nur 15 (!) Tage benötigt wurden. Im Video wurde das ameisenartige Arbeiten festgehalten. Das Gebäude wurde vom Unternehmen Broad Sustainable Building gebaut und soll nicht nur bei der Bauzeit alle Rekorde gebrochen haben. Auch beim Energieverbrauch soll das Hotel eine Spitzenposition einnehmen, denn es soll fünfmal weniger Energie verbrauchen als ein vergleichbares Gebäude und nur einen Bruchteil dessen Bauschutt und Abfall erzeugen.
Veröffentlicht am 25. Oktober 2011, Kategorie(n):Allgemein, 512 x gelesen
Seit gestern und noch bis Mittwoch, den 25. Oktober 2011, findet in der Koelnmesse die UrbanTec statt. Hier werden die Mamutaufgaben beleuchtet, die der Klimawandel, die Rohstoffverknappung und das Bevölkerungswachstum für die Menschen in Städten und Ballungsgebieten mit sich bringt. Denn bereits heute lebt mehr als die Hälfte der Menschheit im urbanen Umfeld und in vielen Staaten hält die Landflucht weiter an. Die Risiken und Probleme eröffnen aber auch neue Chancen und Potentiale, die auf der UrbanTec ebenfalls im Mittelpunkt stehen. Einer der großen Aussteller ist der Siemens Konzern, der auf der internationalen Fachmesse kreative Ideen, leicht finanzierbare technische Lösungen und heute schon umsetzbare praktische Beispiele für nachhaltige Stadtentwicklung vorstellt. Das in Halle 7 gezeigte Spektrum an Umweltlösungen reicht von der virtuellen Stadt einer CO²-freien Zukunft mit praktischen Anwendungen und Optimierungsvorschlägen für kommunale Infrastrukturen bis hin zur modernen energetischen Gebäudesanierung, Verkehrsmanagement-Lösungen, Elektromobilität und intelligenten Stromnetzen.
Veröffentlicht am 29. September 2011, Kategorie(n):Gebäude, 611 x gelesen
Wie die Auswertung von rund einer Million Gebäudedaten durch die gemeinnützige co2online GmbH zeigt, verbrauchen vollsanierte Gebäude mit Solarwärmenutzung durchschnittlich 52 Prozent weniger Heizenergie als vergleichbare unsanierte Altbauten. “Die Ergebnisse zeigen: Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes spielt eine entscheidende Rolle für die klima- und energiepolitischen Ziele der Bundesregierung - und damit auch für die Energiewende”, erklärt in diesem Zusammenhang Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. Da etwa Dreiviertel der 40 Millionen Wohneinheiten in Deutschland vor dem Jahr 1978, in dem die erste Wärmeschutzverordnung verabschiedet wurde, errichtet worden ist, liegt in der Sanierung des Wohngebäudebestands das größte Einsparpotenzial.
Die Bundesregierung hat in einem Sechs-Punkte-Programm zur Energiewende das Ziel festgelegt, den Wärmebedarf von Gebäuden bis 2020 um 20 Prozent zu senken. Mit dem ab sofort erscheinenden Trendreport Energie zeigt co2online Wege auf, wie dieses Ziel effizient erreicht werden kann. In ihm werden Entwicklungen und Tendenzen des Heizenergieverbrauchs in deutschen Wohngebäuden darstellt. Die zugrundeliegenden co2online-Gebäudedaten ermöglichen detaillierte Angaben über Niveau und räumliche Verteilung der energetischen Gebäudesanierung. Darüber hinaus sind Aussagen über die Wirksamkeit einzelner Sanierungsmaßnahmen möglich, die als Entscheidungsgrundlage für die Fördermittelvergabe dienen können. Gesetzliche Vorgaben für Neubauten haben dabei aufgrund der geringen Neubauquote nur wenig Einfluss.
Veröffentlicht am 16. August 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 740 x gelesen
Während sich Italien unter dem Druck der höchsten Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP in der Eurozone windet und auf die Menschen im Land harte Einschnitte und Einsparungen zukommen, entsteht mitten im Land von Pizza und Pasta ein Vorzeigeprojekt der Dorfplanung. Denn im “Solarökodorf” (Ecovillaggio Solare), das in einem Tal mit atemberaubenden Ausblick im Herzen Umbriens, zwischen Gubbio und Perugia entsteht, soll man in absehbarer Zeit statt einer Immobilie ein Zuhause mit einem ganz besonderen Lebensgefühl und einem grünen Gewissen kaufen können.
Veröffentlicht am 10. August 2011, Kategorie(n):Gebäude, 792 x gelesen
Wie das gemeinnützige Unternehmen co2online berichtet, hat die am 1. Februar 2002 in Kraft getretene Energieeinsparverordnung (EnEV) zu enormen Einsparungen bei Heizenergie und Emissionen beigetragen, denn bis 2010 sank der Heizenergieverbrauch von deutschen Wohngebäuden um durchschnittlich 22 Prozent bzw. 2,75 Prozent pro Jahr. Zu diesem Ergebnis kam die co2online gemeinnützige GmbH nach Auswertung des eigenen Bestands von rund einer Million Wohngebäudedaten. Während ein Wohngebäude im Jahr 2002 noch durchschnittlich 161 Kilowattstunden Heizenergie pro Quadratmeter und Jahr benötigte, waren es in 2010 nur noch 126 Kilowattstunden.
Veröffentlicht am 28. Februar 2011, Kategorie(n):Gebäude, 1,179 x gelesen
Betrachtet man klassische Kapitalanlagen, sind soziale Komponenten erst einmal zweitrangig. Etwas anders sieht es aus, wenn man an Wohnimmobilien als Kapitalanlage denkt. Die Immobilien-Kapitalanlage beinhaltet neben der Geldanlage an sich, auch soziale Aspekte. Besonders interessant wird es hier, wenn man sich mit dem Thema energetische Sanierung von Wohnimmobilien befasst.
Mieterschutz durch energetische Sanierung
Die steigenden Energiekosten lassen die Nebenkosten einer Wohnung inzwischen fast zu einer zweiten Miete werden. In Berlin sind beispielsweise die Mieten in den Jahren von 2003 bis 2007 um 4,4% gestiegen, die Betriebskosten für Heizung und Warmwasser sogar um satte 33%. Wer einen Altbau kauft oder sich an einer Altbauimmobilie durch einen Wohnungskauf beteiligt und diese energetisch sanieren lässt, kann geltend machen, dass er nicht nur eine gute Geldanlage gefunden hat, sondern durchaus auch sozial einen positiven Beitrag leisten kann. Die Mieter in diesen Wohnungen haben anschließend geringere Heizkosten und werden vor dramatischen Energiekostensteigerungen geschützt. Die aktuelle Höhe des Ölpreises, der wieder weit über 100 Dollar pro Barrel liegt, zeigt dies deutlich.
Energetische Sanierung schafft Arbeitsplätze!
Wer mit der energetischen Sanierung von Wohnimmobilien Arbeitsplätze schafft, trägt gleichzeitig zu einer Entlastung der Sozialhaushalte bei. Ausgaben für das Arbeitslosengeld oder eine Unterstützung nach den Hartz-Gesetzen werden geringer. Die Menschen haben mehr Geld zur Verfügung und verbessern damit die Binnenkonjunktur. Außerdem zahlen die Mitarbeiter, die im Bereich der energetischen Sanierung eingesetzt werden, natürlich auch Steuern und Sozialabgaben. Das Investitionsvolumen für die energetische Sanierung von Wohnimmobilien beträgt immerhin zwischen 700 und 1.000 Milliarden Euro pro Jahr. Man kann sich vorstellen, dass aus diesen Investitionen erhebliche Einkommens- und Körperschaftssteuern resultieren und die Milliardenbeträge selbstverständlich auch 19% Mehrwertsteuer enthalten.
Veröffentlicht am 5. Februar 2011, Kategorie(n):Gebäude, 5,227 x gelesen
Noch Ende Januar wurde hier auf eine Studie der gemeinnützigen co2online GmbH hingewiesen, dass Blockheizkraftwerke eine effiziente Alternative, aber nicht für jedes Haus geeignet sind. Hintergrund ist, dass bisherige Systeme für einen effizienten Betrieb einen konstant hohen Wärmebedarf von etwa 40.000 Kilowattstunden aufwärts benötigen, womit kleine bis mittlere Einfamilienhäuser eigentlich ausgeschlossen sind. Da der durchschnittliche Wärmebedarf eines Einfamilienhauses in Deutschland zwischen 20.000 und 25.000 kWh pro Jahr liegt, kam für viele Hausbesitzer diese Lösung bisher nicht in Betracht.
Die Betonung liegt allerdings auf bisher, denn wie der Remscheider Heiz- und Lüftungstechnikspezialist Vaillant und der japanische Technologiekonzern Honda am Donnerstag, den 3. Februar mitegeilt haben, wird noch vor Jahresmitte 2011 das europaweit erste Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungssystem mit hocheffizienter Gasmotorentechnologie für den Einsatz in Einfamilienhäusern in Deutschland erhältlich sein. Das Mikro-Heizkraftwerk mit dem Produktnamen “Vaillant ecoPOWER 1.0” produziert umweltschonend gleichzeitig Wärme und Strom spart dadurch vor allem auch kräftig bei den Energiekosten.
Veröffentlicht am 10. Januar 2011, Kategorie(n):Gebäude, 3,329 x gelesen
Autos oder Elektrogeräte, die ein gewisses Alter erreicht haben und einfach nicht mehr effizient genug sind, werden in der Regel irgendwann von ihrem Besitzer ausgewechselt. Ganz anders sieht es hingegen bei Immobilien aus, wo mehr als 70 Prozent zu den sogenannten Altbauen gehören, die vor dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung im Jahr 1977 erbaut wurden. Während sich viele Wohnhäuser und Wohnkomplexe aus dem Nachkriegsbau relativ leicht von außen dämmen lassen, ließ sich bei Stilaltbauten oder historischen Bauten bisher keine Lösung finden, die sowohl technisch als auch optisch zufriedenstellend war. Gründe bzgl. der Optik gehören aus diesem Grund auch zu den häufigst genannten Kritikern und Gegnern der Wärmedämmung.
Veröffentlicht am 7. Januar 2011, Kategorie(n):Gebäude, 2,072 x gelesen
Beim Bau eines neuen Hauses oder der energetischen Sanierung einer bestehenden Immobilie spielt die Frage nach dem idealen Kühl- oder Heizsystem eine wichtige Rolle. In Zeiten stetig steigender Energiepreise und eines wachsenden Bewusstseins für die Klima- und Umweltprobleme, die aus der Verbrennung der fossilen Energieträger wie Kohle, Öl oder Gas resultieren, spielen besonders energieeffiziente und umweltfreundliche Lösungen eine immer größere Rolle. Schließlich entlastet man mit ihnen nicht nur unsere Umwelt, sondern spart langfristig oft auch viel Geld.
Veröffentlicht am 13. Dezember 2010, Kategorie(n):Allgemein, 1,144 x gelesen
Vor einem Jahr war die Hoffung auf ein Klimaabkommen in Kopenhagen noch groß, doch im Laufe des Weltklimagipfels 2009 hatten die Politiker aller Länder wieder einmal bewiesen, dass sie Einzelinteressen auch weiterhin vor das Ziel eines gemeinsamen Klimaschutzes setzen werden. Dementsprechend gering waren die Erwartungen an den gerade zu Ende gegangenen Klimagipfel COP16 in Cancún, was vielleicht einer der Gründe dafür ist, weshalb Greenpeace das Abschlusspapier der Klimakonferenz in Cancún als Zeichen der Hoffnung wertet. Allerdings machen die Umweltschützer auch gleich klar, dass man damit zwar dem Klimaschutzvertrag in einem Jahr in Südafrika näher gekommen ist, der Klimawandel aber noch lange nicht gestoppt sei.
Beim Weltklimagipfel in Cancún kam mehr heraus als erwartet aber weniger als erhofft
“Das Ergebnis ist besser, als viele hier zeitweise befürchtet haben. Trotzdem – es ist erst der Anfang. Jetzt muss die Arbeit richtig losgehen”, kommentiert der Leiter der Internationalen Klimapolitik von Greenpeace, Martin Kaiser. “Bis nächstes Jahr müssen die Staaten nun das entscheidende Klimaschutzprotokoll im Detail erarbeiten. Denn Cancun hat bisher nur den Prozess zur Erarbeitung des Klimaschutzvertrags gerettet, aber noch nicht das Klima selber. Die Geschwindigkeit des internationalen Klimaschutzes kann überhaupt nicht mit der dramatisch schnellen Erderwärmung Schritt halten. Der ungezügelten Verschmutzung der Atmosphäre durch Mineralöl- Kohle- und Holzindustrie sind mit dem Papier noch keinerlei Grenzen gesetzt.”