Veröffentlicht am 24. August 2011, Kategorie(n):Solarenergie, 711 x gelesen
Im Sommer 2009 wurde zum ersten Mal in großem Rahmen über die Idee des Mammutprojekts “Desertec” die Rede, einer Vision, die beschreibt, wie in den Wüsten sauberer Strom für Millionen von Menschen erzeugt und dieser in die teils weit enfernten Städte transportiert werden kann. Für die EUMENA-Region (Europa, Naher Osten und Nordafrika) haben sich zur Realisierung dieses Konzepts mehr als 20 europäische Konzerne in der Industrieinitiative Dii zusammengeschlossen, denn die Erzeugung von Strom mittels Solarkraftwerken und Windkraftanlagen in den Wüsten soll nicht nur zur Energieversorgungssicherheit beitragen, sondern auch die Entwicklung und friedlichen Zusammenarbeit zwischen den Ländern und Kulturen fördern.
Veröffentlicht am 16. Dezember 2010, Kategorie(n):Allgemein, 1,218 x gelesen
Umweltschützer und viele Menschen, denen das Wohl unserer Erde am Herzen liegt, würden die Energiewende lieber heute als morgen sehen um so den Raubbau an den Ressourcen des Planeten einzudämmen und den Ausstoß der Milliarden Tonnen CO2 durch den Mensch zu reduzieren. Ein Großteil der Menschen will aber vor allem eines: Billigen Strom. Und die großen Stromkonzerne möchten am liebsten so weitermachen wie bisher und mit Atomkraftwerken und Kohlekraftwerken Milliarden verdienen, ohne in unsichere Zukunftsprojekte oder neue Stromnetze investieren zu müssen. Aus diesem Grund sind die Fronten verhärtet und die Berichterstattung konzentriert sich meist auf eine beschränkte Sicht der Dinge: Mal sind Windkraft und Solarenergie die Retter des Planeten, dann wieder sind die erneuerbaren Energien Schuld an steigenden Strompreisen (siehe auch: Die Lüge von teurem Solarstrom und kostspieligen Erneuerbaren Energien).
Wie allerdings im Artikel “Öko um jeden Preis” in der Spiegel Ausgabe 38/2010 ganz treffend bemerkt wurde, war Energie zwar jeher ein knappes und darum eigentlich kostspieliges Gut, dennoch haben die Verbraucher nie die wahren Kosten für die Nutzung von elektrischer Energie oder Heizenergie bezahlt. Denn schon immer wurde vor allem der ökologische Preis ignoriert, denn das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas sowie die Spaltung von Uran kosten vor allem einen Preis, den die folgenden Generationen zu zahlen haben. Inzwischen hat der Mensch die Erde aber soweit geschädigt und so dramatische Mengen an Emissionen in die Atmosphäre gepustet, dass sich immer mehr die Frage stellen, wie lange unser Planet dieses Verhalten überhaupt noch verträgt. Außerdem wurde der Zenit bei der möglichen Förderung von erdöl bereits überschritten oder wird es spätestens in naher Zukunft sein. Die Frage einer möglichst sauberen und von fossilen und nuklearen Brennstoffen unabhängigen Energieversorgung ist also dringender denn je.
Veröffentlicht am 13. Juli 2009, Kategorie(n):Solarenergie, 1,835 x gelesen
Die Idee, mit der Energie der Sonne riesige Mengen sauberen Strom zu einem konkurrenzfähigen Preis zu produzieren, ist seit dem Desertec Projekt in allen Medien. Doch die Idee mit dem Sonnenstrom aus der Wüste ist nicht das einzige interessante Großprojekt, das entstehen könnte. Das Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique (CSEM) zieht der trockenen Wüste das offene Meer vor: Riesige, auf dem Meer schwimmenden Plattformen mit dem Namen “Solar Islands” sollen dank der Kombination von einfachem Design, optimierten Technologien und idealen Materialien saubere Energie zu einem Preis von nur 0,10 bis 0,20 Schweizer Franken pro KWh ermöglichen (ca. 0,07 bis 0,14 Euro pro KWh).
Veröffentlicht am 29. Mai 2009, Kategorie(n):Solarenergie, 2,907 x gelesen
In Europa werden aktuell 13 neue Atomkraftwerke gebaut und in China geht jeden zweiten Tag ein neues Kohlekraftwerk ans Netz, das die Luft dann mit Ruß, CO2 und anderen Treibhausgasen verpestet. Dabei wäre ein derart massiver Ausbau laut einer aktuellen Greenpeace-Studie “Globaler Ausblick auf die Entwicklung solarthermischer Kraftwerke 2009” überhaupt nicht nötig. Während die Gewinnung von Solarenergie in den Wüsten unserer Erde lange Zeit als nicht realisierbar galt, sind die notwendigen Kraftwerke und Speicherkapazitäten sowie die Übertragungsnetze inzwischen technisch ausgereift und erprobt.
“Bis 2050 könnten Solarkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 1.500 Gigawatt gebaut werden. Sie könnten jährlich 7.800 Terrawattstunden sauberen Strom erzeugen - das ist drei Mal so viel Strom, wie zurzeit alle Atomkraftwerke der Welt gemeinsam produzieren! Da die solarthermischen Kraftwerke vor allem Kohlekraftwerke ersetzen würden, könnte die jährliche Einsparung von Kohlendioxid bis zum Jahr 2050 auf 4,7 Milliarden Tonnen ansteigen. Das ist sechsmal mehr, als Deutschland im Jahr 2008 ausgestoßen hat.”
Auch den Gegnern der Solarenergie halten die Experten von Greenpeace eine Rechnung vor, die das Hauptargument der stets aufgeführten hohen Kosten entkräftet. Denn die Solarthermischen Kraftwerke sollen weit günstiger als Atom- und Kohlekraftwerke sein, da Sie nur für wenige Jahre eine Anschubfinanzierung benötigen und im Anschluß fast ohne Betriebskosten sauberen Strom produzieren. Denn die Sonne stellt keine Rechnung und die saubere Energiegewinnung verursacht im Gegensatz zu Atomkraftwerken und Kohlekraftwerken auch keine Folgekosten für Atommüll oder CO2-Emissionen.