Veröffentlicht am 29. Juni 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 782 x gelesen
Einer der großen Privatsender erklärte den 24. März zum “GreenSeven”-Day und widmete ihn Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Klimaschutz und Energiesparen. Zudem wurde an diesem Tag die beeindruckende Dokumentation “Unsere Erde” erstmals im Free-TV gezeigt. Damit hat sich das Angebot an Sendungen zu Umwelt- und Klimaschutz im deutschen Fernsehen für das Massenpublikum aber auch schon erschöpft. Es gibt zwar Sendungen wie “ZDF Umwelt”, diese erreichen aber nicht allzuviele Zuschauer. Die Privatsender konzentrieren sich stattdessen ohnehin lieber auf Talkshows, Casting-Shows, Stars und Sternchen Magazine, etc. von zumeist mehr als fraglichem Niveau.
Nun könnte man vermuten, dass das Interesse einfach nicht vorhanden ist oder es schlicht nicht möglich ist, Nachhaltigkeitsthemen wie das Artensterben oder den Klimawandel publikumstauglich zu machen. Erfolgreiche Nachhaltigkeits-Formate in anderen Ländern zeigen aber, dass hier nicht das Problem liegen kann, weshalb nun eine Forschungsgruppe unter Leitung des UNEP/Wuppertal Institute Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) dieser Frage im Rahmen einer länderübergreifenden Studie nachgegangen ist und kam zu dem Ergebnis kam, dass Deutschland bei publikumstauglichen TV-Angeboten mit Nachhaltigkeitsinhalten hinterher hinkt.
Veröffentlicht am 13. April 2010, Kategorie(n):Allgemein, 1,853 x gelesen
Windkraft, Solarenergie oder Geothermie sind Technologien, mit denen Unternehmen in den letzten Jahren viel Geld verdienen konnten und die Medien und Politiker gerne in den Raum werfen, wenn es wieder einmal um die Senkung des Energieverbrauchs und der Emissionen geht. Zweiffellos sind die Erneuerbaren Energien für die Sicherung der Energieversorgung und damit die Aufrechterhaltung des Wohlstands in der Zukunft notwendig. Gleichzeitig bietet aber auch die sinnvollere Nutzung der Energie - also die Steigerung der Energieeffizienz - ein riesiges Potential. Noch in der großen Koalition wollte das deutsche Umweltministerium ein Gesetz durchsetzen, dass über die Anforderungen der EU-Richtlinie hinausgeht durchsetzen und so Kosten von Wirtschaft und privaten Haushalten ebenso reduziert wie die Emissionen.
Der unter der schwarz-gelben Regierung zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium vereinbarte und jetzt vorgelegte Entwurf eines “Energiedienstleistungsgesetzes” dient laut dem BUND für Umwelt und Naturschutz aber lediglich der Minimalumsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie. Verbindliche Ziele und wirksame Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz seien im “Energiedienstleistungsgesetz” nicht zu finden. Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender dazu: “Wir kreiden das Scheitern des Energieeffizienzgesetzes vor allem Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle an. Ein wirksames Gesetz zum Energiesparen wäre nicht nur ein starker Innovationsmotor für die Wirtschaft gewesen, es wäre auch ein wichtiger Beitrag für den nationalen und internationalen Klimaschutz. Die Bundesregierung hat leider vor den Stromkonzernen kapituliert. Diese wollen mit Laufzeitverlängerungen für alte Atomkraftwerke und mit neugebauten Kohlekraftwerken ihre Gewinne weiter steigern. Sie haben keinerlei Interesse, weniger Strom zu verkaufen.”
Veröffentlicht am 7. April 2010, Kategorie(n):Termine, 879 x gelesen
Am Freitag, den 16. April 2010 findet um 19:00 Uhr im Kulturhaus der Albert-Schweitzer-Stiftung Wohnen und Betreuen in Berlin die Podiumsdiskussion “Berlin - die Grüne Stadt der Zukunft?” statt.
Inzwischen leben weltweit mehr Menschen in Städten und Ballungsgebieten als auf dem Land. Aus diesem Grund sind Städte und urbane Zentren auch mit 75 Prozent für den Großteil des weltweiten Energieverbrauchs und der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Die Metropole und einzige deutsche Weltstadt, Berlin, macht da keine Ausnahme. Darüber, was Berlin zur Reduzierung der Klimafolgen beitragen kann, ob Berlin zur ökologischen Modellstadt werden kann und welche Auswirkungen der Klimawandel für unser Leben in der Stadt hat, diskutieren:
Veröffentlicht am 24. Februar 2009, Kategorie(n):Auto und Verkehr, 2,539 x gelesen
Die Bundesregierung um Kanzlerin Merkel nennt ihre Abwrackprämie für Altautos gerne auch “Umweltprämie“. Denn dadurch bekommt der Steuerzahler und Wähler suggeriert, dass es sich bei der Abwrackprämie nicht nur um eine Steuerverschwendung in Milliardenhöhe handelt, die allerhöchstens einen kurzfristigen positiven Effekt für die Autohersteller hat. Der Umwelt schadet die Abwrackprämie erst einmal, da die Produktion eines neuen Fahrzeugs sehr viele Ressourcen und Energie verbraucht und natürlich auch CO2-Emissionen erzeugt. Wäre die Auszahlung der 2.500 Euro Prämie daher wenigstens an spezielle Umweltkriterien wie einen geringen Spritverbrauch oder einen geregelten Partikelfilter für Dieselfahrzeuge geknüpft, würde das die Umwelt- oder Klimabilanz in den nächsten Jahren zumindest wieder verbessern.
Veröffentlicht am 28. Januar 2009, Kategorie(n):Sonstiges, 3,314 x gelesen
Der rasante Kurzfilm “Unsere Kleine Welt” betrachtet in unterhaltsamer und leicht verständlicher Weise die Komplexität unserer kleinen großen Welt. In dem Film sitzt das Ehepaar Hansen glücklich und zufrieden in seiner kleinen Welt, einem gemütlichen Schrebergarten. Im stillen Müßiggang beginnen sie zu philosophieren: Woher kommen eigentlich die ganzen Dinge um uns herum? Ausgehend vom elektrischen Hähnchengrill im Schrebergarten verfolgt der Film mit ihnen die verschiedenen Produktions- und Wirkungsketten zurück.
Veröffentlicht am 5. November 2008, Kategorie(n):Sonstiges, 3,685 x gelesen
Der Wechsel hat Amerika erreicht: Mit 338 zu 168 Wahlmännerstimmen feierte Barack Obama gestern Nacht einen fulminanten Sieg über den Republikaner John McCain. Damit wird er nicht nur der erste farbige Präsident der Vereinigten Staaten sondern auch der erste Präsident, der das europäische Modell des Sozialstaats vertritt. Neben einer Reform der Sozialpolitik wird von Obama vor allem auch ein Wechsel in der Umwelt- und Klimapolitik erwartet. Bis zum Jahr 2050 will er die CO2-Emissionen 80 Prozent unter das Level von 1990 reduzieren und bis 2012 soll der Anteil erneuerbarer Energien auf zehn Prozent gesteigert werden. Des weiteren sprach sich Barack Obama für die Förderung zum Kauf verbrauchsarmer Autos und eine Verschärfung der Verbrauchsvorschriften von Fahrzeugen aus.
Veröffentlicht am 4. November 2008, Kategorie(n):Sonstiges, 6,594 x gelesen
Die Präsidentschaftswahlen in den USA haben begonnen und heute Nacht bzw. morgen früh werden wir wissen, wer die Amerikaner die nächsten vier Jahre regiert. Sollte Obama gewinnen - wonach es den letzten Umfragen nach aussieht - könnte sich auch beim globalen Umwelt- und Klimaschutz wieder etwas bewegen. Denn obwohl die beiden Kandidaten Barack Obama und John McCain sich in den grundlegendsten Fragen sogar einig waren (Beide stimmen zu, dass die Erderwärmung zu einem großen Teil durch menschliches Handeln verursacht wird und wollen daher die Energiepolitik der USA radikal ändern und den CO2-Ausstoß gesetzlich beschränken.), dürfte Ombama doch mit Sicherheit der grünere Präsidentschaftskandidat sein.
Was würde Barack Obama anders als John McCain machen, wenn er ab morgen Präsident der Vereinigten Staaten wäre:
Barack Obama will im Bereich Umwelt- und Klimaschutz zur Zusammenarbeit wieder mit den internationalen Institutionen und der UN-Klimakonferenz zusammenarbeiten. Allerdings erhebt auch er schon mal den Anspruch auf Führung durch die USA.
Barack Obama setzt wie die meisten europäischen Staaten auf den Ausbau der erneuerbaren Energien wie Solarenergie und Windkraft. Im Gegensatz dazu propagiert McCain den Bau von 45 neuen Atomkraftwerken bis zum Jahr 2030
Barack Obama sprach sich bereits von Anfang an für eine effizientere und sparsamere Nutzung der noch vorhandenen Ressourcen aus. In einer seiner Ansprachen erklärte er den Amerikanern, dass sie nicht weiterhin ihre tonnenschweren SUVs fahren, soviel wie nur möglich essen und bedenkenlos Klimaanlagen und Heizungen aufdrehen können.
Im Hinblick auf die hohen Öl- und Benzinpreise fordert er im Gegensatz zu McCain nicht die Aufhebung der Bohrbeschränkungen entlang der amerikanischen Ost- und Westküste sondern die Anhebung der Verbrauchsstandards für Fahrzeuge in den USA.
Obama befürwortet außerdem die Einführung von Grenzwerten und die gesetzliche Beschränkung des CO2-Ausstoß von Unternehmen sowie den Handel mit Emissionszertifikaten.
Veröffentlicht am 24. September 2008, Kategorie(n):Termine, 3,131 x gelesen
Bündnis 90/Die Grünen laden Sie ganz herzlich zur Konferenz “Klima Verkehr(t) - Was der Verkehr zum Klimaschutz beitragen muss” am 18.Oktober 2008 in Berlin ein.
Weltweit wächst der Verkehr und damit die Klimalast. Denn der motorisierte Verkehr zu Lande, zu Wasser und zu Luft bewegt nicht nur Waren, Güter und Menschen, sondern bewegt das Klima, weil er Treibhausgase produziert. Angesichts des massiv gestiegenen Preises für Rohöl sind die Zeiten billigen Transports von Waren und Dienstleistungen wie auch individueller Mobilität vorbei. Wir haben jetzt die Chance, klimafreundliche Mobilität zukunftsfähig zu machen und dabei zwei der größten Herausforderungen anzugehen, vor denen die Menschheit steht: Die Eindämmung des Klimawandels und den Ersatz endlicher und dreckiger fossiler Energiequellen durch unendlich verfügbare, saubere erneuerbare Energien.
Veröffentlicht am 14. September 2008, Kategorie(n):Bücher, 2,570 x gelesen
Energie bestimmt unsere Zukunft. Das Klima ist in Gefahr, das Ölzeitalter geht zu Ende. Was kommt danach? Das spannende Handbuch zur aktuellen Energiedebatte - in überarbeiteter Neuauflage. Journalisten und Wissenschaftler liefern Daten, Fakten und Hintergründe: Wie sichern wir den Energienachschub, ohne die Umwelt zu gefährden? Verständlich geschrieben, mit aufwändigen Info-Grafiken illustriert: ein Buch mit Debatten-Potenzial. Die »Energie-Bibel« für jedermann. Energie ist der Motor der Weltwirtschaft und die Basis für globalen Wohlstand. Teils dramatische Preisanstiege für Strom, Benzin und Heizenergie rütteln die Verbraucher wach. Die Nachfrage nach Erdöl steigt, doch die Vorräte schrumpfen, das Zeitalter fossiler Energien geht zu Ende. CO2 belastet die Öko-sphäre. Die Abhängigkeit von politisch instabilen Weltregionen, in denen Öl und Gas gefördert werden, wächst. Energiewirtschaft und Politik stehen vor schwierigen Entscheidungen: Wie lässt sich dem Klimawandel begegnen? Braucht die Welt Atomkraft? Wie schaffen wir die Wende zu erneuerbaren Energien? Das Buch - von Kritikern einhellig gelobt - zeigt Wege auf, wie sich die Energieversorgung nachhaltig sichern lässt.
Veröffentlicht am 13. März 2008, Kategorie(n):Sonstiges, 2,059 x gelesen
Alle Jahre wärmer: 2007 setzte sich ein Trend fort, der 1988 begann. Mit einer Ausnahme - 1996 - lagen die Temperaturen seither über dem langjährigen Durchschnitt. Der Klimawandel zeigt sichtbare Folgen: In ganz Deutschland ist eine einheitliche Tendenz zur Verfrühung der Blütezeit festzustellen. Die stärker maritim beeinflussten Gebiete (Südwest-, West- und Norddeutschland) sind noch etwas stärker betroffen als die Regionen im Osten Deutschlands. Am stärksten ausgeprägt sind die Veränderungen im phänologischen Frühling (etwa Januar bis Mai). Die Pflanzen reagieren mit einem früheren Vegetationsbeginn auf die - vor allem in den letzten zwei Jahrzehnten - milden Wintertemperaturen. Im Garten betrifft das unter anderem die Krokusse, Schneeglöckchen, Forsythien, Osterglocken und alle Obstgehölze. Bei den Sommerblühern sind die Veränderungen weniger stark, die Besenheide beispielsweise blüht nach wie vor ab Ende Juli.
Die frühe Blüte wird maßgeblich durch die Lufttemperatur gesteuert. Im Winter sind die Pflanzen in Vegetationsruhe. Steigen die Temperaturen deutlich über das normale Maß, beginnen die Saftströme und die Vegetationsruhe wird beendet. Je früher die Entwicklung, desto höher ist auch Gefahr von Schäden durch Spätfröste. Einzig der Wein scheint zu profitieren: durch die frühe Blüte verlängert sich die Zeit der Fruchtentwicklung. Durch den Klimawandel könnten auch Gärtnerregeln ihre Gültigkeit verlieren. Wenn beispielsweise die Forsythien schon Mitte Februar blühen, sollte man mit dem Rosenschnitt dennoch bis März warten. Dann ist die Gefahr starker Fröste gesunken.