Veröffentlicht am 5. August 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 858 x gelesen
Dreieinhalb Monate nach dem Untergang der Deepwater Horizon und mehr als 770 Millionen Litern Erdöl, die in den Golf von Mexiko geflossen sind, begann am 3. August 2010 wurde um 22:00 Uhr (13:00 Uhr Ortszeit) die Operation “Static Kill“. In deren Rahmen wurde rund acht Stunden lang von mehreren Schiffen schwerer Bohrschlamm in das beschädigte Bohrloch in dem ca. 1.500 Meter tiefen Meeresgrund gepumpt. Gestern teilte BP dann mit, dass der erste Schritt der Versiegelung wohl erfolgreich war und die Druckverhältnisse im Bohrloch MC252 offensichtlich stabil sind.
Foto: U.S. Coast Guard photograph by Petty Officer 1st Class Adam Eggers
Veröffentlicht am 3. August 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 1,055 x gelesen
Nachdem das Öl seit drei Monaten unkontrolliert aus dem Leck der Deepwater Horizon in den Golf von Mexiko strömt, soll das Leck laut dem COO von BP, Doug Suttles, heute endlich mit der Operation “Static Kill” verschlossen werden. Zu diesem Zweck sollen unter hohem Druck große Mengen Schlamm in das Bohrloch gepumpt werden. Ob die Operation erfolgreich verlaufen wird und das Bohrloch dauerhaft verschließt, wird sich aber frühestens morgen oder in den nächsten tagen zeigen.
Veröffentlicht am 11. Juni 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 1,023 x gelesen
Der japanische Autohersteller Mitsubishi stellt sich gerne als Vorreiter einer neuen Generation von Automobilen mit reinem Elektroantrieb dar, die vor allem CO2-neutral und damit besonders umweltfreundlich sein sollen. Der Mitsubishi i-MiEV sowie der baugleiche Peugeot iOn gehören auch tatsächlich zu den ersten Elektroautos eines Massenherstellers, die man bestellen kann. Mit dem Schutz der Umwelt nimmt es der Mitsubishi Konzern aber wohl weniger genau, denn er soll laut der großen amerikanischen Umweltschutzorganisation Natural Resources Defense Council (NRDC) hinter der mehr als umstrittenen, geplanten Pebble Mine in der Bristol Bay, Alaska stehen.
Die Bristol Bay ist der östlichste Arm und der flachste Teil des Beringmeers. Es ist eines der letzten unberührten Gebiete von Amerika, mit gesunder Erde, blühenden Landschaften, kristallklaren Flüssen und Seen. Die Bristol Bay ist Lebensraum für viele Tieraten und die größte Wanderung von Lachsen führt durch die Ströme in diesem Teil von Alaska. Diese Millionen von Lachsen sind wiederum nicht nur die Lebensgrundlage von Bären, Walen, Robben und Adlern sondern sie versorgen auch die amerikanischen Ureinwohner, die dort leben. Mitten im Herzen dieses einzigartigen Ökosystems will nun ein Firmenkonsortium von Minenbetreibern, angeführt von der englischen Firma “Anglo American”, eine der größten Minen im Tagebau starten.
Veröffentlicht am 7. Juni 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 1,201 x gelesen
Auch wenn BP angibt, dass das Auffangen des Öls unter Wasser inzwischen zu einem (großen) Teil gelinge, sprudeln täglich immer noch zigtausende Liter Öl ins Wasser und vergiften den Lebensraum Meer. Und selbst wenn es BP in absehbarer Zeit schaffen wird, das Leck am Meeresboden ganz zu schließen, wird das Aufräumen an den amerikanischen Küsten nach dem Untergang der Deepwater Horizon noch mehrere Monate dauern. Ganz zu schweigen von der Natur: Ihre Erholung wird sich vermutlich über Jahrzehnte hinziehen.
Veröffentlicht am 4. Juni 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 1,579 x gelesen
Nachdem es zu einem weiteren Rückschlag beim Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko kam, als die Säge stecken blieb, mit der das Steigrohr am Meeresboden für eine Auffangvorrichtung vorbereitet werden sollte, gelang es BP gestern, das Rohr mit einer großen hydraulisch betriebenen Zange zu kappen. Nach diesem Schritt, der von ferngesteuerten Unterwasserroboter (ROV) ausgeführt wurde, ist nun eine Auffangvorrichtung in Form einer Glocke über das LMRP-Modul gestülpt worden. Diese ist über eine Steigleitung mit dem Bohrschiff Discoverer Enterprise verbunden und soll so den Großteil des austretenden Öl-Gas-Gemisches aufzufangen und zum Bohrschiff weiterleiten. Das Video zeigt, wie diese Vorrichtung (LMRP-Glocke) funktioniert:
Veröffentlicht am 1. Juni 2010, Kategorie(n):Allgemein, 1,886 x gelesen
Die meisten erwarten in diesem Artikel wahrscheinlich, dass mit dem Finger auf das Öl- und Energieunternehmen BP gezeigt und zum Boykott von BP-Tankstellen und Aral-Tankstellen (gehören zum BP Konzern) aufgerufen wird. Damit wäre der Umwelt aber nur wenig geholfen und selbstverständlich gehört BP für seine Fehler verantwortlich gemacht. Allen voran, der schlechten Vorbereitung auf solch eine Katastrophe. Dennoch ist der Konzern nicht der einzige oder wahre Übeltäter. Denn um den Schuldigen zu sehen, müssen wir nur in den Spiegel schauen! Schließlich fördert BP das Erdöl nicht zum Selbstzweck aus dem Meeresboden, sondern weil unsere moderne Gesellschaft danach giert und auf Gedeih und Verderb auf das schwarze Gold angewiesen ist. Verbrauchen tut es Jeder der mit Benzin oder Diesel Auto fährt, der seine Wohnung mit Öl heizt, der in den Ferien verreist oder egal welches Produkt kauft.
Denn der fossile Energieträger dient sowohl zur Erzeugung von Wärme, von Elektrizität und als Treibstoff für fast alle Verkehrs- und Transportmittel. Außerdem wird Erdöl in der chemischen Industrie zur Herstellung von Kunststoffen und anderen Chemieprodukten vielfach eingesetzt und ist damit leider der wichtigste Rohstoff der modernen Industriegesellschaften. Wenn man sich also die Frage stellt, was man tun kann und wie solche Katastrophen in Zukunft verhindert werden können, muss man bei sich selbst anfangen. Denn je mehr Menschen den eigenen “Konsum” an Erdöl reduzieren, desto sinnvoll und vor allem, desto weniger weniger lukrativ wird die Ölförderung in so riskanten Gebieten wie tief unter dem Golf von Mexiko oder gar vor Alaska.
Veröffentlicht am 31. Mai 2010, Kategorie(n):Filme & TV, 1,377 x gelesen
Am 1. und 2. Juni feiert der Film “The Age of Stupid” der britischen Regisseurin Franny Armstrong und Produzentin Lizzie Gillett in Berlin und Hamburg Deutschlandpremiere. In dem Film blickt Pete Postlethwaite, als einig überlebender Mensch auf der verseuchten Erde im Jahr 2055, mithilfe alten Filmmaterials von 2008 in die Vergangenheit zurück. Dabei stellt er sich zwangsläufig die Frage, warum im “Zeitalter der Dummheit” niemand etwas gegen die Umweltverschmutzung und die Erderwärmung getan hat. Damals als als noch Zeit dazu war, wie dieser sehr theatralische Trailer zeigt.
Anhand von Einzelschicksalen, angereichert mit Original-Fernsehbeiträgen der Zeit zwischen 1950 und 2008, dokumentiert “The Age of Stupid”, wie wir Menschen unsere Umwelt und damit unsere Lebensgrundlage zerstören. Ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben, erzählt der Film, der klimaneutral produziert wurde, aus dem Leben von sechs über den Erdball verteilten Menschen. Es wird deutlich: Unsere Gesellschaft ist nur an Wachstum orientiert – und wird daran zugrunde gehen. Jüngst hat die durch die Deepwater Horizon verursachte Umweltkatastrophe wieder gezeigt, welch tragische Auswirkungen das rücksichtslose Streben nach Wirtschaftswachstum auf unsere Umwelt haben kann.
Veröffentlicht am 30. Mai 2010, Kategorie(n):Allgemein, 1,069 x gelesen
Nachdem der Plan, die Bohrlöcher der gesunkenen Deepwater Horizon mit einer Stahlglocke zu verschließen und das Öl abzupumpen bereits scheiterte, ist nun tragischerweise auch das zweite Konzept “Top Kill“, die Löcher mit Schlamm und Zement zu verstopfen nicht aufgegangen. BP bestätigte dies und wird sich wohl nun den nächsten Plan überlegen müssen. Bis dahin werden Millionen weitere Liter Rohöl in den Golf von Mexiko laufen und sowohl im Meer die sogenannten “Todeszonen” vergrößern wie auch riesige Küstengebiete verseuchen. Was das bedeutet, lässt sich aus dem Video der National Wildlife Federation erahnen, auch wenn es bereits einige Tage alt ist und nur einen Ausblick auf die Umweltkatastrophe gibt, die Louisiana und die Welt noch erwartet.
Veröffentlicht am 28. Mai 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 2,016 x gelesen
Die mobile Ölbohr-Plattform Q4000 hat über der gesunkenen Deepwater Horizon Position bezogen um das Bohrloch am Meeresboden mit Schlamm zu verschließen und so zumindest den weiteren massenhaften Austritt von Rohöl zu verhindern. Das Video von Petty Officer 3rd Class Patrick Kelley der US-Küstenwache ist vom 26. Mai 2010, als die Arbeiten bereits erfolgreich angelaufen waren. Bisher konnte das Bohrloch im Golf von Mexiko aber immer noch nicht geschlossen werden und BP gab bekannt, dass erste Erkenntnisse erst am Wochenende zu erwarten seien. Wie die Operation “Top Kill” genau ablaufen soll, zeigt das zweite Video weiter unten als Animation.
Veröffentlicht am 24. Mai 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 1,159 x gelesen
Seit der schlimmsten Umweltkatastrophe durch den Untergang der Deepwater Horizon vor mehr als einem Monat (!) laufen jeden Tag mehr als 800.000 Liter Öl in den Golf von Mexiko. Die rieisige Öl-Wolke unter dem Meeresspiegel treibt auf die Küste der USA zu und tötet auf ihrem Weg Tiere und Pflanzen. Seit dem Wochenende spricht auch der Betreiber BP, einer der mächtigsten Konzerne der Welt, von einer “katastrophalen” Situation. Währenddessen wächst bei den Betroffenen ebenso wie in Politik und Bevölkerung der Unmut darüber, dass es BP bisher nicht gelungen ist, die Lecks am Meeresboden zu verschließen und die Umweltverschmutzung zu stoppen.