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Interview: Ökostrom zu kaufen ist Idealismus

Veröffentlicht am 4. Februar 2009,  Kategorie(n): Allgemein,  2,053 x gelesen

Hans-Christian Metzger bezieht seit dem 1. Januar 2009 NaturWatt-StromKlimawandel und Klimaschutz sind in aller Munde. 56 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, Ökostrom zu beziehen, um dadurch etwas für die Umwelt zu tun. Einer repräsentativen Umfrage des Bundesministeriums für Umwelt zufolge planen immerhin noch zehn Prozent, auf den grünen Strom umzusteigen, drei Prozent haben diesen Vorsatz bisher in die Tat umgesetzt. Einer von ihnen ist Hans-Christian Metzger, Ratsherr von Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Bad Sachsa. Der 44-Jährige bezieht seit dem 1. Januar 2009 NaturWatt Strom über die Stadtwerke Bad Sachsa und folgt damit Johann Wolfgang von Goethes Motto: „Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden! Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun.“

Frage: Schätzungen des Fachmagazins Energie & Management (E & M) zufolge gab es bis Ende September 2008 etwa 1,6 Millionen private Ökostromkunden. Sie sind einer von ihnen. Wie fühlt sich das an?

Metzger: Sehr gut. Aber es müssten noch viel mehr sein. Von 1999 bis Ende 2008 gab es bereits den Tarif „Harz-Natur“ bei den Stadtwerken Bad Sachsa. Der wurde zum Jahreswechsel umgestellt. Somit fördere ich regenerative Energiequellen schon seit Jahren.

Frage: Wie machen Sie Mitmenschen klar, dass Ökostrom eine gute Sache ist?

Metzger: Die heutige Zeit ist sehr geprägt von Individualisten: Der eine fährt ein großes Auto und isst bescheidenes Toastbrot, der andere isst das teuerste Essen und fährt ein kleines Auto. Ich mag es niemandem vorschreiben, welchen Strom er nutzen soll – vielleicht ist Strom für andere ein unwichtiges Thema. Ich versuche so zu leben, dass die Natur nicht durch Atommüll und die Atmosphäre nicht durch zu viel CO2 geschädigt wird und auch meine Enkel noch gut auf dieser Welt leben können. Als Lehrer wirke ich zudem oft als Vorbild.

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