SWR2 Interview mit dem GM Europachef Carl-Peter Forster
Im Interview der Woche des SÜDWESTRUNDFUNKS kritisiert der Europachef von General Motors die deutsche Umweltpolitik und fordert längerfristige Ziele für das Erreichen von CO2-Ausstoß Grenzen. Ausserdem widerspricht er den aktuellen Äusserungen, dass die Produktion von Biosprit für die steigenden Lebensmittelpreise und damit die Nahrungsmittelkrise (mit)verantwortlich sei. General Motors setze langfristig auf den Einsatz von Biosprit der zweiten Generation als Alternative zum Erdöl. Neben dem Aspekts des Klimaschutzes sieht er darin vor allem auch die Vorteile der Unabhängigkeit gegenüber den Erdölfördernden Staaten.
Biosprit der 2. Generation
Carl-Peter Forster erklärt in dem Interview deutlich, dass er Biosprit aus Pflanzen wie Raps oder Mais - die in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln angebaut werden - nicht als Alternative der Zukunft ansieht. Der zukünftig umweltfreundlich gewonnene Bisosprit wird seiner Aussage nach aus Pflanzenabfällen jeglicher Art gewonnen, die ansonsten lediglich mit untergepflügt würden. In diesem Zusammenhang hat sich General Motors bereits an einem Unternehmen beteiligt, welches dieses Verfahren innerhalb von 5 Jahren zur Serienreife entwickeln will.
Das ganze Interview mit GM Europachef Carl-Peter Forster finden Sie zum Anhören auf den Seiten der ARD Mediathek:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/568686
Veröffentlicht am 28. April 2008,
Kategorie(n): Sonstiges, 1,356 x gelesen
Auf den Seiten der WirtschaftsWoche wurde heute ein interessanter Artikel veröffentlicht, der sich mit den steigenden Nahrungsmittelpreisen auf dem Weltmarkt sowie der daraus Nahrungsmittelkrise beschäftigt.
Natürlich ist der Klimawandel nicht die einzige Ursache dafür, aber eine steigende Zahl von Unwettern und Dürrekatastrophen führte zu massiven Ernteausfällen in Gebieten wie China, Südostasien oder der Ukraine. Zusätzlich werden immer mehr Ackerflächen für den Anbau von Mais, Zuckerrüben oder Raps verwendet. Und diese kommen nicht auf den Tisch sondern werden zu Biosprit für die Industrienationen verarbeitet. Während wohlhabende Menschen in der westlichen Welt, Japan und den Schwellenländern also immer mehr konsumieren sowie mit Biosprit und “ökologisch reinem” Gewissen weiter Auto fahren können, müssen anderswo Kinder verhungern.
Weitere Infos unter “wiwo.de: Nahrungsmittelkrise - der globale Albtraum“