Veröffentlicht am 1. Juli 2011, Kategorie(n):Solarenergie, Windkraft, 1,090 x gelesen
Die Erneuerbaren Energien wie Windkraft oder Solarenergie haben viele Vorteile vor Kohle- oder Atomstrom: Der Einsturz einer Anlage zieht keine nukleare Katastrophe nach sich, sie stoßen weder CO2-Eimissionen noch andere Schadstoffe aus und sind nach der Inbetriebnahme völlig unabhängig von steigenden Rohstoffpreisen wie Erdöl oder Erdgas. Allerdings haben sie auch einen großen Nachteil und dieser liegt in der naturgegebenen Schwankung der Produktionsmenge und der Tatsache, dass man die produzierte Strommenge nicht einfach kurzfristig erhöhen oder senken kann. Da der Bedarf aber je nach Tageszeit ebenfalls sehr unterschiedlich ist und der Wind nicht gerade zu Zeiten der Spitzenlast weht und die Sonne scheint, ist die Entwicklung von Konzepten zur Speicherung der Energie der Knackpunkt für das Gelingen der Energiewende. Ein interessantes Konzept sind die Green Power Islands von Gottlieb Paludan Architects.
Veröffentlicht am 2. Mai 2011, Kategorie(n):Windkraft, 1,284 x gelesen
Am heutigen Tag hat wurde von der EnBW Energie Baden-Württemberg AG der erste kommerziellen Offshore-Windpark in der Ostsee in Betrieb genommen. Bei der Einweihungen waren u.a. Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Ministerpräsident Erwin Sellering und zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft und Politik zugegen. Nachdem der symbolische Grundstein bereits im Frühjahr 2010 gelegt wurde, gingen die 21 kirchturmhohen Windkraftanlagen und die rund 1.000 Tonnen schwere Umspannplattform 16 Kilometer vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns heute ans Netz. Jedes Windrad hat eine installierte Leistung von 2,3 Megawatt womit der gesamte Offshore-Windpark Baltic 1 jährlich bis zu 185 Gigawattstunden Strom produzieren kann, genug für 50.000 Haushalte.
Veröffentlicht am 23. April 2011, Kategorie(n):Allgemein, 1,022 x gelesen
In diesem rund 18,5 Minuten langen Video von messelive.tv schaut Susanne Frommert in die Zukunft - genauer gesagt in die deutsche Energiezukunft im Jahr 2020. Denn bis dahin könnten die Erneuerbaren Energien einen tragenden Anteil an der Stromerzeugung in Deutschland stellen, viel mehr als alle bisherige politischen Szenarien vorsehen. Die erzeugte Windenergie könnte dank neuer Offshore-Parks und Repowering von heute 23 Gigawatt auf 55 Gigawatt nahezu verdoppelt werden, die Kosten für Solarstrom werden Mitte des nächsten Jahrzehnts soweit sinken, dass die Netzparität erreicht ist und die installierte Leistung wird sich daher vis 2020 von heute 5 Gigawatt auf 40 Gigawatt verachtfachen. Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie werden ebenfalls zu einer sauberen Energiezukunft beitragen und Deutschland vom Import fossiler Energieträger aus dem Ausland unabhängiger machen.
Will man die Welt wirklich verändern, dann reicht es meist nicht, bisherige Technologien und Produkte immer noch ein bisschen weiter zu optimieren. Manchmal braucht man revolutionäre neue Konzepte und Ideen, die den bisherigen Stand der Technik in Frage stellen und Leistung oder Effizienz einfach signifikant verbessern. Hätte es diese Revolutionen bisher nicht gegeben, dann würden heute wohl selbst die schönsten und dynamischsten Sportwagen immer noch von Pferden gezogen werden. Statt den heutigen Hubkolbenmotor weiter zu entwickeln hat Dr. h.c. Herbert Hüttlin einen völlig neuartigen Motor entwickelt, der aus deutlich weniger Teilen besteht, weniger Reibung erzeugt und vor allem viel weniger Kraftstoff benötigt. Der auf dem Genfer Autosalon 2011 vorgestellte Technologieansatz lässt sich sowohl als Hybridmotor, als Range-Extender für Elektroautos, Kugelkompressor, als Blockheizkraftwerk oder sogar als Hybridsystem für Windkraftanlagen einsetzen.
Erst vor kurzem hat in Australien das Sunswift IVy Solarauto einen neuen Weltrekord aufgestellt und schon wieder kommen erstaunliche Leistungen im Bereich Elektromobilität und erneuerbare Energien aus Down Under. Mit dem Wind Explorer - dem weltweit ersten Windauto, einem Elektroauto mit eingebauter Windkraftanlage - sind zwei Fahrer etwa 5.000 Kilometer von Albany bis nach Sydney gefahren. Bei den beiden Teammitgliedern handelt es sich aber nicht um Australier, sondern um den deutschen TV-Moderator (VOX, ARD), TV-Produzenten und Action-Experten Dirk Gion sowie um Stefan Simmerer, Diplom-Ingenieur für Leichtbau, Experte für Windräder und Extrem-Abenteurer, ebenfalls aus Deutschland.
Veröffentlicht am 7. Februar 2011, Kategorie(n):Windkraft, 9,398 x gelesen
Egal ob als riesige Version im Offshore-Windpark auf offener See oder als Micro-Windturbine für Zuhause: Die Windenergieanlagen bestehen fast immer aus einem Mast oder Turm, sowie einem Generator und einem Rotor mit Nabe und meist drei Rotorblättern. Allerdings nicht immer, wie die Entwicklung der Mikro-Windkraftanlage BreezeBreaker durch den erst 19 Jahre alten Fritz Unger belegt. Sie kommt mit nur zwei speziell geformten Rotorblättern aus und ist dafür mit einem zweiten Flügel ausgestattet, der über dem Hauptprofil platziert wird und dafür sorgt, dass die Strömung länger an der Haupttragfläche anliegt. Das patentierte einspaltige Verfahren soll Leistungen garantieren, die deutlich über denen bisheriger Turbinen liegen.
Veröffentlicht am 4. Februar 2011, Kategorie(n):Solarenergie, Windkraft, 2,135 x gelesen
Wenn es ein Land gibt, das sich ganz besonders beim Design schöner Dinge hervorgetan hat, dann wohl ohne Zweiffel Italien. Ob im Bereich Mode oder bei der Schaffung rassiger Sportwagen, haben sich die Designer des Landes doch häufig selbst übertroffen. Doch ein optischer Augenschmaus reicht in den heutigen Zeiten von zur Neige gehenden Ressourcen, Umweltverschmutzung und Klimawandel nicht mehr aus. Heute gilt es vor allem auch neue Wege der Energiegewinnung, der Fortbewegung und der Steigerung der Energieeffizienz zu finden. Bei Newitalianblood hat man sich auf die Konzeption, das Management und die Vermarktung von Architektur, Landschaftsplanung, Design und visueller Kunst in Form von Wettbewerben spezialisiert. Die Ideen, die dabei herauskommen sind dabei teils ganz erstaunlich zukunftsorientiert…
Veröffentlicht am 16. Dezember 2010, Kategorie(n):Allgemein, 1,323 x gelesen
Umweltschützer und viele Menschen, denen das Wohl unserer Erde am Herzen liegt, würden die Energiewende lieber heute als morgen sehen um so den Raubbau an den Ressourcen des Planeten einzudämmen und den Ausstoß der Milliarden Tonnen CO2 durch den Mensch zu reduzieren. Ein Großteil der Menschen will aber vor allem eines: Billigen Strom. Und die großen Stromkonzerne möchten am liebsten so weitermachen wie bisher und mit Atomkraftwerken und Kohlekraftwerken Milliarden verdienen, ohne in unsichere Zukunftsprojekte oder neue Stromnetze investieren zu müssen. Aus diesem Grund sind die Fronten verhärtet und die Berichterstattung konzentriert sich meist auf eine beschränkte Sicht der Dinge: Mal sind Windkraft und Solarenergie die Retter des Planeten, dann wieder sind die erneuerbaren Energien Schuld an steigenden Strompreisen (siehe auch: Die Lüge von teurem Solarstrom und kostspieligen Erneuerbaren Energien).
Wie allerdings im Artikel “Öko um jeden Preis” in der Spiegel Ausgabe 38/2010 ganz treffend bemerkt wurde, war Energie zwar jeher ein knappes und darum eigentlich kostspieliges Gut, dennoch haben die Verbraucher nie die wahren Kosten für die Nutzung von elektrischer Energie oder Heizenergie bezahlt. Denn schon immer wurde vor allem der ökologische Preis ignoriert, denn das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas sowie die Spaltung von Uran kosten vor allem einen Preis, den die folgenden Generationen zu zahlen haben. Inzwischen hat der Mensch die Erde aber soweit geschädigt und so dramatische Mengen an Emissionen in die Atmosphäre gepustet, dass sich immer mehr die Frage stellen, wie lange unser Planet dieses Verhalten überhaupt noch verträgt. Außerdem wurde der Zenit bei der möglichen Förderung von erdöl bereits überschritten oder wird es spätestens in naher Zukunft sein. Die Frage einer möglichst sauberen und von fossilen und nuklearen Brennstoffen unabhängigen Energieversorgung ist also dringender denn je.
Mit einem Kreditvolumen von fünf Milliarden Euro startet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) 2011 ein Sonderprogramm “Offshore Windenergie”. Das Kreditprogramm sowie der Abbau von Investitionshürden durch eine vereinfachte Genehmigungspraxis und verbesserte Rahmenbedingungen für die Netzanbindung von Offshore-Windparks sind Teil des Energiekonzeptes, mit dem der Ausbau der erneuerbaren Energien vorangetrieben werden soll. Durch das KfW-Programm sollen die ersten zehn Windparks finanziert werden, um der noch jungen Technik zum Durchbruch zu verhelfen. Die EU will den Ausbau der Windkraft auf hoher See durch Infrastruktur-Maßnahmen für den Netzausbau unterstützen.
Auf der 5. EUROFORUM-Konferenz “Herausforderung Offshore-Windpark” (25. und 26. Januar 2011, Hamburg) diskutieren Vertreter aus Politik und Wissenschaft sowie Offshore-Betreiber und Anlagenbauer über die neuen politischen Anreize für die Stromproduktion auf hoher See und stellen ihre Erfahrungen mit der Installation und dem Betrieb der Anlagen vor. Der EU-Koordinator für die Offshore-Windkraft in Nordeuropa Georg Wilhelm Adamowitsch erläutert die europäischen Pläne für den Ausbau der Windenergie und geht auf die dringend benötigten Netze ebenso ein wie auf das EU-Projekt North Sea Grid. Als Vertreter des Bundesumweltministeriums erläutert Dr. Torsten Bischoff die Rolle der Offshore-Windkraft im Energiekonzept der Bundesregierung und gibt einen Ausblick auf die EEG-Novelle.
Veröffentlicht am 9. Dezember 2010, Kategorie(n):Wasserkraft, Windkraft, 1,555 x gelesen
Wie Manfred Betzwieser, Autor des Buchs “Geheimnisvolles El Hierro”, schreibt, findet das Öko-Konzept “Central Hidroeólica de El Hierro” inzwischen weltweit Beachtung. Die Regierung der westlichsten und kleinsten der sieben großen Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean hatte bereits in 2009 verkündet, dass El Hierro auf Naturschutz und Öko-Touristen setzt. Zu diesem Zweck sollten nur noch wenige Hotels gebaut werden dürfen und der komplette Energiebedarf der Insel sollte über Erneuerbare Energien gedeckt werden. Das Ziel es bis Ende 2009 zu schaffen hat man zwar wohl nicht ganz erreicht, dennoch bleibt es eine großartige Vision, den kompletten Energiebedarf einer Insel über Strom aus Wasser- und Windkraftwerken sowie Solaranlagen zu decken.
Über die praktische Einsparung von Ressourcen und Emissionen hinaus hat das Konzept eine enorme Signalwirkung, die weit über Spaniens grenzen hinaus reicht: Nach dem Bayerischen Rundfunk und der Deutschen Welle kamen Journalisten aus Italien und Frankreich um Berichte und Filmbeiträge zu recherchieren. Selbst ein Fernsehteam aus Südkorea vom KBS-Kanal, einem der in Korea meistgesehenen Programme, stattete der Insel einen Besuch ab. Auch in dem renomierten “Blue Economy”, einem Ableger des “Club of Rome” erschien ein interessanter Artikel den Manfred Betzwieser in der folgenden Zusammenfassung kurz wiedergibt.