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Ungerechte Welt: Wie 7 Prozent der Menschen mit ihrem Konsum Umwelt und Klima zerstören

Veröffentlicht am 11. August 2010,  Kategorie(n): Allgemein,  225 x gelesen

In unserer Gesellschaft fragt sich manch einer, wieso die Welt so ungerecht ist und hat dabei doch nur den schicken Mercedes oder den großen Flachbildfernseher des Nachbarn im Blick. Vielleicht mag der Einkommensunterschied als große Ungerechtigkeit empfunden werden, das globale und wirklich Ungerechte ist er mit Sicherheit nicht. Denn der ungehemmte Konsum und die Gier nach Wirtschaftswachstum in den reichen Ländern bei gleichzeitiger Ausbeutung des Großteils der Erdbevölkerung ist die wahre Ungerechtigkeit dieser Welt. So sind laut dem “Worldwatch”-Institut und einem Bericht vom Januar 2010 auf Welt Online gerade einmal 7 Prozent, also rund 500 Millionen Menschen, für die Hälfte des Ressourcenverbrauchs und der ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich.

Müllkippe - Eine der Folgen des ungebremsten Konsums der Menschen in den reichen Ländern
Foto: D’Arcy Norman

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Kaum Sendungen zu Umwelt- und Klimaschutz im deutschen Fernsehen

Veröffentlicht am 29. Juni 2010,  Kategorie(n): Sonstiges,  241 x gelesen

Einer der großen Privatsender erklärte den 24. März zum “GreenSeven”-Day und widmete ihn Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Klimaschutz und Energiesparen. Zudem wurde an diesem Tag die beeindruckende Dokumentation “Unsere Erde” erstmals im Free-TV gezeigt. Damit hat sich das Angebot an Sendungen zu Umwelt- und Klimaschutz im deutschen Fernsehen für das Massenpublikum aber auch schon erschöpft. Es gibt zwar Sendungen wie “ZDF Umwelt”, diese erreichen aber nicht allzuviele Zuschauer. Die Privatsender konzentrieren sich stattdessen ohnehin lieber auf Talkshows, Casting-Shows, Stars und Sternchen Magazine, etc. von zumeist mehr als fraglichem Niveau.

Nun könnte man vermuten, dass das Interesse einfach nicht vorhanden ist oder es schlicht nicht möglich ist, Nachhaltigkeitsthemen wie das Artensterben oder den Klimawandel publikumstauglich zu machen. Erfolgreiche Nachhaltigkeits-Formate in anderen Ländern zeigen aber, dass hier nicht das Problem liegen kann, weshalb nun eine Forschungsgruppe unter Leitung des UNEP/Wuppertal Institute Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) dieser Frage im Rahmen einer länderübergreifenden Studie nachgegangen ist und kam zu dem Ergebnis kam, dass Deutschland bei publikumstauglichen TV-Angeboten mit Nachhaltigkeitsinhalten hinterher hinkt.

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Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG): Elektritzität ist Schlüsselfaktor für nachhaltige Gesellschaft

Veröffentlicht am 24. Juni 2010,  Kategorie(n): Allgemein,  395 x gelesen

Die meisten Experten gehen davon aus, dass die nächsten Generationen die Folgen des Klimawandels nur dann ohne extremen Schaden überstehen können, wenn die globale Erwärmung unter dem Zwei-Grad-Ziel gehalten wird. Um dieses Ziel zu erreichen müsste der vom Menschen verursachte CO2-Ausstoss allerdings drastisch reduziert werden. Beim Umbau der Energieversorgung mit ihrer bislang massiven Verwendung fossiler Brennstoffe kommt der elektrischen Energie als unmittelbarem Produkt wichtiger erneuerbarer Energiesysteme daher eine Schlüsselfunktion zu. Aus diesem Grund hat die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), die mit 58.000 Mitgliedern weltweit größte und die älteste der wissenschaftlichen Fachgesellschaften für Physikerinnen und Physiker, die aktuelle Studie “Elektrizität: Schlüssel zu einem nachhaltigen und klimaverträglichen Energiesystem” herausgegeben.

Windkraftanlagen an der dänischen Küste in Bønnerup Strand, Foto von Dirk Goldhahn
Foto: Dirk Goldhahn

In dieser Studie betrachtet die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) alle Erzeugungs-, Speicherungs- und Verbrauchsmethoden elektrischer Energie aus streng physikalischer Sicht. Wolfgang Sandner, Präsident der DPG, dazu: “Das Ziel der Studie ist es, einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu geben und möglichst wertneutral kommentiertes Datenmaterial vorzulegen, um damit gesellschaftliche Diskussionen voranzutreiben und politische Entscheidungsprozesse zu unterfüttern.”

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Klimakapseln: Wie werden die Menschen in Zukunft leben?

Veröffentlicht am 17. Juni 2010,  Kategorie(n): Sonstiges,  503 x gelesen

Wenn das Thema “Klimawandel” in der Öffentlichkeit diskutiert wird, dann geht es meist um die Frage, wie die klimaschädlichen Emissionen verringert werden können um den durchschnittlichen Temperaturanstieg im Rahmen - genauer gesagt unter 2 Grad - zu halten. Neben der Steigerung der Energieeffizienz sollen dazu vor allem die erneuerbaren Energien wie Windkraft und Solarenergie und auch ein weniger konsumorientierter Lebensstil der Industrienationen beitragen. Die Schwellenländer werden gleichzeitig ermahnt, die Fehler des Westens gar nicht erst zu wiederholen. Völlig offen bleibt bei diesem Konzept aber, ob genügend Menschen zu einer Verhaltensänderung zu bewegen sind und ob Politik und Industrie weltweit auf ein nachhaltigeres und langfristig orientierten Handeln umschwenken. Zudem ist auch noch nicht 100%ig klar, ob die derzeit diskutierten Reduktionsziele überhaupt ausreichend sind, um den heute bereits messbaren Klimawandel aufzuhalten.

Klimakapsel von Vincent Callebaut
Foto: Lilypad, a floating ecopolis for climate refugees, 2008 / © Vincent Callebaut Architectures

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Filmpremiere im Juni: The Age of Stupid - Warum tun wir nichts?

Veröffentlicht am 31. Mai 2010,  Kategorie(n): Filme & TV,  376 x gelesen

Am 1. und 2. Juni feiert der Film “The Age of Stupid” der britischen Regisseurin Franny Armstrong und Produzentin Lizzie Gillett in Berlin und Hamburg Deutschlandpremiere. In dem Film blickt Pete Postlethwaite, als einig überlebender Mensch auf der verseuchten Erde im Jahr 2055, mithilfe alten Filmmaterials von 2008 in die Vergangenheit zurück. Dabei stellt er sich zwangsläufig die Frage, warum im “Zeitalter der Dummheit” niemand etwas gegen die Umweltverschmutzung und die Erderwärmung getan hat. Damals als als noch Zeit dazu war, wie dieser sehr theatralische Trailer zeigt.

Anhand von Einzelschicksalen, angereichert mit Original-Fernsehbeiträgen der Zeit zwischen 1950 und 2008, dokumentiert “The Age of Stupid”, wie wir Menschen unsere Umwelt und damit unsere Lebensgrundlage zerstören. Ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben, erzählt der Film, der klimaneutral produziert wurde, aus dem Leben von sechs über den Erdball verteilten Menschen. Es wird deutlich: Unsere Gesellschaft ist nur an Wachstum orientiert – und wird daran zugrunde gehen. Jüngst hat die durch die Deepwater Horizon verursachte Umweltkatastrophe wieder gezeigt, welch tragische Auswirkungen das rücksichtslose Streben nach Wirtschaftswachstum auf unsere Umwelt haben kann.

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Polarforscher Professor Peter Lemke mit dem Bayer Climate Award 2010 geehrt

Veröffentlicht am 26. April 2010,  Kategorie(n): Sonstiges,  599 x gelesen

Den Polargebieten kommt beim Klimawandel eine besondere Bedeutung zu, da sich die Regionen der Antarktis und Arktis besonders schnell erwärmen. Die Temperatur der Arktis stieg in den letzten Jahren sogar doppelt so stark wie die der Erde im globalen Mittel, was die Polar- und Meereis-Forschung zu einem so wichtigen Gradmessser für die globalen Klimaveränderungen macht. Mit der Verleihung des “Bayer Climate Award 2010″ wurde Professor Peter Lemke für seine jahrzehntelange Arbeit und seine grundlegenden und wegweisenden Beiträge zum Zusammenhang von Meereis und Klima geehrt. Der international führende Polarforscher erhielt die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung der “Bayer Science & Education Foundation” am 22. April 2010 aus den Händen von Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, in einer Feierstunde mit rund 300 Gästen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft in Berlin.

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Fachtagung Klimaschutz vom 19. - 20. Mai 2010 in der Evangelischen Akademie Bad Boll

Veröffentlicht am 22. April 2010,  Kategorie(n): Termine,  335 x gelesen

Anstoß für die Fachtagung Klimaschutz war der gescheiterte Weltklimagipfel Ende letzten Jahres in Kopenhagen, der allen deutlich machte: Globale Übereinkünfte und lokales Handeln sind dringend nötig, um die notwendige Reduzierung der Treibhausgase um 80 % zu erreichen. Allerdings bilden die europäische Gesetzgebung und Klimaschutzpolitik “nur” den Rahmen für klimafreundliches Wirtschaften und Verhalten – praktisch umgesetzt wird Klimaschutz vor Ort in den Kommunen sowie von Unternehmen und den Bürgern.

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Strategiepapier der Heinrich-Böll-Stiftung: Finanzkrise und Klimakrise gleichzeitig bekämpfen

Veröffentlicht am 19. April 2010,  Kategorie(n): Allgemein,  484 x gelesen

Die Finanzkrise hat die ohnehin knappen öffentliche Kassen ebenso kurz vor den Zusammenbruch geführt, wie das jahrzehntelange rücksichtslose Wirtschaftswachstum der Industrienationen die Erde an den Rand des Umwelt- und Klimakollaps gedrängt hat. Schuldenberge von unglaublicher Höhe, deren Last die kommenden Generationen unser Kinder und Enkelkinder zu tragen haben und ein weiter bedrohlicher Klimawandel sind für die den Grünen nahestehende Heinrich-Böll-Stiftung zwingender Grund für eine Ökologische Steuerreform. Nur so könnte unser derzeitiges System zu einem nachhaltigern Wirtschaftssystem umgebaut werden und gleichzeitig eine Sanierung der Haushalte stattfinden. Stattdessen sinkt aber momentan der Anteil der umweltbezogenen Steuern am gesamten Abgabenaufkommen. Dabei müsste die Bundesregierung eigentlich dringend die Milliardenausgaben für die Konjunkturprogramme gegenfinanzieren und den schädlichen und kostspieligen Ressourcenverbrauch reduzieren.

Nachhaltig aus der Krise - Ökologische Finanzreform als Beitrag zur Gegenfinanzierung des KrisendefizitsEinen Vorschlag, wie die Finanzkrise und die Klimakrise gleichzeitig bekämpft werden könnten, legte die Heinrich-Böll-Stiftung letzte Woche der Politik in Berlin vor. In ihrem Auftrag wurde das Strategiepapier “Nachhaltig aus der Krise - Ökologische Finanzreform als Beitrag zur Gegenfinanzierung des Krisendefizits” von drei Autor/innen des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) erstellt. Es soll der Bundesregierung ein Konzept aufzeigen, wie die Schulden abgebaut und das Wachstum in ökologische Bahnen gelenkt werden kann. Denn selbst das aktuelle Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute belegt, dass die Konsolidierung der Staatsfinanzen nicht allein durch Wirtschaftswachstum gelingen wird. Die Ökologische Finanzreform soll darauf aber eine Antwort finden.

Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, sagte: “Finanzminister Schäuble will das Haushaltsdefizit um 10 Milliarden Euro im Jahr senken. Unsere Vorschläge bringen 16,2 Milliarden in den Staatshaushalt. Statt einer Erhöhung der Mehrwertsteuer oder einer Anhebung der Sozialversicherungsbeiträge fordern wir den Abbau umweltschädlicher Subventionen und eine schrittweise, maßvolle Anhebung gezielter Umweltsteuern. Die Grundidee der ökologischen Steuerreform - Verteuerung des Ressourcenverbrauchs bei gleichzeitiger Entlastung der Arbeitseinkommen - ist aktueller denn je.”

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Bedeutung von Stiftungen im Kampf gegen den Klimawandel wächst

Veröffentlicht am 7. April 2010,  Kategorie(n): Allgemein,  408 x gelesen

Stiftungen sind Einrichtungen, die mit ihrem Vermögen einen vom Stifter festgelegten, fast immer gemeinnützigen Zweck verfolgen. Sie sind daher ein unverzichtbares Element unserer Gesellschaft und alleine in Deutschland gibt es mehr als 17.300 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts, die in den unterschiedlichsten Themenbereichen aktiv sind. Selbstverständlich haben nicht wenige dieser Stiftungen ihre finanziellen Mittel und ihre Arbeit dem Schutz der Umwelt, dem Klimaschutz und dem Erhalt einer lebenswerten Erde als Ganzes gewidmet. Laut Datenbank des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen verfolgen ganze 2.943 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts den Zweck “Wissenschaft und Forschung” und immerhin 1.314 Stiftungen den Zweck “Umweltschutz” (Mehrfachnennungen).

v.l.: Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und Prof. Dr. Hans Fleisch,  Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen
Foto: Unverzichtbares Engagement deutscher Stiftungen: Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und Prof. Dr. Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, © Bundesverband Deutscher Stiftungen

Vor diesem Hintergrund fand am 18. März 2010 in Berlin ein Klima-Sonderkongress des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen statt, auf dem zahlreiche Experten aus Klimaforschung und Stiftungswesen über den Beitrag deutscher Stiftungen zum Klimaschutz diskutiereten. Auf der Veranstaltung lobte Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen (CDU) den Wert und Beitrag der deutschen Stiftungen und erklärte, dass die Politik alleine die (Klima)Probleme unserer Zeit nicht zu lösen vermag: “Klimaschutz erfordert einen fundamentalen Wandel unserer Lebensweise. Er kann nur in einem Bündnis aus Politik, Wirtschaft und gesellschaftlichen Gruppen erfolgreich sein. Die deutschen Stiftungen leisten deshalb in ihrer sachlichen Aufklärungsarbeit und mit der konkreten Unterstützung praxisnaher Projekte für mehr Energieeffizienz und die konsequente Nutzung Erneuerbarer Energien einen wesentlichen Beitrag in der Umsetzung wie in Vermittlung unserer Klimaschutzziele. Ich danke den deutschen Stiftungen für dieses Engagement, das gerade nach Kopenhagen unverzichtbar ist, um die Vorreiterrolle Deutschlands im Klimaschutz durch konkrete Schritte weiter auszubauen.”

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Podiumsdiskussion 16.4.2010: Berlin - die Grüne Stadt der Zukunft?

Veröffentlicht am 7. April 2010,  Kategorie(n): Termine,  432 x gelesen

Am Freitag, den 16. April 2010 findet um 19:00 Uhr im Kulturhaus der Albert-Schweitzer-Stiftung Wohnen und Betreuen in Berlin die Podiumsdiskussion “Berlin - die Grüne Stadt der Zukunft?” statt.

Inzwischen leben weltweit mehr Menschen in Städten und Ballungsgebieten als auf dem Land. Aus diesem Grund sind Städte und urbane Zentren auch mit 75 Prozent für den Großteil des weltweiten Energieverbrauchs und der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Die Metropole und einzige deutsche Weltstadt, Berlin, macht da keine Ausnahme. Darüber, was Berlin zur Reduzierung der Klimafolgen beitragen kann, ob Berlin zur ökologischen Modellstadt werden kann und welche Auswirkungen der Klimawandel für unser Leben in der Stadt hat, diskutieren:

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