Veröffentlicht am 27. Oktober 2010,
Kategorie(n): Solarenergie, 1,228 x gelesen
Bereits im März wurde im Artikel “Die Lüge von teurem Solarstrom und günstigem Atomstrom” darauf hingewiesen, dass das Märchen von unbezahlbarem Ökostrom bzw. genauer Solarstrom vor allem durch die Lobbyisten der Atom- und Kohlekraftwerke verbreitet wird. In den Massenmedien und Stammtischgesprächen ist der Schuldige dann schnell ausgemacht: Die Gutmenschen, Umweltschützer und ihre Erneuerbaren Energien. Dabei sollte man die Zahlen einmal genauer betrachten:
- In 2008 kostete die Förderung von Solarstrom 2,2 Milliarden Euro - pro Haushalt gerade einmal 55 Euro pro Jahr bei 40 Mio. Haushalten
- Der Steinkohlebergbau wurde in Deutschland im Jahre 2008 mit etwa 2 Milliarden Euro Subventionen vom Bund gefördert
- Im Steinkohlebergbau sind noch etwa 25.000 Mitarbeiter beschäftigt, in der deutschen Solarbranche arbeiten 60.000 Menschen
- Alleine die Sanierung des maroden Atommülllagers Asse wird voraussichtlich rund 2 Milliarden Euro kosten
- Laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung hat den Bund die Förderung der Atomenergie bisher mehr als 40 Milliarden Euro gekostet
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Veröffentlicht am 15. Februar 2010,
Kategorie(n): Termine, 1,298 x gelesen
Noch im Februar 2010 will die Bundesregierung die umstrittene Kürzung der Solarförderung verabschieden. Nach einem koalitionsinternen Streit über den Zeitpunkt und die Höhe der Kürzungen, haben sich CDU/CSU und FDP bei den garantierten Abnahmepreise für Sonnenstrom von Hausdächern auf eine Kürzung um 16 Prozent ab dem 1. Juni geeinigt. Über die Vergütung von Solaranlagen auf Freiflächen wird noch verhandelt. Da die Kürzungen zusätzlich zu den ohnehin vorgesehen Kürzungen der Solarentgelte vorgesehen sind, haben bereits über 20.000 Beschäftigte aus der Solarindustrie gegen die Pläne der Regierung protestiert und fürchten um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Solarindustrie.
Auf dem 1. Deutschen Solarforum (17. und 18. März 2010, Berlin) für Energieversorger und Anlagenbetreiber stellt Dr. Karin Freier (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) die Pläne der neuen Bundesregierung zur Förderung der Solarenergie vor und erläutert die Maßnahmen der Politik gegen eine Über- und Unterförderung der Solarenergie. Nach dem hohen Preisverfall der Solarmodule im letzten Jahr um über 30 Prozent räumt die Solarindustrie eine zu hohe deutsche Solarförderung ein. Gleichzeitig fürchtet sie aber bei einer zu starken Absenkung um ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber preiswerten Anbietern aus Fernost.
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Veröffentlicht am 17. August 2009,
Kategorie(n): Solarenergie, 1,291 x gelesen
Auf immer mehr deutschen Dächern finden sich Solaranlagen, in Spanien und Italien haben sie den Siegeszug angetreten und Mega-Projekte wie Desertec versprechen einen signifikanten Anteil der Solarenergie an der europäischen Stromversorgung. Eigentlich klingt das nach sonnigen Zeiten für die deutschen Solarinformationen, die weltweit zu den Marktführern und zur Technologiespitze zählen. Allerdings sind die Gewitter in Form von immer stärker werdender Konkurrenz aus Fernost bereits über der deutschen Solarwirtschaft angekommen. Nach Berichten der “Financial Times Deutschland” und “Focus Online” droht der deutschen Solarindustrie eine beispiellose Pleitewelle. Viele Hersteller von Solarzellen sind im ersten Halbjahr 2009 bereits in die roten Zahlen gerutscht sind und so fürchten Branchenexperten, dass nicht alle Unternehmen die Finanz- und Wirtschaftskrise überstehen werden.

Foto: Túrelio
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