Veröffentlicht am 25. September 2009,
Kategorie(n): Solarenergie, 1,137 x gelesen
Greentech Media’s aktuelle Analyse zur PV Produktion in den USA
Im internationalen Wettbewerb ist die deutsche Photovoltaikindustrie hinter Herstellern aus China, Taiwan und den USA weiter zurück gefallen. Die Hoffnungen der deutschen Photovoltaikhersteller liegen daher auch auf dem wachsenden amerikanischen Produktionsstandort. „Mit unserer aktuellen Studie „PV Manufacturing in the U.S.“ bieten wir jedem Unternehmen der Photovoltaikindustrie wertvolle Informationen über den US-amerikanischen Markt. Sie richtet sich an alle, die an einer fundierten und umfassenden Analyse der PV-Produktion, einschließlich der Förderbedingungen und Chancen entlang der Wertschöpfungskette interessiert sind“, so Silvia Christel, Analystin bei Greentech Media Inc.
Wachstum bis mindestens 2012
Für den amerikanischen Zellabsatz prognostiziert Greentech Media, ausgehend vom Jahr 2008, bis 2012 eine jährliche Wachstumsrate von 50 Prozent. Für den Modulabsatz erwarten die Analysten in diesem Zeitraum eine Wachstumsrate von 45 Prozent. Die Dünnschicht-Technologie wird in Amerika weiterhin eine dominante Rolle einnehmen. Mit einem Produktionsanteil von 2,69 Gigawatt werden im Jahr 2012 bis zu 67 Prozent der PV-Produktion aus Dünnschichtzellen bestehen.
CIGS-Technologie mittelfristig im Aufwind
Bei den einzelnen Technologien im Dünnschichtbereich ist aktuell kein eindeutiger Trend erkennbar. Dem entsprechend liegen CdTe mit 18 Prozent, amorphes Silizium mit 24 Prozent und CIGS mit 22 Prozent relativ nah beieinander. Ein offensichtlicher Trend der kommenden fünf Jahre ist jedoch für den Produktions- und Marktanteil der CIGS-Technologie erkennbar. Hier erwarten die Greentech Media Analysten bis 2012 ein deutliches Wachstum. Ausgehend von einer Produktionsleistung von 132 MW im Jahr 2009 wird für die CIGS-Technologie eine Produktionskapazität von 626 MW im Jahr 2012 vorher gesagt. Zu dieser Prognose kommen die Analysten, obwohl die aktuelle Produktion durch die Marktlage und die Neigung der Endkunden, auf bewährte Technologien zurückzugreifen, geprägt ist.
Gleichzeitig wird sich in den nächsten Jahren die Produktionskapazität für kristalline Siliziumzellen auf einem weiterhin hohen Niveau fortsetzen. Kristalline Zellen und Module bilden weiterhin den Hauptanteil der PV-Technologien, der Produktionsanteil in dieser Technologie wird von Greentech Media auf 35 Prozent im Jahr 2012 prognostiziert.
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Veröffentlicht am 6. Juni 2009,
Kategorie(n): Solarenergie, 1,116 x gelesen
Die meisten Regierungen bauen auf ökologische Wirtschaft als den ultimativen Weg aus der Krise. Das zahlt sich auch in der Privatwirtschaft aus: Die Geschichte des spanischen Solarunternehmens EURENER zeichnet einen Wandel nach, der sowohl kulturell als auch industriell ist.
Im Februar letzten Jahres sorgte der “Green New Deal” der US-Regierung für eine Sensation: 40 Milliarden Dollar für erneuerbare Energien, Energieeinsparungen und Cleantech, verbunden mit dem Ziel, innerhalb der nächsten zwei Jahre 120.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Obwohl Südkorea mit etwa 38 Milliarden Dollar nur etwas weniger investiert, fiel die Begeisterung darüber deutlich kleiner aus. Gleiches lässt sich für China und Japan sagen, die sogar mehr investieren als die USA. Und noch weniger verwundert ist man offenbar über das umfangreiche 20/20/20-Paket der EU, das Abermilliarden kosten wird.
Hintergrund dieser Entwicklungen ist letztlich, dass das Thema Ökologie dem überschaubaren Bereich individuellen Umweltverhaltens und ethischer Grundsätze entwachsen ist und nun eine entscheidende Rolle auf dem großen Feld der Industrie- und Finanzwelt spielt. Die jetzige Bedeutung der Green Economy für Regierungen als Strategie zur Bewältigung der Wirtschaftskrise gibt all jenen Recht, die der Branche ein hohes Potenzial vorhersagten. Denn trotz Krise erweist sich der stetig wachsende Erneuerbare-Energien-Sektor als die größte wirtschaftliche Kraft des 21. Jahrhunderts.
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Das spanische Unternehmen EURENER präsentiert in München seine neue Solarmodul-Linie für Deutschland, die mit der längsten Garantielaufzeit der Branche ausgestattet ist.
Vom 27. bis 29. Mai stellt EURENER gemeinsam mit Sat Solar, seinem Geschäftspartner für Deutschland, Österreich und die Schweiz, die neue Produktlinie der mono- und polykristallinen PV-Module auf der Intersolar 2009 in München vor.

EURENER Module werden aus Komponenten, die aus der EU stammen, in Spanien hergestellt und in innovativen, vollautomatischen Produktionsanlangen zusammengebaut. Damit sind die neuen Module eine hundertprozentige europäische Produktion. Sie verfügen über einen hohen Wirkungsgrad von 16% und erbringen eine hohe Leistung von bis zu 230 Wp. Mit den strengsten Zertifikaten ausgestattet, die die Solarindustrie vergibt, bietet das Unternehmen die längste Garantielaufzeit des gesamten Solarmarktes: 10 Jahre auf Produktionsfehler und 25 Jahre auf die Nennleistung.
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Veröffentlicht am 26. Februar 2008,
Kategorie(n): Solarenergie, 1,986 x gelesen
Solarstrom verursacht im Vergleich zum Normalstrom aus der Produktion in Kohlekraftwerken fast 90 Prozent weniger schädliche Emissionen. Diese Ergebnisse präsentierte ein Forscherteam um Vasilis Fthenakis vom Brookhaven National Laboratory der US-Regierung in der Fachzeitschrift “Environmental Science & Technology” der Amerikanischen Chemikalischen Gesellschaft ACS.
Die Wissenschaftler hatten in einer Ökobilanz untersucht, wie viel Treibhausgase, Schwermetalle, Stickoxide und Schwefeldioxid bei Produktion und 30 Jahren Betrieb verschiedener Photovoltaikmodule entstehen. Sie berücksichtigten auch die Gehäuse und Verkabelung der Module. Dabei stützen sie sich auf Abgasdaten 13 europäischer und amerikanischer Solarzellenhersteller aus den Jahren 2004 bis 2006.
Am besten schnitten in der Untersuchung Dünnschicht-Solarzellen aus Cadmium-Tellurid (Cd-Te-Zellen) ab. Über die Produktion und die auf 30 Jahre veranschlagte Lebensdauer gerechnet verursachen die Module beispielsweise 90 bis 300 Mal weniger giftiges Cadmium pro Kilowattstunde als ein Kohlekraftwerk mit optimal funktionierenden Filtern. Generell hätten Dünnschichtzellen trotz ihrer geringeren Stromausbeute eine bessere Bilanz als herkömmliche Silizium-Module, weil sie weniger Energie bei der Herstellung benötigten.
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Photovoltaik-Techniken seien jedoch klein im Vergleich zu dem, was sie an Emissionen einsparen könnten. Mindestens 89 Prozent der Luftschadstoffe aus der gegenwärtigen Elektrizitätsproduktion könnten mit der Photovoltaik vermieden werden, schreiben die Autoren. Da die Techniken zur Solarzellenproduktion sowie die Energieausbeute der Module sich ständig verbessere, müsse diese Ökobilanz regelmäßig erneuert werden.
Quelle: FR-Online - Artikel: Solarstrom zehnmal umweltfreundlicher als Normalstrom