Veröffentlicht am 5. Dezember 2011, Kategorie(n):Gebäude, 503 x gelesen
Ein umweltfreundlicher Autohersteller sollte nicht nur möglichst sparsame Autos bauen und die Entwicklung sowie Einführung alternativer Antriebe forcieren, sondern bereits beim Bau der Autos möglichst wenig Ressourcen verbrauchen. Betrachtet man die Modellpalette, lässt sich VW weder ganz der einen noch der anderen Seite zuordnen. Einerseits zählen gerade die BlueMotion Modelle zu den effizientesten Autos der Welt, andererseits wird vor allem auch weiter auf spritschluckende Kolosse wie den Touareg oder den Amarok gesetzt. Und auch beim neuen kleinen Superstar Up! stimmen Größe und Verbrauch noch nicht überein. Bei den Produktionsstätten ist die Sache hingegen eindeutiger: Das Volkswagen Werk in Chattanooga, Tennessee, wurde am 1. Dezember 2011 mit der LEED®-Zertifizierung (Leadership in Energy and Environmental Design) in Platin für nachhaltiges und umweltfreundliches Bauen ausgezeichnet. Es ist die bisher einzige Automobilfabrik mit einer Platin-Zertifizierung.
Veröffentlicht am 9. November 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 499 x gelesen
Ende Oktober 2011 hat der Deutsche Bundestag das von der Bundesregierung vorgelegte Kreislaufwirtschaftsgesetz beschlossen, mit dem die Interessen der Bürger, Kommunen und privaten Wirtschaft unter einen Hut gebracht werden sollen. “Das neue Abfallrecht ist ein bedeutsamer Schritt auf dem Weg zu einer echten Kreislaufwirtschaft. Wir wollen konsequent Abfall vermeiden, höchste Anforderungen an das Recycling stellen und damit unsere Ressourcen effizienter und schonender nutzen”, erklärte Bundesumweltminister Norbert Röttgen. “Das neue Gesetz ist ein echter Fortschritt für eine bürgernahe, verlässliche, ressourceneffiziente und rechtssichere Kreislaufwirtschaft in Deutschland”, so Röttgen weiter. “Es ist ein Gewinn für die Bürgerinnen und Bürger, für die Kommunen, die Wirtschaft und besonders für die Umwelt”.
Veröffentlicht am 31. Oktober 2011, Kategorie(n):Allgemein, 736 x gelesen
Nach Berechnungen der UN leben seit heute mehr als 7 Milliarden Menschen auf unserem Planeten. Das Jubiläum ist allerdings kein wirklicher Grund zur Freude, denn es stellt sich die Frage, wann die Kapazität der Erde erschöpft ist. Während das Bevölkerungswachstum in vielen Industriestaaten wie auch Deutschland rückläufig ist, leben in den Schwellen- und Entwicklungsländern immer mehr Menschen. Bereits heute leben zwei von drei Erdenbürgern in Asien und die Bevölkerung des Afrikanischen Kontinents soll sich bis zum Jahr 2100 gar verdreifachen. Mit dem rasanten Wachstum der Weltbevölkerung werden sich aber nicht nur Nahrungsmittelknappheit, Hunger und Armut verschärfen, sondern vor allem auch die globalen Klima- und Umweltprobleme sowie der Kampf um die begrenzten Rohstoffreserven. Eine wachsende Weltbevölkerung setzt also ohne Zweiffel ein deutlich nachhaltigeres Leben und Wirtschaften voraus.
Veröffentlicht am 18. Oktober 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 430 x gelesen
Wenn es um die großen Probleme wie zur Neige gehende Ressourcen, die massive Umweltverschmutzung oder den Klimawandel geht, dann wird die Verantwortung schnell auf Wirtschaft und Politik abgeschoben. Und obwohl diese natürlich ebenfalls eine Schuld tragen, so liegt sie doch auch bei jedem einzelnen Verbraucher. Denn mit jedem Einkauf, von einfachen Lebensmitteln über Bekleidung und Elektronik bis zum Auto wird eine Entscheidung getroffen, die in der Masse einen riesigen Unterschied macht - für einen selbst, für die kommenden Generationen und unsere Erde im Allgemeinen.
Veröffentlicht am 15. August 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 744 x gelesen
Die Verwendung von Plastiktüten ist praktisch, bequem und daher bei vielen immer noch die gängige Methode um die Einkäufe nach Hause zu transportieren. Leider sind Milliarden von produzierten, ausgegebenen und weggeworfenen Platiktüten aber auch eine gigantische Verschwendung von Ressourcen, eine unglaubliche Verschmutzung der Umwelt und zudem für viele Lebewesen im Meer tödlich. Alleine in Europa werden pro Person und Jahr durchschnittlich rund 500 Plastiktüten “verbraucht”, weshalb die EU-Kommission aktuell über Möglichkeiten berät, wie der Verbrauch von Plastiktüten zurückgedrängt werden kann.
Veröffentlicht am 5. April 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 793 x gelesen
Die Abkürzung “CSR” steht für den englischen Begriff “Corporate Social Responsibility”, der soviel wie die Unternehmerische Verantwortung im Hinblick auf Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt bedeutet. Damit ein nachhaltiges Wirtschaften gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) verankert wird, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) jetzt sein Programm “CSR – Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand” gestartet. Denn zum Mittelstand zählen in Deutschland etwa 99,7% aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen und sie beschäftigen mit knapp 65,9 % aller sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch den Löwenanteil der Menschen. Der Mittelstand ist daher das Herz der deutschen Wirtschaft. Hier werden Innovationen geboren und die Grundlage für den ökonomischen Erfolg “made in Germany” gelegt. Mit dem neuen Programm werden CSR-Beratungsmaßnahmen gefördert, die in den Themenfeldern “Arbeitsplatz”, “Umwelt”, “Markt” und “Gemeinwesen” angesiedelt sind. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 30. Juni 2011.
Die Höhe der geplanten Förderung ist mit 25 Millionen Euro zwar vergleichsweise gering (z.B. gegenüber EU-Hilfen, Bankenrettung oder Abwrackprämien), dafür sind die Zahlungen aber auf kleine und mittelständische Unternehmen begrenzt. Die Gelder sollen nach dem Willen der Bundesregierung in den nächsten Jahren dort in die Förderung von CSR fließen. In einem Zeitraum von maximal vier Jahren soll die Summe an möglichst viele Antragsteller verteilt werden, wobei es keine definierte Obergrenze bei der Fördersumme geben wird – allerdings müssen die Unternehmen mindestens 20 Prozent der Gesamtsumme in Eigenverantwortung aufbringen. Bewerben können sich neben den KMUs auch öffentliche Einrichtungen, Netzwerke, Kommunen, Bildungsträger oder Verbände, die ein Eigeninteresse an der Förderung nachweisen. Auch Großunternehmen können sich um eine Förderung bemühen, sofern sie positive Anreizeffekte für kleinere Betriebe und die Zuliefererkette nachweisen können.
Veröffentlicht am 10. März 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 704 x gelesen
Ob Coltan, Seltene Erden und natürlich auch Rohöl – vor allem die Industrienationen verlangen nach solchen Rohstoffen, ohne oftmals nach dem Ursprung und den Produktionsbedingungen zu fragen. Um dem entgegenzuwirken kommt Unternehmen, die entsprechende Rohstoffe nutzen, eine besondere Sorgfaltspflicht zu. Schwierig ist die Situation besonders dann, wenn sich die benötigten Ressourcen in Konfliktregionen wie zum Beispiel dem Kongo oder Asien befinden. Darüber diskutierten am 04. März 2011 in Berlin unter anderem die frühere Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, Amnesty-Generalsekretärin Monika Lücke und Oliver Wieck vom BDI Ausschuss Außenwirtschaft. Gastgeber waren der UN Global Compact und die Mediengruppe macondo.
Rund 140 Gäste folgten der Einladung anlässlich der Vorstellung des aktuellen Global Compact Jahrbuchs, das sich dem Thema Ressourcenkonflikte widmet. Lebhaft diskutiert wurde dabei die Grenzziehung zwischen den Verantwortungsgebieten von Politik und Wirtschaft sowie dier Ruf nach Gesetzen, ohne jedoch die gemeinsamen Ziele aus den Augen zu verlieren: Nachhaltige Entwicklung als Bedingung für wirtschaftlichen Erfolg, die Einhaltung der Menschenrechte und den Erhalt der Umwelt.
„Unternehmen müssen rechtlich festgenagelt werden“, forderte Monika Lüke, Generalsekretärin Amnesty International Deutschland. Freiwillige Selbstverpflichtungen wie der Global Compact reichen ihrer Ansicht nach alleine nicht aus, da es an umfassenden Überwachungsmechanismen fehle. Zwar haben sich nahezu alle Staaten durch die Ratifizierung der UN-Menschenrechtskonvention dazu verpflichtet, Menschenrechte zu schützen und auch dafür Sorge zu tragen, das Unternehmen diese nicht verletzen. „Das Problem liegt jedoch auf der Durchsetzungsebene“, so Lüke und nannte als Beispiel rechtsfreie Regionen wie das Niger-Delta. Da staatliche Kontrollen dort nicht immer greifen, müsse es andere Mechanismen geben, die Unternehmen überwachen.
Veröffentlicht am 17. Februar 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 844 x gelesen
Die Nachfrage nach Elektronikgeräten explodiert in allen Schwellenländern und wird auch in den Industrienationen durch neue Entwicklungen wie Smartphones, Netbooks oder Tablet-PCs weiter angefacht. Während sich die Industrie freut und Medien und Politik das Wirtschaftswachstum meist als höchstes Gut anpreisen, hat die ungehemmte Produktion aber auch ihre Schattenseiten. Neben einem steigenden Energieverbrauch und damit noch mehr Emissionen und Luftverschmutzung gehören auch die steigenden Müllmengen, der Ressourcenverbrauch und die zunehmende Abhängigkeit von Rohstoffländern dazu.
Veröffentlicht am 8. Februar 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 682 x gelesen
Wie einfach wäre es doch, wenn eine Lösung alle Menschen glücklich machen würde… Was im Restaurant wohl aber niemals der Fall sein wird, ist die Zukunft der Ladegeräte von Handys in der EU. Denn dank der EU-Kommission haben sich die führenden Hersteller von Mobiltelefonen in Europa auf ein Universal-Ladegerät für in der EU erhältliche datenfähige Handys geeinigt. Wenn ab diesem Jahr jedes neue Handy mit dem gleichen Ladegerät aufgeladen werden kann, vereinfacht es den Vorgang nicht nur für den Verbraucher, sondern es erspart der Umwelt auch einen riesigen Abfallberg, der jedes Jahr durch alte Ladegeräte ohne Verwendung entstanden ist.
Veröffentlicht am 12. Januar 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 1,180 x gelesen
Über den Fluch und Segen von Plastik wurde auf Klima-Wandel.com ja bereits mehrfach berichtet (z.B.: Plastic Planet - Eine unbequeme Wahrheit über das allgegenwärtige Material Plastik) und aktuell gibt es neue erschreckende Erkenntnisse zum Zustand des Mittelmeers. Wie die Expedition MED nach Untersuchungen und Schätzungen auf ihrer Homepage berichtet, schwimmen alleine im Mittelmeer wahrscheinlich rund 250 Milliarden Plastikpartikel, die aus dem von Menschen in Flüssen und Meer entorgten Müll stammen. In einigen Gebieten des Mittelmeers komme inzwischen sogar sechsmal soviel Plastik vor wie Plankton und weltweit wurden die Meere bereits mit mehr als 100 Millionen Tonnen Plastikmüll verschmutzt. Das Plastik im Meer bringt aber nicht nur jedes Jahr hunderttausenden von Seevögeln und Meeressäugetieren einen qualvollen Tod, sondern es gefährdet auch die Artenvielfalt im Meer und landet über die Fische, die die kleinen Platikfragmente fressen, auch bei uns auf dem Teller.
Da der Abbau von Plastik mehr als 400 Jahre dauert und man die mikroskopisch kleinen Teilchen auch nicht aus dem Meerwasser filtern kann, geht es nach dem Anliegen der Initiatoren nur noch um Schadensbegrenzung. Auf der Webseite www.expeditionmed.eu/petition sollen eine Millionen Menschen online unterzeichnen und damit die EU-Kommission auffordern, neue Vorschriften für umweltfreundlichere Plastikverpackungen zu erlassen. Ein erster wegweisender Schritt wurde in Italien zum 1. Januar 2011 umgesetzt. Denn seit Beginn des Jahres sind Plastiktüten in Italien verboten und müssen stattdessen aus biologisch abbaubarem Material hergestellt werden. Gegen das Gesetzt gab es heftigen Widerstand aus der Industrie und auch die Bevölkerung ist davon bisher wenig begeistert. Wiederverwendbare Einkaufstaschen aus Stoff, wie sie z.B. in Deutschland viele verwenden, sind vielen Italienern nahezu unbekannt. Laut der italienischen Umweltschutzorganisation Legambiente sind die Italiener mit einem bisherigen Verbrauch von 300 Plastiktüten pro Kopf und Jahr Europameister wenn nicht gar Weltmeister - ein Titel auf den man sicherlich nicht stolz sein sollte!