Veröffentlicht am 6. Januar 2011, Kategorie(n):Sonstiges, 1,107 x gelesen
Das vergangene Jahr war das “Internationale Jahr der Artenvielfalt“, wobei vor allem auf den global rasant fortschreitenden Verlust der biologischen Vielfalt von Tieren und Pflanzen aufmerksam gemacht werden sollte. Das gerade begonnene Jahr 2011 wurde von den Vereinten Nationen zum “Internationalen Jahr der Wälder” erklärt, womit auf die besondere Bedeutung der Wälder beim Klimaschutz, der Artenvielfalt und auch als Erholungsgebiete für den Mensch hingewiesen werden soll. Denn nicht umsonst bezeichnet man z.B. den tropischen Regenwald als “Grüne Lunge” der Erde, da die Bäume und Pflanzen beim Wachsen klimaschädliches CO2 speichern und in den für uns lebensnotwendigen Sauerstoff umwandeln. Mit der rasenden Abholzung der Wälder für Viehzucht, Landwirtschaft, den Anbau von Energiepflanzen oder die Holzindustrie gefährdet der Mensch das Gleichgewicht auf der Erde also gleich in vielfacher Weise.
Veröffentlicht am 20. Mai 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 2,187 x gelesen
Kanada ist von riesigen Wäldern bedeckt, die auch zu den wichtigsten natürlichen Ressourcen der kanadischen Wirtschaft gehören. War das Holz Anfangs vor allem als Baumaterial begehrt, ist der größte Abnehmer seit den letzten Jahrzehnten die Papierindustrie. Da der weltweite Bedarf an Papier stetig steigt und sich die beteiligten Unternehmen in Kanada bisher wenig bis gar nicht um nachhaltige Forstwirtschaft gekümmert haben, sind Großteile der von ihnen genutzten Waldflächen heute nicht mehr intakt. Satellitenbilder deckten sogar Kahlschlagflächen größer als Berlin auf. Dabei ist der Urwald Kanadas nicht nur Heimat des Karibu, dem Symboltier auf der kanadischen 25-Cent-Münze, sondern er formt auch zusammen mit den Wäldern Skandinaviens, Russlands und Alaskas das größte Waldökosystem auf der nördliche Hemisphäre.
Auf Druck von Greenpeace und weiteren Nichtregierungsorganisationen gibt es aber nun einen Lichtblick, denn kürzlich wurde das größte Wald-Abkommen in der kanadischen Geschichte geschlossen. Das Waldmoratorium sieht vor, dass die Unternehmen auf einer Fläche fast so groß wie Deutschland in den nächsten drei Jahren auf jeglichen Holzeinschlag verzichten. Dann könnte sich selbst der Bestand des gefährdeten Rentiers wieder erholen. In dem dreijährigen Prozess sollen gleichzeitig Konzepte erarbeitet werden, wie die 72 Millionen Hektar borealer Wald in geschützte Flächen umgewandelt und eine ökologisch nachhaltige Forstwirtschaft eingeführt werden kann.