Veröffentlicht am 19. März 2010, Kategorie(n):Auto und Verkehr, 71 x gelesen
Es gibt Konzepte für Solar-Boote und Solar-Autos. Es wurde auch schon über die Ideen berichtet, die Strassen mit Solaranlagen zu überdachen, die Fahrbahn selbst zur Solar-Strasse zu machen. Dabei sind gerade im Fernverkehr Hochgeschwindigkeits- oder Schnellzüge die schnellste, komfortabelste und umweltfreundlichste Möglichkeit der Fortbewegung. Das haben sich wohl auch die Planer hinter dem SolarBullet-Konzept gedacht, nur dass sie den Bahnverkehr eben noch umweltfreundlicher machen wollen. Ihre Idee ist, zwischen Tucson und Phoenix im US-Bundesstaat Arizona eine Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke gebaut wird, die komplett mit Solarmodulen überdacht ist. Diese sollen dann den umweltfreundlichen Strom liefern, der den den mehr als 350 km/h schnellen Zug antreibt.
Bild: SolarBullet
Die Fahrtzeit zwischen den beiden Städten im Südwesten der USA soll damit von zweieinhalb Stunden (mit eingerechnetem Stau und Verkehr) auf nur 30 Minuten reduziert werden. Ein Vorteil, der auch eher autofixierte Amerikaner überzeugen könnte. Wenn sich ein solcher Solar-Zug realisieren lassen kann, dann wäre der Ort auf jeden fall perfekt. Phoenix liegt schließlich in der Sonora-Wüste im Herzen von Arizona, auch Tal der Sonne (”Valley of the Sun”) genannt. Die notwendige Sonnenenergie wäre dort bei durchschnittlich 312 Tagen Sonnenschein sicher kein Problem.
Veröffentlicht am 19. Februar 2010, Kategorie(n):Allgemein, 272 x gelesen
Detroit ist die größte Stadt im US-Bundestaat Michigan und Geburtsort des Massenautomobilbaus. Die glorreichen Zeiten sind allerdings lange vorbei, seit mit dem Niedergang der amerikanischen Automobilindustrie auch die ehemals blühende Industriestadt immer mehr verwaiste. Während um 1950 noch fast 2 Millionen Menschen in Detroit lebten, schrumpfte die Einwohnerzahl auf heute knapp 900.000. Massenhaft Häuser stehen leer, Fabrikhallen kämpfen mühsam gegen den Verfall und große und kleinere innenstadtnahe Grundstücke liegen verwaist und leergeräumt da. Trotz aller Bemühungen neue Wirtschaftszweige anzusiedeln, ist die Automobilbranche nach wie vor der Hauptindustriezweig, der allerdings immer weniger Menschen arbeit geben und ernähren kann. Während die meisten, die es sich leisten konnten einfach wegzogen, blieb der Unternehmer und Multimillionär John Hantz in Detroit und plant nun sogar, die Stadt komplett umzustrukturieren. Aus verlassenen Industriegrundstücken sollen fruchtbare Äcker werden, aus Grau soll Grün werden und aus Menschen ohne Arbeit sollen urbane Farmer mit einer blühenden Zukunft werden.
Veröffentlicht am 18. Januar 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 313 x gelesen
Nachdem hier vor einigen Tagen über das Konzept von Frank Lessing zur Solar-Überdachung von deutschen Autobahnen berichtet wurde, soll nun eine ähnliche Idee aus den USA vorgestellt werden. Der Ingenieur Scott Brusaw und seine Frau Julie wollen die bestehenden Strassen aber nicht überdachen sondern gleich die ganze Straße zur Solaranlage machen. Hierfür haben Sie ein Konzept für entwickelt, nach dem in (ferner) Zukunft bestehende Strassen aus Asphalt durch ihre Solar Road Panels™ ersetzt werden könnten.
Bild: Solar Roadways™
Intelligente Solar-Straßen bestehend aus drei Schichten
Nach dem Konzept der Solar Roadways™ - oder übersetzt der Solar-Straßen - soll die Straße aus aneinandergereiten Modulen bestehen, die wiederum je drei Schichten besitzen. Die oberste Schicht ist extrem robust, bietet hervorragende Traktion und ist gleichzeitig transparent um das Sonnenlicht hindurch zu lassen. Selbstverständlich musse sie die größten Gewichte aushalten können und wetterresistent sein um die darunter liegenden Elektronik zu schützen.
Veröffentlicht am 18. Dezember 2009, Kategorie(n):Allgemein, 329 x gelesen
Auch am vorletzten Tag des Klimagipfels in Kopenhagen konnte noch kein Durchbruch erzielt werden und die Angst vor einem völligen Scheiterns des Weltklimagipfels wächst. Connie Hedegaard, Ministerin für die UN Klimakonferenz in Kopenhagen nannte das Treffen eine “Deadline” für das Klima und merkte an, dass die Zeit zum Handeln langsam aber sicher abläuft. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und der Britische Premierminister Gordon Brown riefen in Ihren Reden dazu auf, die Diskussionen zu stoppen und endlich zu handeln. Ein Scheitern des Klimagipfels wurde als Katastrophe für die Menschheit bezeichnet.
Währenddessen erklärte die Außenministerin der Vereinigten Staaten, Hillary Clinton, dass die USA im Rahmen einer Partnerschaft mit anderen Staaten versuchen werden, 100 Milliarden Dollar pro Jahr für die Klimahilfe ab 2020 bereit zu stellen. Allerdings würden die USA im Gegensatz für die Zahlungen von den Schwellen- und Entwicklungsländern völlige Transparenz hinsichtlich ihrer Emissionen fordern. China erklärte sich im Gegenzug dazu bereit, Auskunft über Details der Maßnahmen zur Reduzierung und Kontrolle der CO2-Emissionen zu geben und bewegte sich damit in die Richtung der Forderungen der USA.
Weitere aktuelle Informationen sind täglich unter en.cop15.dk nachzulesen (Englisch)
Veröffentlicht am 14. Dezember 2009, Kategorie(n):Solarenergie, 533 x gelesen
- Trotz Rezession: US-Markt wuchs von 320 MW in 2008 auf 440 MW in 2009
- Bis 2012 wird die jährliche Nachfrage auf 1,5 bis 2 MW installierte Leistung steigen / Jährliche Investitionen wachsen auf mehr als 6 Milliarden Dollar
- Deutsche Unternehmen wie Conergy und juwi profitieren von herausragender Stellung im Weltmarkt
Die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen für den Einsatz in Gebäuden und amerikanischen Kraftwerken ist 2009 trotz der allgemein schlechten Wirtschaftslage erheblich gestiegen. Bis 2012 könnten sich die USA sogar zum weltweit schnellsten Wachstumsmarkt entwickeln, in welchen voraussichtlich mehr als sechs Milliarden Dollar investiert werden. Das sind zentrale Ergebnisse der Studie “The United States PV Market Through 2013: Projekt Economics, Policy, Demand and Strategy”, die Greentech Media (www.greentechmedia.com) heute offiziell in Deutschland vorstellt. Dem Report zufolge stieg die installierte Photovoltaik-Nachfrage von 320 Megawatt in 2008 auf aktuell 440 Megawatt und könnte im “Best-Case” jährlich um bis zu 48 Prozent wachsen.
“Bis 2012 wird der Photovoltaik-Markt in den USA den spanischen Markt einholen und die klare Nummer 2 hinter Deutschland werden”, so Markus Erhard, Analyst bei Greentech Media in München. “Wir gehen davon aus, dass besonders auch deutsche Player wie Conergy oder juwi vom Wachstum auf dem amerikanischen PV-Markt profitieren werden.”
Veröffentlicht am 19. Oktober 2009, Kategorie(n):Gebäude, 534 x gelesen
Der deutsche Beitrag in Form des Plus-Energie-Hauses der TU Darmstadt (Unterstützt vom BMVBS) hat dieses Jahr erneut den weltweit renommierten Preis im “Solar Decathlon” in Washington D.C. gewonnen. Der Preis wird vom amerikanischen Energieministerium ausgelobt und gilt als “inoffizielle Weltmeisterschaft der Solarhäuser”. Am Endausscheid nahmen 20 Teams aus Universitäten aus Amerika und Europa teil.
Das preisgekrönte zweistöckige Wohngebäude, das von Studierenden der Technischen Universität Darmstadt unter Leitung von Prof. Manfred Hegger entwickelt wurde, ist damit ebenso erfolgreich wie das erste, einstöckige Modell, das 2007 den Preis gewann. Beide Häuser produzieren durch kluges Design und modernste Technik mehr Energie, als sie verbrauchen. Der großartige Erfolg unterstreicht die führende Position Deutschlands beim energieeffizienten Bauen.
Staatssekretär Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup: „Ich gratuliere dem Team zu diesem großen Erfolg. Ich freue mich, dass wir mit unserem Forschungsprogramm dieses zukunftsweisende Projekt unterstützen können. Das sind gut investierte Mittel. Sie stärken die Zukunftschancen der Bauwirtschaft und der Planer in Deutschland. Das Haus gibt wichtige Impulse für einen modernen, zeitgemäßen Wohnungsbau“.
Veröffentlicht am 7. Oktober 2009, Kategorie(n):Gebäude, Solarenergie, 557 x gelesen
Können wir Häuser konstruieren, die sowohl energieeffizient, komfortabel und kostengünstig zu bauen sind? Dieser Frage gehen die Teilnehmer des U.S. Department of Energy Solar Decathlon 2009 - allesamt College Schüler und Studenten - in den ersten Wochen des Oktober nach. Der Solar-Zehnkampf findet mitten in Washington statt, wo in dieser Zeit an der National Mall in Washington, D.C. zwischen der 10ten und 14ten Strasse und zwischen Madison Drive und Jefferson Drive das Solar-Dorf entsteht.
Aufnahmen vom dritten Solar Decathlon in Washington
Der Solar Decathlon ist ein internationales Event, an dem Teams aus ganz Amerika und vielen anderen Ländern teilnehmen. Im Jahr 2007 kamen die Gewinner mit dem attraktivste und energieeffizientesten aus der Technischen Universitat Darmstadt (TUD) in Deutschland. Die vorgefertigten Gebäudeteile werden zur National Mall transportiert und dort wieder zusammengebaut um dann in zehn Wettkämpfen gegeneinander anzutreten. Der Wettbewerb findet in den Bereichen Architektur, Konstruktion, Vermarktbarkeit, Komfort, Haushaltsgeräte, Warmwasserbereitung, Beleuchtung, etc. statt, in denen die Häuser nicht nur nach ihrem Energieverbrauch bewertet werden , die Teams aber Bonuspunkte bekommen können, wenn ihr Gebäude mehr Energie erzeugt als es verbraucht. Der Gesamtsieger wird am 16. Oktober bekannt gegeben.
Veröffentlicht am 25. September 2009, Kategorie(n):Solarenergie, 493 x gelesen
Greentech Media’s aktuelle Analyse zur PV Produktion in den USA
Im internationalen Wettbewerb ist die deutsche Photovoltaikindustrie hinter Herstellern aus China, Taiwan und den USA weiter zurück gefallen. Die Hoffnungen der deutschen Photovoltaikhersteller liegen daher auch auf dem wachsenden amerikanischen Produktionsstandort. „Mit unserer aktuellen Studie „PV Manufacturing in the U.S.“ bieten wir jedem Unternehmen der Photovoltaikindustrie wertvolle Informationen über den US-amerikanischen Markt. Sie richtet sich an alle, die an einer fundierten und umfassenden Analyse der PV-Produktion, einschließlich der Förderbedingungen und Chancen entlang der Wertschöpfungskette interessiert sind“, so Silvia Christel, Analystin bei Greentech Media Inc.
Wachstum bis mindestens 2012
Für den amerikanischen Zellabsatz prognostiziert Greentech Media, ausgehend vom Jahr 2008, bis 2012 eine jährliche Wachstumsrate von 50 Prozent. Für den Modulabsatz erwarten die Analysten in diesem Zeitraum eine Wachstumsrate von 45 Prozent. Die Dünnschicht-Technologie wird in Amerika weiterhin eine dominante Rolle einnehmen. Mit einem Produktionsanteil von 2,69 Gigawatt werden im Jahr 2012 bis zu 67 Prozent der PV-Produktion aus Dünnschichtzellen bestehen.
CIGS-Technologie mittelfristig im Aufwind
Bei den einzelnen Technologien im Dünnschichtbereich ist aktuell kein eindeutiger Trend erkennbar. Dem entsprechend liegen CdTe mit 18 Prozent, amorphes Silizium mit 24 Prozent und CIGS mit 22 Prozent relativ nah beieinander. Ein offensichtlicher Trend der kommenden fünf Jahre ist jedoch für den Produktions- und Marktanteil der CIGS-Technologie erkennbar. Hier erwarten die Greentech Media Analysten bis 2012 ein deutliches Wachstum. Ausgehend von einer Produktionsleistung von 132 MW im Jahr 2009 wird für die CIGS-Technologie eine Produktionskapazität von 626 MW im Jahr 2012 vorher gesagt. Zu dieser Prognose kommen die Analysten, obwohl die aktuelle Produktion durch die Marktlage und die Neigung der Endkunden, auf bewährte Technologien zurückzugreifen, geprägt ist.
Gleichzeitig wird sich in den nächsten Jahren die Produktionskapazität für kristalline Siliziumzellen auf einem weiterhin hohen Niveau fortsetzen. Kristalline Zellen und Module bilden weiterhin den Hauptanteil der PV-Technologien, der Produktionsanteil in dieser Technologie wird von Greentech Media auf 35 Prozent im Jahr 2012 prognostiziert.
Veröffentlicht am 22. September 2009, Kategorie(n):Allgemein, 438 x gelesen
Vom 7. bis 12. Dezember 2009 sollen im Rahmen der Klimaverhandlungen in Kopenhagen die Weichen für eine klimafreundliche Zeit nach dem Kyoto-Protokoll gestellt werden. Um sich auf die Verhandlungen über ein Folgeabkommen vorzubereiten treffen heute vorab in New York rund 100 Regierungsvertreter zu einem Klimagipfel zusammen. Yvo de Boer, Chef des Klimasekretariats der Vereinten Nationen, verkündete bereits im Vorfeld nach einem Gespräch mit dem chinesischen Staatschef Hu Jintao, dass China in New York weitreichende Maßnahmen zur Senkung seines Kohlendioxid-Ausstoßes verkünden werde.
Die Volksrepublik China habe es sich selbst als Ziel gesetzt, zur führenden Nation im Kampf gegen Erderwärmung und Klimawandel zu werden und bis zum Jahr 2020 rund 15 Prozent des Energiebedarfs über regenerative Energien wie Windkraft oder Solarenergie zu decken. Dies wäre umso wichtiger, da China mittlerweile das Land mit dem größten CO2-Ausstoß ist (auch wenn ein Großteil aus der Produktion für Exportgüter stammt). Die Verpflichtung zu einer nachhaltigeren Wachstum wäre eine grundlegende Richtungsänderung der chinesischen Wirtschaft und könnte andere Länder in Asien und dem Rest der welt positiv beeinflussen.
Veröffentlicht am 7. Juli 2009, Kategorie(n):Allgemein, 866 x gelesen
Die Folgen von Erderwärmung und Klimawandel dürften um einiges verheerender sein als die der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise, was den Klimaschutz eigentlich zum wichtigsten Anliegen von Politik, Unternehmen und eigentlich allen Menschen machen sollte. Doch trotz dem Rat der Wissenschaftlern und den Auswirkungen, die wir schon heute zu spüren bekommen, zweifeln immer mehr Experten daran, ob ein Stopp oder gar eine Umkehr der Erderwärmung gelingen wird.
Laut der von Ecofys, im Auftrag von WWF und Allianz, durchgeführten Analyse “G8 Climate Scorecards” gibt es neben den G8-Staaten, die die Kyoto-Ziele voraussichtlich erreichen werden leider auch immer noch viele Länder, die die Gefahren des Klimawandel und damit eine seriöse Klimapolitik nicht ernst nehmen. Auf Focus Online werden die fünf Staaten vorgestellt, die laut WWF und Allianz in ihren Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel am wirkungsvollsten sind. Der erste Platz geht laut dem Ranking an Deutschland, gefolgt von Großbritannien auf Platz zwei und Frankreich auf Platz drei. Auf den Plätzen vier und fünf finden sich Italien und Japan, die beide einen relativ niedrigen CO2-Ausstoß pro Einwohner haben aber deren absolute Emissionen seit 1990 deutlich gestiegen sind.