Veröffentlicht am 8. Februar 2013, Kategorie(n):Solarenergie, 437 x gelesen
Nach der Atomkatastrophe von Fukushima hat ein großer Teil der japanischen Bevölkerung seine Einstellung zur bisher nicht in Frage gestellten Kernenergie geändert. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die japanischen Inseln in der Nähe der Nahtstelle dreier Kontinentalplatten liegen, ist die Region besonders erdbeebengefährdet und AKWs erscheinen immer mehr Menschen als unkontrollierbares Risiko. Dennoch muss der riesige Energiebedarf einer der größten Volkswirtschaften der Welt natürlich gedeckt werden, selbst wenn der Energieverbrauch in den nächsten Jahren etwas reduziert werden könnte. Die einzige Möglichkeit um 100% sichere und gleichzeitig saubere Energie zu erzeugen sind damit die Erneuerbaren Energien. Bei der Umsetzung einer solchen Energiewende erhält Japan nun auch deutsche Unterstützung, denn die juwi-Gruppe und Shizen Energy haben ein Joint Venture für Japans Energiemarkt gegründet.
Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit werden die beiden Unternehmen ihre erstklassige internationale Expertise mit umfangreicher Erfahrung im japanischen Projektgeschäft sowie eine exzellente Erfolgsgeschichte kombinieren. Das erste gemeinsame Projekt von juwi Shizen Energy ist in Form einer Freiflächen-Photovoltaikanlage bereits seit Mitte Dezember 2012 am Netz. Sie steht auf der japanischen Insel Kyushu und versorgt rund 300 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom. In diesem Jahr sind weitere 120 Megawatt (MW) geplant, bis zum Jahr 2017 sollen insgesamt 1 Gigawatt (GW) installiert werden. Dies würde einer Leistung entsprechen die bereits über der liegen würde, die jeder Einzelne der drei Reaktorblöcke von Fukushima hatte, in denen eine Kernschmelze stattfand. Es könnte damit also bereits eine Menge Atomstrom ersetzt werden.
Veröffentlicht am 25. April 2012, Kategorie(n):Gebäude, 1.386 x gelesen
In Deutschland vor allem als Automarke und Motorradhersteller bekannt, ist das Portfolio des japanischen Konzerns eigentlich deutlich größer, wie auch der berühmte Roboter “Asimo” des Öfteren unter Beweis stellt. In Japan hat das Unternehmen jüngst ein Haus vorgestellt, das dank dem Honda Smart Home System (HSHS) zum effizienten Energielieferanten und zum intelligenten Energiemanager wird. Zentrale Aufgabe des HSHS ist die Erzeugung und Steuerung des Verbrauchs von Elektrizität und Wärme innerhalb des Hauses. Selbstverständlich beinhaltet das Konzept dabei auch Elektrofahrzeuge von Honda und im Katastrophenfall stellt das System außerdem die autarke Versorgung mit Strom und Wärme sicher. Die Enthüllung des Hauses ist ein wichtiger Meilenstein des Projekts E-KIZUNA, mit dem Honda und die Stadt Saitama bis zum Jahr 2015 die lokalen CO2-Emissionen auf die Hälfte des Niveaus von 2000 reduzieren wollen.
Veröffentlicht am 28. Dezember 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 660 x gelesen
Die Suchmaschine Google ist für die meisten Menschen die größte Hilfe im Web und die einzige Möglichkeit sich zu orientieren und gesuchte Webseiten zu finden. Anhand der Suchabfragen bei Google lässt sich daher auch ein verlässlicher Schluß ziehen, was die Menschen im Jahr 2011 besonders bewegt hat. Zusammengefasst werden diese Trends in “Google Zeitgeist” und für das Jahr 2011 mit Atomkatastrophe, Euro-Krise und anderen schlimmen aber natürlich auch schönen Ereignissen war der meistgesuchte Begriff im Bereich News ganz klar “Japan”. Wie sehr die verheerende Naturkatastrophe und die anschließenden Explosionen im Atomkraftwerk die Deutschen in Atem gehalten haben, zeigt auch die Tatsache, dass der Suchbegriff “Fukushima” ebenfalls in den Top 5 zu finden ist.
Veröffentlicht am 1. November 2011, Kategorie(n):Allgemein, 1.084 x gelesen
Wer heute ein neues Haus baut, der achtet meist darauf, dass es den Standard für Niedrigenergie- oder gar Plusenergiehäuser erfüllt, hervorragend gedämmte Wände gehören dabei ebenso dazu wie dreifachverglaste Fenster. Ergänzt wird das energieeffiziente Gebude dann oft von einer Solaranlage oder einem energiesparenden Blockheizkraftwerk. Ein so gebautes Haus kommt dafür dann mit einem Bruchteil der Energie eines durchschnittlichen Gebäudes aus. Um einem bestehenden Altbau das Energiesparen beizubringen ist hingegen meist aufwendig, teuer und führt bei nicht fachgerecht ausgeführten Arbeiten manchmal sogar zu Komplikationen wie Schimmelbildung oder Grünalgen auf den Wänden. Am besten baut man daher gleich ein ganzes Städtchen aus dem nichts neu auf, dachte sich wohl auch der japanische Elektronikkonzern Panasonic und baut aktuell mit acht anderen Unternehmen an der Fujisawa Sustainable Smart Town (Fujisawa SST).
Wenn der Verbrauch an fossilen Energieträgern wie Erdöl oder Kohle und die Emissionen signifikant gesenkt werden sollen, werden die Menschen in den Industrienationen und Schwellenländern nicht um Veränderungen in mehreren Lebensbereichen herum kommen. Die Konzentration auf ein Segment wie etwa den Verkehrssektor wird nicht ausreichen, weshalb Honda und die japanische Stadt Saitama jetzt das Projekt E-KIZUNA ins Leben gerufen haben. Der Honda Konzern entwickelt neben Autos auch Industriemotoren, Flugzeuge, Micro-Blockheizkraftwerke (siehe auch “ecoPOWER 1.0 Mikro-KWK-Anlage von Honda und Vaillant“), Solarzellen und vieles mehr- Mit dem Einsatz von Honda-Technologien im Rahmen der dezentralen Energieerzeugung sowie Elektrofahrzeugen sollen die CO2-Emissionen der Metropole bis zum Jahr 2015 um die Hälfte des Niveaus von 2000 reduzieren reduziert werden.
Veröffentlicht am 15. März 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 1.369 x gelesen
Die schwarz-gelbe Bundesregierung macht sich zwar gerade lächerlich, indem sie nun im Schnellverfahren die Aussetzung der Laufzeitverlängerung für AKW durchsetzt und sogar besonders riskante, weil ältere Atomkraftwerke vom Netz nehmen will. Dabei war es genau diese Regierung aus CDU, CSU und FDP, die sich im Herbst letzten Jahres für den Ausstieg aus dem Atomausstieg und damit verlängerte Laufzeiten ins Zeug gelegt hat. Wie so oft haben die regierenden Politiker auch dabei nicht auf die Stimme des Volks gehört, sondern stattdessen nur die Interessen der großen Energiekonzerne in Deutschland bedient. Denn schon damals war die Mehrhheit der Deutschen gegen eine Verlängerung der Laufzeiten und so ist das Ergebnis einer Infratest dimap Umfrage nach der Katastrophe in Japan auch kein Wunder.
Veröffentlicht am 14. März 2011, Kategorie(n):Allgemein, 2.230 x gelesen
Ebenfalls im Frühjahr ereignete sich vor 25 Jahren die Katastrophe von Tschernobyl, in der als es im dortigen Atomkraftwerk zu einer Kernschmelze und Explosion kam. Wind, Wetter und Wolken verteilten damals den radioaktiven Fallout über weite Teile Europas und schließlich über die gesamte nördliche Halbkugel, wobei die verschiendenen Regionen unterschiedlich hoch belastet wurden. Nun müssen die Japaner nicht nur um die tausenden Opfer des Erdbebens trauern, um verstorbene und vermisste Familienmitglieder und Freunde sowie über die Zerstörung ihrer bis heute aufgebauten Existenz, sondern sie müssen zudem den Super-GAU im Kernkraftwerk Fukushima fürchten.
Veröffentlicht am 10. Juni 2010, Kategorie(n):Solarenergie, 1.653 x gelesen
Japan ist ein Inselstaat und eines der bevölkerungsreichsten Länder der Erde. Möglicherweise ist der begrenzte Platz der Antrieb zu immer neuen technologischen Höchstleistungen, so war Japan viele Jahre die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hinter den USA und es ist das einzige nicht westliche Mitglied der G8-Staaten. Ein Paradebeispiel für den japanischen Erfolg ist das Unternehmen Shimizu: Als einfache Tischlerei im Jahr 1803 gegründet, ist es heute einer der weltweit führenden Konzerne im Bereich Architektur, Hochbau und Generalunternehmung für sämtliche Bauleistungen mit einem Umsatz von mehr als 14 Milliarden US-Dollar im Jahr.
Bild: Shimizu Corporation
Wenn es eines gibt, was die Japaner aber nicht kennen, dann ist es Stillstand. Und so entwirft auch die Shimizu Corporation ständig neue Pläne für die nahe und ferne Zukunft. Die ausgefallendsten Visionen werden unter den “Shimizu’s Dreams” auf der Homepage veröffentlicht. Zu diesen Träumen zählt auch die Idee, die Fesseln der endlichen Rohstoffe abzulegen und mit nahezu unendlicher und sauberer Solarenergie den ultimativen Traum der Menschheit zu verwirklichen. Das Konzept unter dem Namen “LUNA RING” klingt dabei fantastischer als die Filme “Star Wars” und “Matrix” zusammen und fasziniert mindestens genauso.
Veröffentlicht am 6. April 2010, Kategorie(n):Solarenergie, 1.989 x gelesen
Ende März nahm die neuste Fabrik von Sharp zur Fertigung von Dünnschicht-Solarzellen im japanischen Sakai den Betrieb auf. Laut Sharp werden dort Dünnschicht-Solarzellen auf großflächigen Glasplatten mit Maßen von 1.000 x 1.400 mm hergestellt. Die Struktur der Dünnschicht-Solarzellen besteht aus mehreren dünnen Schichten von Silizium auf einem Glassubstrat, wodurch eine drastische Reduktion der verwendeten Silizium-Menge erreicht wird. Im Vergleich zu herkömmlichen kristallinen Solarzellen wird nur etwa ein Hundertstel der Menge an Silizium benötigt.
Veröffentlicht am 7. Juli 2009, Kategorie(n):Allgemein, 1.621 x gelesen
Die Folgen von Erderwärmung und Klimawandel dürften um einiges verheerender sein als die der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise, was den Klimaschutz eigentlich zum wichtigsten Anliegen von Politik, Unternehmen und eigentlich allen Menschen machen sollte. Doch trotz dem Rat der Wissenschaftlern und den Auswirkungen, die wir schon heute zu spüren bekommen, zweifeln immer mehr Experten daran, ob ein Stopp oder gar eine Umkehr der Erderwärmung gelingen wird.
Laut der von Ecofys, im Auftrag von WWF und Allianz, durchgeführten Analyse “G8 Climate Scorecards” gibt es neben den G8-Staaten, die die Kyoto-Ziele voraussichtlich erreichen werden leider auch immer noch viele Länder, die die Gefahren des Klimawandel und damit eine seriöse Klimapolitik nicht ernst nehmen. Auf Focus Online werden die fünf Staaten vorgestellt, die laut WWF und Allianz in ihren Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel am wirkungsvollsten sind. Der erste Platz geht laut dem Ranking an Deutschland, gefolgt von Großbritannien auf Platz zwei und Frankreich auf Platz drei. Auf den Plätzen vier und fünf finden sich Italien und Japan, die beide einen relativ niedrigen CO2-Ausstoß pro Einwohner haben aber deren absolute Emissionen seit 1990 deutlich gestiegen sind.