Veröffentlicht am 4. November 2011, Kategorie(n):Allgemein, 367 x gelesen
Wie Spiegel Online mit Berufung auf die neuesten Berechnungen des US-Energieministeriums berichtet, ist der CO2-Ausstieg von 2009 bis 2010 deutlich angestiegen. Der Anstieg übertraf mit 512 Millionen Tonnen mehr Treibhausgasen sogar die schlimmsten Befürchtungen führender Klimaforscher. Mit dieser Entwicklung halten sie das angestrebte 2 Grad Ziel, dass zumindest die Folgen des Klimawandels halbwegs im Zaum halten soll, für kaum noch realisierbar. Vor allem auch deshalb, weil die aktuellen Schuldenkrisen in Europa und den USA das Thema “Klimawandel” komplett aus dem Bewußtsein der Politik verdrängt habe. Schließlich würden sich die Politiker aufgrund ihres Ziels, der Wiederwahl, immer nur um die aktuellen Probleme kümmern, die von den Bürgern gerade als besonders wichtig wahrgenommen werden.
Große Erwartungen sollten daher auch nicht auf das Treffen im Rahmen der 17. Weltklimakonferenz in Durban gesetzt werden, denn solange die Schuldenkrisen nicht gelöst sind, werden andere Themen allerhöchstens am Rande wahrgenommen werden. Hier zeigt sich wieder einmal, dass das von der Politik so gerne von Managern und Bankern geforderte langfristige Denken auch bei den damen und Herren Politikern nicht zu finden ist. Schließlich mögen manche am menschgemachten Klimawandel zweiffeln, zu 100 Prozent wissenschaftlich widerlegen lässt er sich aber garantiert nicht. Und wer Verantwortung für die kommenden Generationen übernehmen will, der müsste selbst bei nur einer kleinen Wahrscheinlichkeit (dabei ist sie wohl eher sehr groß), dass Milliarden von Tonnen Treibhausgase aus Schornsteinen, Fabriken, Flugzeugen und Autos eine Auswirkung auf Umwelt und Klima haben, zumindest versuchen sie zu reduzieren.
Veröffentlicht am 3. Mai 2010, Kategorie(n):Allgemein, 1,393 x gelesen
Professor Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, und Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender der unabhängigen Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch, haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben: Beide sind sich sicher, dass das Zwei-Grad-Ziel - also das maximale Ansteigen der durchschnittlichen Temperatur auf der Erde um zwei Grad Celsius - trotz des Scheiterns des Klimagipfels von Kopenhagen noch erreicht werden kann. Länder wie Deutschland, die als Vorreiter beim Klimaschutz gelten, müssten dazu zeigen, dass der Kampf gegen die Erderwärmung globalwirtschaftlich profitabel sei.
Veröffentlicht am 22. April 2010, Kategorie(n):Termine, 730 x gelesen
Anstoß für die Fachtagung Klimaschutz war der gescheiterte Weltklimagipfel Ende letzten Jahres in Kopenhagen, der allen deutlich machte: Globale Übereinkünfte und lokales Handeln sind dringend nötig, um die notwendige Reduzierung der Treibhausgase um 80 % zu erreichen. Allerdings bilden die europäische Gesetzgebung und Klimaschutzpolitik “nur” den Rahmen für klimafreundliches Wirtschaften und Verhalten – praktisch umgesetzt wird Klimaschutz vor Ort in den Kommunen sowie von Unternehmen und den Bürgern.
Veröffentlicht am 20. Januar 2010, Kategorie(n):Bücher, 1,574 x gelesen
Die Erderwärmung und der daraus resultierende Klimawandel sind Fakten und lassen sich nicht in Frage stellen. Einzig, wie weit der Mensch daran Schuld trägt und was getan werden kann um die schlimmsten Folgen zu verhindern, darüber lässt sich streiten. Und genau DAS ist es, was Politiker und Unternehmer in den letzten Jahren bevorzugt tun, allzu oft leider mit einem Auge darauf, wie sich aus den Klimaveränderungen am meisten Profit schlagen lässt. Denn Umweltschutz und Klimaschutz sind längst nicht mehr nur Themen für Öko-Idealisten sondern grüne Technologien und grüne Produkte sind mittlerweile ein Milliardengeschäft. Wie echter Klimaschutz dabei zwischen Tagespolitik und Lobbyismus auf der Strecke bleibt, darüber schreibt Martin Gerth, Redakteur bei der WirtschaftsWoche mit Schwerpunkten Investmentfonds, Altersvorsorge, Immobilien und grüne Geldanlage in seinem Buch “Der grüne Betrug”.
Nach einer Studie der Unternehmensberatung PWC vom März 2009 sind in der EU bis zu 22 Milliarden Euro Investitionen in erneuerbare Energien nötig, um das Ziel zu erreichen, bis 2020 ein Fünftel weniger CO2 zu produzieren. Deutsche Bank Research errechnete allein für die deutsche Bauwirtschaft aufgrund von Klima- und Umweltschutzauflagen bis 2030 ein Investitionsvolumen von bis zu 340 Milliarden Euro. Wo auf Jahrzehnte lukrative Geschäfte winken, sind Einflussgruppen aus Politik und Wirtschaft nicht weit. Jeder will sich ein Stück vom Klimakuchen abschneiden, egal ob Parteien, Verbände oder Unternehmen. Die einen wollen Wählerstimmen ködern, manche Subventionen einsammeln, andere Umsätze mit grünen Produkten machen oder sich ein politisch korrektes Image verpassen.
Dazu kommt das überflüssige Schubladendenken, welches es den Politikern so schwer macht, pragmatisch und wirklich zielorientiert zu handeln. Wer in der Politik für konservative Werte eintritt, der darf sich beim Klimaschutz auf keinen Fall zu weit vorwagen, um nicht im eigenen Lager als Ökosozialist zu gelten. Im umgekehrten Fall kann es sich jemand aus dem linken Spektrum nicht leisten, Maßnahmen zum Klimaschutz anzuzweifeln, ohne sich der Gefahr auszuliefern, von der eigenen Partei als neoliberaler Kapitalist abgestempelt zu werden.
Veröffentlicht am 18. Dezember 2009, Kategorie(n):Sonstiges, 1,107 x gelesen
Am heutigen Freitag geht der Weltklimagipfel in Kopenhagen zu Ende, und bisher sieht alles nach einem Scheitern der Konferenz aus. Vom ZDF haben wir aus diesem Grund heute folgende Anfrage zu einem Aufruf erhalten:
Zum Ende des Klimagipfels möchte Claus Kleber, erster Moderator des heute-journals auf ZDF, Eure Meinung dazu wissen, ob der Gipfel in Kopenhagen überhaupt etwas für das Weltklima gebracht hat oder ob man sich den ganzen Aufwand hätte schenken können. Die besten Statements können es ins ZDF heute journal schaffen!
Veröffentlicht am 7. Dezember 2009, Kategorie(n):Allgemein, 3,689 x gelesen
Heute ist er gestartet, der Weltklimagipfel in Kopenhagen, bei dem es um nichts geringeres geht als um die Rettung des Weltklimas und unserer Umwelt. Nun liegt es an den Vertretern der Industriestaaten und Schwellenländer, zu erkennen, dass man nicht weitermachen kann wie bisher und dass es einer drastischen Reduktion der Emissionen bedarf. Wichtigste Faktoren dafür wären eine Abkehr vom Streben nach Wachstum ohne Rücksicht auf die Verschwendung der natürlichen Ressourcen und die Zerstörung der Umwelt. Da Bilder bekanntlich mehr sagen als tausend Worte es vermögen ist hier eine kleine Auswahl an Fotos. In was für einer Welt möchten wir morgen leben?
Veröffentlicht am 7. Juli 2009, Kategorie(n):Allgemein, 1,332 x gelesen
Die Folgen von Erderwärmung und Klimawandel dürften um einiges verheerender sein als die der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise, was den Klimaschutz eigentlich zum wichtigsten Anliegen von Politik, Unternehmen und eigentlich allen Menschen machen sollte. Doch trotz dem Rat der Wissenschaftlern und den Auswirkungen, die wir schon heute zu spüren bekommen, zweifeln immer mehr Experten daran, ob ein Stopp oder gar eine Umkehr der Erderwärmung gelingen wird.
Laut der von Ecofys, im Auftrag von WWF und Allianz, durchgeführten Analyse “G8 Climate Scorecards” gibt es neben den G8-Staaten, die die Kyoto-Ziele voraussichtlich erreichen werden leider auch immer noch viele Länder, die die Gefahren des Klimawandel und damit eine seriöse Klimapolitik nicht ernst nehmen. Auf Focus Online werden die fünf Staaten vorgestellt, die laut WWF und Allianz in ihren Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel am wirkungsvollsten sind. Der erste Platz geht laut dem Ranking an Deutschland, gefolgt von Großbritannien auf Platz zwei und Frankreich auf Platz drei. Auf den Plätzen vier und fünf finden sich Italien und Japan, die beide einen relativ niedrigen CO2-Ausstoß pro Einwohner haben aber deren absolute Emissionen seit 1990 deutlich gestiegen sind.
Veröffentlicht am 21. Juni 2009, Kategorie(n):Bücher, 1,901 x gelesen
Bereits in ihrem ersten Buch “Die andere Klima-Zukunft” hat die Berliner Wirtschaftsprofessorin und Energieexpertin Claudia Kemfert darauf hingewiesen, dass es Wege aus dem Klima-Dilemma gibt, die uns neben ökologischen auch wirtschaftliche Vorteile bringen können.
Anlässlich ihres neuen, am 23. Juni 2009 erscheinenden Buches “Jetzt die Krise nutzen”, fordert sie dazu auf, im Rahmen der Finanz- und Wirtschaftskrise die ökologische Krise nicht zu vergessen oder zu verdrängen. Mit Ihrer Aussage “Wenn wir jetzt klug die politischen Weichen stellen, schlagen wir drei Krisen mit einer Klappe – die Wirtschaftskrise, die Energiekrise und die Klimakrise” lässt sie keinen Zweifel daran, dass wir langfristig gestärkt aus den Krisen hervorgehen können.
In ihrem Debattenbuch weist die Ökonomin den deutschen Politikern den Weg in unsere Wirtschaftszukunft und definiert präzise Aufgaben an Wirtschaft und Politik. Claudia Kemfert fordert von den deutschen Politikern:
Veröffentlicht am 12. Dezember 2008, Kategorie(n):Allgemein, 1,872 x gelesen
Gerne hat sich unsere Bundeskanzlerin weltweit als selbsternannte Anführerin für mehr Umelt- und Klimaschutz sowie gegen den Klimawandel präsentiert. Doch während die Regierungen anderer Länder auch in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise auf Klimakurs bleiben oder sich wie die USA nun verstärkt darum bemühen wollen, knickt Frau Merkel vor der Industrie ein. Bei den aktuellen Verhandlungen über das EU-Klimapaket in Posen gibt sich Angela Merkel als Anwältin der Industrie und fordert eine weitgehend kostenlose Verteilung der Emissionsrechte, vor allem für das produzierenden Gewerbe.
Dabei haben inzwischen auch andere Länder und viele Unternehmen begriffen, dass der Klimawandel nicht nur Risiken sondern auch Chancen bietet - zumindest wenn man keine Angst vor Veränderungen hat. Denn Klima- und Umweltschutz sind nicht nur Investitionen in einen gesunden Planeten, sondern nachhaltig agierende Unternehmen können auf lange Sicht auch ökonomisch profitieren. Aufgrund der weiteren Verknappung der Ressourcen und einer steigenden Nachfrage werden Einsparungsmöglichkeiten von Energie und Rohstoffen sowie innvoative Umwelttechnologien in der Zukunft ein entscheidender Wettbewerbsfaktor sein.
Wenn Angela Merkel sich also jetzt zum “Wohle” der Industrie dafür stark macht, dass diese nicht aktiv werden muss, dann könnte Deutschland seine Rolle als Pionier im Bereich Klimaschutz, Umwelttechnik und neue Energien schon bald verlieren.
Veröffentlicht am 10. Dezember 2008, Kategorie(n):Allgemein, 2,245 x gelesen
Kein Rückschritt aufgrund der Finanzkrise: Bis zum 11. Dezember die eigene Stimme für den Klimaschutz abgeben und die EU zur Führungsrolle drängen
Morgen entscheiden die Regierungen der europäischen Staaten über die Antwort Europas auf den Klimawandel für die nächsten 12 Jahre. Umweltschützer aus ganz Europa drängen darauf, die Emissionen an Treibhausgasen bis zum Jahr 2020 um mindestens 30% zu reduzieren um die globale Erderwärmung unter 2°C zu halten und eine Klimakatastrophe abzuwenden. Am Donnerstag vergangener Woche haben Umweltschützer von “Time to Lead” mit einer spektakulären Aktion in Brüssel auf die Klimaerwärmung aufmerksam gemacht: vor dem Gebäude, in dem sich Europas Spitzenpolitiker trafen, wurden riesige Eisblöcke mit den entsprechenden Landesflaggen platziert. Außerdem wurden Bilder von Überflutungen an die Wände des Gebäudes projiziert.
Hier sind zwei Bilder der Aktion im Kampf gegen den globalen Klimawandel und für eine Führungsrolle der EU beim weltweiten Klimaschutz: