Veröffentlicht am 7. September 2011, Kategorie(n):Interviews, 502 x gelesen
Wenn mit dem Kyoto-Protokoll am 31. Dezember 2012 das weltweit wichtigste Klimaschutzabkommen ausläuft, dann wird es nach heutigem Stand der Dinge keinen verbindlichen Nachfolger geben. Da sich die Politiker der verschiedendsten Staaten nicht auf eine gemeinsame Richtung beim Klimaschutz einigen können, steht also zu befürchten, dass der Energieverbrauch, die Nutzung von natürlichen Ressourcen und auch der Ausstoß an Treibhausgasen weiter unkontrolliert zunehmen werden. Um dies zu verhindern hat es sich die Initiative CLIMATE VOTE PROJECT zum Ziel gesetzt, die Regierungen weltweit zum Abschluss eines umfassenden und rechtsverbindlichen Klimaschutzabkommens für die Zeit nach dem Jahr 2012 aufzufordern.
Zur Untermauerung dieser Forderung sollen bis zum UN-Klimagipfel 10 Millionen Facebook-User als Fans für das CLIMATE VOTE PROJECT gewonnen werden. Im folgenden Interview erklärt Initiator Sven Lilienström die Ideee dahinter und was er sich davon erhofft.
Veröffentlicht am 3. August 2011, Kategorie(n):Allgemein, 555 x gelesen
In weniger als anderthalb Jahren läuft am 31. Dezember 2012 mit dem Kyoto-Protokoll das weltweit wichtigste Klimaschutzabkommen aus. Nicht nur, dass die Ziele bisher nicht ansatzweise erreicht wurden, es fehlt vor allem auch eine verbindliche Vereibarung für den Zeitraum danach. Dabei ist es wichtiger als je zuvor, dass verstärkte Anstrengungen für eine Reduktion der Emissionen und die damit einhergehende globale Klimaveränderung unternommen werden.
Vor diesem Hintergrund hat es sich die Initiative CLIMATE VOTE PROJECT zum Ziel erklärt, während der UN-Klimakonferenz vom 28. - 09. Dezember 2011 in Durban (Südafrika) die Regierungen weltweit zum Abschluss eines umfassenden und rechtsverbindlichen Klimaschutzabkommens für die Zeit nach dem Jahr 2012 aufzufordern und diese Forderung am 29. Dezember 2011 persönlich den teilnehmenden Regierungschefs in Durban zu überreichen, insbesondere den USA und China. Bis dahin will die Initiative 10 Millionen Facebook-User als Fans gewinnen, die damit der Forderung Gewicht und Konsequenz verleihen sollen. In dieser Größenordnung ein bisher einzigartiges Unterfangen.
Vor wenigen Tagen wurde mit Prof. Dr. Mojib Latif, einer der renommiertesten deutschen Klimaforscher, als offizieller Klimabotschafter gewonnen und wenn das Projekt offiziell am 15. August 2011 in den USA und UK startet, ist die Aufmerksamkeit sicher schon gewiss.
Veröffentlicht am 29. September 2009, Kategorie(n):Allgemein, 1,040 x gelesen
Vor 4,5 Milliarden Jahren entstand die Erde und vor 540 Millionen Jahren das erste Leben im Meer. Vor 130 Millionen Jahren entwickelte sich der erste Regenwald und vor 200.000 Jahren tauchten die ersten Menschen auf der Bildfläche der Erde auf, nur um sie dann in rund 100 Jahren der Industrialisierung an den Rand des Kollaps zu bringen. Im Dezember 2009 werden sich nun die Regierungsvertreter in Kopenhagen zur wichtigsten Konferenz zum Klimawandel seit 10 Jahren versammeln: Dem COP15!
Die Länder unserer Erde streben eine globale Einigung an, um unseren Planeten zu schützen. Dafür ist auch deine Stimme zum Klimawandel wichtig, denn jeder kann einen Beitrag leisten. Deine Stimme gegen den Klimawandel!
Veröffentlicht am 22. September 2009, Kategorie(n):Allgemein, 931 x gelesen
Vom 7. bis 12. Dezember 2009 sollen im Rahmen der Klimaverhandlungen in Kopenhagen die Weichen für eine klimafreundliche Zeit nach dem Kyoto-Protokoll gestellt werden. Um sich auf die Verhandlungen über ein Folgeabkommen vorzubereiten treffen heute vorab in New York rund 100 Regierungsvertreter zu einem Klimagipfel zusammen. Yvo de Boer, Chef des Klimasekretariats der Vereinten Nationen, verkündete bereits im Vorfeld nach einem Gespräch mit dem chinesischen Staatschef Hu Jintao, dass China in New York weitreichende Maßnahmen zur Senkung seines Kohlendioxid-Ausstoßes verkünden werde.
Die Volksrepublik China habe es sich selbst als Ziel gesetzt, zur führenden Nation im Kampf gegen Erderwärmung und Klimawandel zu werden und bis zum Jahr 2020 rund 15 Prozent des Energiebedarfs über regenerative Energien wie Windkraft oder Solarenergie zu decken. Dies wäre umso wichtiger, da China mittlerweile das Land mit dem größten CO2-Ausstoß ist (auch wenn ein Großteil aus der Produktion für Exportgüter stammt). Die Verpflichtung zu einer nachhaltigeren Wachstum wäre eine grundlegende Richtungsänderung der chinesischen Wirtschaft und könnte andere Länder in Asien und dem Rest der welt positiv beeinflussen.
Veröffentlicht am 19. November 2008, Kategorie(n):Allgemein, 2,033 x gelesen
Die neusten Zahlen zu den globalen Treibhausgas-Emissionen des Klimasekretariats der UN in Bonn geben gleichzeitig Anlaß zur Hoffnung und zur Sorge. So konnte der Ausstoß an klimawirksamen Gasen, allen voran CO2, zwischen 1990 und dem Jahr 2006 in 41 Industriestaaten um fünf Prozent gesenkt werden. Untersucht wurden die Zahlen von Ländern, die sich im Rahmen der Klima-Rahmenkonvention von 1992 verpflichtet hatten, ihre Emissionsdaten an das Bonner Sekretariat zu melden.
Allerdings gibt es auch eine schlechte Nachricht: Denn zwischen 2000 und 2006 konnten die Emissionen nicht gesenkt werden, sondern stiegen im Gegenzug sogar um 2,3 Prozent an. Hintergrund ist, dass die Senkung zwischen 1996 und 2000 mit dem Rückgang der Wirtschaft in den Staaten der früheren Sowjetunion und des Warschauer Pakts in den 90er-Jahren in Verbindung steht. Nach einer jahrelangen Deindustrialisierung nimmt die Industrieproduktion dort in den letzten Jahren wieder zu.