Veröffentlicht am 15. August 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 744 x gelesen
Die Verwendung von Plastiktüten ist praktisch, bequem und daher bei vielen immer noch die gängige Methode um die Einkäufe nach Hause zu transportieren. Leider sind Milliarden von produzierten, ausgegebenen und weggeworfenen Platiktüten aber auch eine gigantische Verschwendung von Ressourcen, eine unglaubliche Verschmutzung der Umwelt und zudem für viele Lebewesen im Meer tödlich. Alleine in Europa werden pro Person und Jahr durchschnittlich rund 500 Plastiktüten “verbraucht”, weshalb die EU-Kommission aktuell über Möglichkeiten berät, wie der Verbrauch von Plastiktüten zurückgedrängt werden kann.
Veröffentlicht am 12. Januar 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 1,180 x gelesen
Über den Fluch und Segen von Plastik wurde auf Klima-Wandel.com ja bereits mehrfach berichtet (z.B.: Plastic Planet - Eine unbequeme Wahrheit über das allgegenwärtige Material Plastik) und aktuell gibt es neue erschreckende Erkenntnisse zum Zustand des Mittelmeers. Wie die Expedition MED nach Untersuchungen und Schätzungen auf ihrer Homepage berichtet, schwimmen alleine im Mittelmeer wahrscheinlich rund 250 Milliarden Plastikpartikel, die aus dem von Menschen in Flüssen und Meer entorgten Müll stammen. In einigen Gebieten des Mittelmeers komme inzwischen sogar sechsmal soviel Plastik vor wie Plankton und weltweit wurden die Meere bereits mit mehr als 100 Millionen Tonnen Plastikmüll verschmutzt. Das Plastik im Meer bringt aber nicht nur jedes Jahr hunderttausenden von Seevögeln und Meeressäugetieren einen qualvollen Tod, sondern es gefährdet auch die Artenvielfalt im Meer und landet über die Fische, die die kleinen Platikfragmente fressen, auch bei uns auf dem Teller.
Da der Abbau von Plastik mehr als 400 Jahre dauert und man die mikroskopisch kleinen Teilchen auch nicht aus dem Meerwasser filtern kann, geht es nach dem Anliegen der Initiatoren nur noch um Schadensbegrenzung. Auf der Webseite www.expeditionmed.eu/petition sollen eine Millionen Menschen online unterzeichnen und damit die EU-Kommission auffordern, neue Vorschriften für umweltfreundlichere Plastikverpackungen zu erlassen. Ein erster wegweisender Schritt wurde in Italien zum 1. Januar 2011 umgesetzt. Denn seit Beginn des Jahres sind Plastiktüten in Italien verboten und müssen stattdessen aus biologisch abbaubarem Material hergestellt werden. Gegen das Gesetzt gab es heftigen Widerstand aus der Industrie und auch die Bevölkerung ist davon bisher wenig begeistert. Wiederverwendbare Einkaufstaschen aus Stoff, wie sie z.B. in Deutschland viele verwenden, sind vielen Italienern nahezu unbekannt. Laut der italienischen Umweltschutzorganisation Legambiente sind die Italiener mit einem bisherigen Verbrauch von 300 Plastiktüten pro Kopf und Jahr Europameister wenn nicht gar Weltmeister - ein Titel auf den man sicherlich nicht stolz sein sollte!
Veröffentlicht am 31. März 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 2,552 x gelesen
Egal ob Wasser, Limo oder Bier: Die Entwicklung beim Getränkeverkauf geht trotz Einwegpfand immer mehr in Richtung Einwegverpackungen wie Dosen oder Plastikflaschen. Das ungebremste Wachstum liegt vor allem am gestiegenen Marktanteil der Lebensmittel-Discounter und inzwischen ist fast jedes Getränk in PET-Verpackungen oder Einwegflaschen erhältlich. Die Bequemlichkeit für den Menschen bringt allerdings Probleme für die Umwelt mit sich: Denn trotz Sammelsystemen und Recycling zu neuen Plastikflaschen und synthetischen Textilfasern war ein komplett sauberer Verwertungskreislauf bisher nicht möglich.
Beim aktuell verwendeten mechanischen Verfahren wird das PET in der Recycling-Anlage zu Granulat verarbeitet, dass dann als Recycling-Granulat immerhin bis zu 450 Euro pro Tonne kostet. Für die Produktion neuer Plastikflaschen muss bisher aber bis zu 70 Prozent einwandfreies Granulat hinzugefügt werden, das bis zu 1.000 Euro die Tonne kostet. Rund die Hälfte des zurückgenommenen Plastiks ist aber generell nicht gut genug für neue Flaschen und geht nach Asien um dort in Textilfasern umgewandelt zu werden. Ein chemisches Recycling, dass zu 100 Prozent reines PET-Granulat hervorbringt war bisher aus Kostengründen nicht realisierbar.
Veröffentlicht am 26. Februar 2010, Kategorie(n):Filme & TV, 2,223 x gelesen
Plastik ist ein Material, mit dem wir täglich von Geburt an in Berührung kommen und über das man selten wirklich nachdenkt. Dabei sind die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, die Regisseur Werner Boote - dessen eigener Großvater ein Pionier der Plastikindustrie war - uns in seinem Dokumentarfilm “Plastic Planet” aufzeigt, mehr als erschreckend. Vom Babyschnuller bis zur Plastikflasche, von der Quietscheente über den Laptop und den Fernseher bis hin zum Auto. Plastik ist inzwischen überall: In den Weltmeeren findet man inzwischen sechsmal mehr Plastik als Plankton und selbst in unserem Blut ist Plastik nachweisbar! Die gesamte Menge an Kunststoffen, die seit Beginn des Plastikzeitalters hergestellt wurde, reicht aus, um den ganzen Planeten Erde sechs Mal in Plastikfolie einzupacken.
Veröffentlicht am 12. Januar 2010, Kategorie(n):Filme & TV, 1,745 x gelesen
20:15 Uhr Plastik über alles - Kunststoffe sind aus dem Alltag der Menschen kaum noch wegzudenken.
21:40 Uhr: Die Öko-Revolution - Abschied vom American Way of Life
Eine Welt ohne Plastik können wir uns nicht mehr vorstellen: Von Beuteln für Blutkonserven, Einwegspritzen in Krankenhäusern über Autoteile, Sport- und Freizeitartikel bis zu einfachen Einkaufstüten bestehen Millionen unserer täglichen Produkte aus diesem Werkstoff. Der großen Vielseitigkeit von Plastik stehen allerdings auch gravierende Nachteile gegenüber. So werden Kunststoffe zu einem großen Teil aus dem nicht nachwachsenden Rohstoff Erdöl hergestellt, Plastikmüll wird selbst über Jahrhunderte nicht vollständig biologisch abgebaut und die alternative Verbrennung setzt giftige Stoffe wie Formaldehyd oder Phenole frei.
Foto: Paul Louis
Am 12. Januar 2010 zeigt TV-Sender ARTE um 20:15 im Rahmen des Themenabends den preisgekrönten deutschen Dokumentarfilm “Plastik über alles”. Drei Jahre lang recherchierte das Team um Filmemacher Ian Connacher in zwölf Ländern auf fünf Erdteilen, wie weit die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll inzwischen fortgeschritten ist und ob es bessere Alternativen und/oder tragfähige Lösungen für die Wiederverwendung des künstlichen Rohstoffs gibt. Neben den erschreckenden Ausmaßen, die die Plastikabfälle inzwischen angenommen haben, werden auch Interviews mit Wissenschaftlern und Experten gezeigt Wege, die dank neuer Technologien und mehr Umweltbewusstsein an eine hoffnungsvolle Zukunft glauben lassen.